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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 25.02.2011

Irina Liebmann - Die schönste Wohnung hab ich schon
Jana Muschick

"Was soll denn jetzt noch werden?", so der Untertitel dieser Berliner Couplets, die √ľber die besondere Sicht auf das Leben und Beleben von Wohnr√§umen in der Hauptstadt erz√§hlen.



Die Gedichte in "Die schönste Wohnung ..." sind in einem Zeitraum von 20 Jahren entstanden. Nach Prosawerken, wie "Berliner Mietshaus" oder "Wäre es schön? Es wäre schön. Mein Vater Rudolf Herrnstadt", darf die Leserin auch die lyrische und eigenwillige Stimme der Autorin Irina Liebmann entdecken.

Nachhaltige Alltäglichkeiten

Wer kennt sie nicht, die scheinbar belanglosen Begebenheiten des Alltags, die uns im Moment des Geschehens kaum ber√ľhren und unsere Gedanken sp√§ter doch mit Wehmut an eine ferne Vergangenheit erf√ľllen. Die Schriftstellerin Irina Liebmann hat in ihrem Lyrikband "Die sch√∂nste Wohnung hab ich schon. Was soll denn jetzt noch werden?", all die Ereignisse versammelt, die im allein- und miteinander Leben passieren. Dabei ist die Autorin selbst eine sehr genaue Beobachterin. In einem Interview mit dem Deutschlandradio Ende Juli 2010 deutete sie schon vor der Buchver√∂ffentlichung an, dass es "die Gedanken der Fu√üg√§ngerin" sind, die ihr als Inspirationsquelle f√ľr ihre Romane sowie f√ľr diesen Gedichtband dienen.

Die Sammlung der Gedichte, Lieder und Prosaminiaturen beginnt mit einem Ausblick aus dem Fenster: "Ach" erz√§hlt von "Gr√ľn vor dem Fenster und Blau √ľberm Dach" ‚Äď einer Erinnerung an eine K√ľche, die vom lyrischen Ich schon lange nicht mehr bewohnt ist. Der Aphorismus "Ein Grundvertrauen in die Welt gibt nur die Nudel" erkl√§rt mit Augenzwinkern die vermeintlich hohe Bedeutung der Pasta. Das Gedicht "Die Krankheit der Wohnung" ermutigt die LeserIn dazu, ihre Wohung lieben zu lernen: "Das Licht, die W√§rme, Ruhe, die Balkont√ľr,/ Das/ Wirst du nie vergessen".

Starke Zeilen

Die Gedichte und Aphorismen der Schriftstellerin in "Die sch√∂nste Wohnung hab ich schon" drehen sich vor allem um Erinnerungen an Orte und Situationen, die unwiederbringlich vergangen sind. Mit √úberschriften wie "Lied des Maklers" oder "Ein Haus braucht der Mensch" vermittelt Liebmann eine melancholische Stimmung, die die LeserIn an ihre erste Wohnung oder das Leben kurz nach dem Umzug in eine neue Stadt erinnern. Die rhythmischen Texte versammeln Lebenserfahrungen und Fantasie, gestrickt aus Allt√§glichkeiten. Dabei verlangt die von der Autorin gew√§hlte Montagetechnik von der Leserin ein genaues Mitlesen, schafft andererseits aber auch ein gro√ües Panorama von Eindr√ľcken und Atmosph√§re.

AVIVA-Tipp: Ein Lyrikb√§ndchen zum Eingew√∂hnen in neue Lebensumst√§nde und zum Erinnern an sch√∂ne alte Zeiten, die schon lange Vergangenheit sind. Mit so viel Passion wurde selten √ľber Wohnungen gedichtet. Dabei erinnern die Pointen der St√ľcke an die Berliner Couplets der Zwanziger Jahre. Einfach zum Wegtr√§umen.

Zur Autorin: Irina Liebmann, 1943 geboren, schreibt seit Mitte der 1970er Jahre. Als sie 1988 von Ostberlin in den Westen √ľbersiedelte, begann sie das allt√§gliche Stadtleben zu beobachten. Liebmann erhielt zahlreiche Preise, darunter den "Aspekte Literaturpreis" und zuletzt den "Preis der Leipziger Buchmesse".

Irina Liebmann
Die schönste Wohnung hab ich schon. Was soll denn jetzt noch werden

Transit Verlag, erschienen: August 2010
Gebunden, 80 Seiten
ISBN-13: 978-3-88747-248-1
12,80 Euro


Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Weiterlesen: Wäre es schön? Es wäre schön von Irina Liebmann

Stille Mitte von Berlin von Irina Liebmann

Literatur Beitrag vom 25.02.2011 Jana Muschick 





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