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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 14.05.2004

Wenn du l├Ąchelst, bist du sch├Âner. Claudia Seifert
Sabine Grunwald

Acht Frauen aus Ost und West, geboren in den Jahren 1950-1957 berichten freim├╝tig ├╝ber ihre Kindheit. Die M├Ądchen in den 50er und 60er Jahren hatten vor allem gehorsam und sch├Ân zu sein



Die 50er Jahre werden h├Ąufig in den Medien als bunt und friedlich verkl├Ąrt, ausgestattet mit T├╝tenlampen und Nierentisch wird diese Epoche pr├Ąsentiert. Bei dem R├╝ckblick wird leicht ├╝bersehen, dass auch diese Zeit ihre gro├čen Schattenseiten hatte und die Kindheit dieser Generation keineswegs ganz einfach und problemlos war.

Acht Frauen aus der ehemaligen DDR und aus der Bundesrepublik berichten subjektiv und offen ├╝ber ihre Kinder- und Jugendzeit. Private und ├Âffentliche Photos und Plakate, f├╝hren der Leserin eine Zeit vor Augen, in der vor allem Wohnungsnot und andere Einschr├Ąnkungen wie finanzielle Engp├Ąsse und Lehrstellen- und Arbeitsmangel zu meistern waren. Eingestreute Statistiken sprechen von mehr als 2 Mio. Arbeitslosen in Westdeutschland. Der durchschnittliche Arbeitslohn in der Industrie betrug 53,50 DM. Die 45-Stunden-Woche wurde erst 1956 durchgesetzt.

Die Zahl der arbeitenden Frauen nahm im Westen zwischen 1950 und 1962 um beinahe zwei Millionen zu. Viele arbeiteten mangels Ausbildung in "Frauenlohngruppen" zu Niedrigl├Âhnen. Gewerkschafterinnen prozessierten im Jahr 1955 erfolgreich dagegen. Frauen waren die billige Arbeitsreserve. Dies erkl├Ąrt das fehlende Rollenverst├Ąndnis und mangelnde Selbstvertrauen vieler Frauen der Elterngeneration.

"Die gute 50er-Jahre-Mutter zeichnete sich aus durch einen picobello gef├╝hrten Haushalt und Kinder, die sie tipptopp im Griff hatte. Der Nachwuchs sollte ordentlich, adrett und sauber sein"....Die M├╝tter standen unter einem enormen Druck und gaben ihn nicht selten an die Kinder weiter. Spr├╝che wie: "M├Ądchen, die pfeifen, und H├╝hnern, die kr├Ąhn, denen soll man beizeiten die H├Ąlse umdrehn." "Kinder, die was wollen, die kriegen was auf die Bollen." "Aus Jungen werden Leute, aus M├Ądchen werden Br├Ąute." sind uns noch immer allzu bekannt und verweisen auf eine ├ära, in der Wohlanst├Ąndigkeit und Anpassung bedeutende Werte darstellten.

Der 2. Weltkrieg und Hitlerdeutschland wurden tabuisiert, dar├╝ber wurde nicht gesprochen. Der R├╝ckzug in die Familie war angesagt. Der abwesende Vater war das strafende und autorit├Ąre Oberhaupt, das sich f├╝r den wirtschaftlichen Aufschwung abm├╝hte. Die Mutter hatte beides zu bew├Ąltigen, den Arbeitstag und den m├╝hevollen Haushalt, in dem die modernen Ger├Ąte noch kaum Einzug gehalten hatten.

AVIVA-Tipp: F├╝r Frauen der 50er Jahrg├Ąnge ein Muss mit vielen Aha-Erlebnissen. Aber auch und gerade f├╝r die j├╝ngere Generation ein informatives und unterhaltsames Buch ├╝ber ein St├╝ck deutscher Vergangenheit.




Claudia Seifert
Wenn du l├Ąchelst, bis du sch├Âner!

Kindheit in den 50er und 60er Jahren
Deutscher Taschenbuch Verlag, Mai 2004
ISBN 3-423-24411-9
14,50 Euro
255 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen200267011975"


Literatur Beitrag vom 14.05.2004 Sabine Grunwald 





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