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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2022 - Beitrag vom 21.06.2022


Helga Kurzchalia - Haus des Kindes. Buchvorstellungen in Berlin am 28. Juni, 14. September, 17. Oktober 2022
AVIVA-Redaktion

Die Autorin von Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus" hat mit "Haus des Kindes" erneut eine literarische Spurensuche geschaffen, die dokumentarische Genauigkeit mit erzählerischer Originalität verbindet. Der episodenhafte Roman, der vor dem 17. Juni 1953 beginnt und 1965 endet, erzählt von…




… Hermann Henselmanns Wohn- und Kinderkaufhaus Haus des Kindes, das sich an der damaligen Stalinallee befand.

Als die kommunistischen Eltern der Erzählerin nach Kriegsende aus der englischen Emigration nach Deutschland zurückkehren, ziehen sie schon bald mit ihren Kindern in das beeindruckende Gebäude. Durch die Augen des Mädchens begegnen wir ihren Nachbar:innen Hermann und Irene Henselmann, Robert und Karin Havemann, den Schriftstellern Alex Wedding, F. C. Weiskopf und Bodo Uhse. Sie alle verbindet der Glaube an ein anderes Deutschland. Doch auch Gleichaltrige lernt das Mädchen kennen. Etwa den Nachbarsjungen, dessen Eltern nach dem Krieg in die Sowjetunion verschleppt wurden und dessen Mutter später in den Westen flüchten wird. Nach wenigen Jahren fallen die ersten Kacheln von der Fassade auf die Straße, und auch zwischen den Bewohner:innen zeigen sich deutliche Risse. Die Protagonistin erlebt den Widerspruch zwischen ihrer privilegierten Situation und der Außenwelt, zwischen der Stalinallee und ihren Seitenstraßen.

AVIVA-Tipp: Mit "Haus des Kindes" hat Helga Kurzchalia ein poetisches wie berührendes literarisches Zeitdokument nicht nur über die ehemaligen Bewohner:innen und Besucher:innen des Wohn- und Kinderkaufhauses, sondern auch und ein plastisches Abbild dieser Zeit geschaffen.

Zur Autorin: Helga Kurzchalia, geboren 1948 in Berlin, studierte Psychologie an der Humboldt-Universität zu Berlin und arbeitet seit vielen Jahren als Psychotherapeutin. Zuletzt hat sie gemeinsam die Bücher "Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus" (2010), "HIER" (2007, in Kooperation mit Ulrike Brückner und Angelika Barz) und "Im Halbschlaf" (2000) veröffentlicht.

Buchvorstellungen mit Helga Kurzchalia zum "Haus des Kindes"

28. Juni um 19:30 Uhr in der Tucholsky-Buchhandlung (Tucholskystr. 47)
14. September 19 Uhr im Max-Lingner-Haus Berlin (Beatrice-Zweig-Str. 2)
17. Oktober 18:30 Uhr im Café Sibylle (Karl-Marx-Allee 72)

Helga Kurzchalia
Haus des Kindes

Matthes & Seitz Berlin, erschienen in der Reihe "Friedenauer Presse Winterbuch"
Gebunden, 140 Seiten
18 Euro
Mehr zum Buch unter: www.matthes-seitz-berlin.de

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Helga Kurzchalia - Lamaras Briefe oder vom Untergang des Kommunismus
Der Roman, erschienen im Juni 2010, ist geschrieben als poetischer Briefwechsel zwischen Lamara, einer Georgierin, und ihrer Familie in Ost-Berlin. Lamaras Sohn Dito, ein leidenschaftlicher Wissenschaftler, ist wegen seiner Liebe zu Clara in die DDR gezogen. (2010)

Quelle: Verlagsinfos


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