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AVIVA-BERLIN.de im November 2021 - Beitrag vom 03.07.2011


Astrid Rosenfeld - Adams Erbe
Sabine Grunwald

Edward und sein Großonkel Adam verbindet über zwei Generationen hinweg die Geschichte einer großen Liebe. Der Roman erzählt von der Macht der Familienbande und wie eine einzige Begegnung ...




... das Leben verändern und davon, wie die Vergangenheit die Gegenwart bestimmen kann.

Edward Cohen, ein in Berlin lebender erfolgreicher Besitzer einer Modeboutique, offenbart einer jungen Frau in einem langen Brief seine Lebensgeschichte. Wie er mit zusammen mit seiner Mutter und deren großer Liebe, einem nicht ganz seriösen aber lebenslustigen Geschäftemacher umherzieht, bis dieser durch einen Autounfall aus dem Leben gerissen wird.

Edward kehrt nach Berlin zurück und weiß nichts mit seinem Leben anzufangen, aus einer Laune heraus entwirft er Wollmonster, die er "Sorgenpüppchen" nennt. Seine hässlichen Kreationen werden zum Verkaufsschlager und begründen seinen Wohlstand.

Edward ist seinem in der Nazizeit verschollenen Großonkel Adam wie aus dem Gesicht geschnitten. Um seinen Onkel ranken sich dunkle Geheimnisse, niemand aus der Familie will ihm die Geschichte Adams erzählen, der als schwarzes Schaf der Familie gilt. Als er im Nachlass seiner Großmutter einen dicken Papierstapel findet, beginnt die zweite Geschichte des Romans und die LeserInnen hören die Stimme Adams, der uns von seiner großen Liebe zu dem jüdischen Mädchen Anna erzählt. Adams sowohl exzentrische als auch praktische Großmutter Edda Klingmann sichert das Überleben der Familie während des Holocaust. Mit Hilfe eines Verehrers bereitet sie die Auswanderung der Familie nach England vor und verhilft Adam mit gefälschten Papieren zur Flucht nach Polen. Der dort den Spuren seiner großen Liebe Anna folgt, die von der Gestapo abgeschoben wurde.

Astrid Rosenfeld, die selbst keine Jüdin ist, wagt sich mit ihrer Interpretation auf gefährliches Terrain, das sie allerdings mit viel Fingerspitzengefühl meistert. Ihre bitter-tragische Geschichte, die von den Auswirkungen des Holocaust auf die Überlebenden und deren Nachkommen erzählt, enthält auch viele skurrile Einfälle, ohne die Tragik des Geschehens zu verleugnen.

AVIVA-Tipp: Adams Erbe, ein einfühlsamer und mitreißender Familienroman zweier Generationen erzählt von Schicksalen, großen Gefühlen und davon, wie die Vergangenheit die Gegenwart durchdringt, vor allem aber von dem Triumph der Liebe über das Grauen.

Zur Autorin: Astrid Rosenfeld wurde 1977 in Köln geboren. Nach dem Abitur ging sie für zwei Jahre nach Kalifornien, wo sie erste Berufserfahrungen am Theater sammelte. Danach begann sie eine Schauspielausbildung in Berlin, die sie nach anderthalb Jahren abbrach. Seither hat sie in diversen Jobs in der Filmbranche gearbeitet, unter anderem als Casterin. So war sie Casting Directorin bei den Kinofilmen "Muxmäuschenstill" (2004, Regie: Marcus Mittermeier) und "Knallhart" (2006, Regie: Detlev Buck). Astrid Rosenfeld lebt in Berlin. "Adams Erbe" ist ihr erster Roman.
Die Autorin ist mit ihrem Romandebüt Adams Erbe eine der fünf Finalistinnen für den Franz-Tumler-Preis. Diese mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung für Erstlingswerke wird anlässlich einer Lesereihe in Laas (Südtirol) am 16.9./17.9.2011 vergeben. (Verlagsinformation)


Astrid Rosenfeld
Adams Erbe

Diogenes Verlag, erschienen im Februar 2011
Hardcover Leinen,385 Seiten
ISBN 978-3-257-06772-9
Euro 21,90


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Beitrag vom 03.07.2011

Sabine Grunwald 






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