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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 10.12.2007

4. bundesweite Tagung. Lesben und Alter. RuT-Rad und Tat e.V. war Veranstalterin
Franziska Eva-Maria Steier

Lesben im Alter sind nach wie vor ein Tabu-Thema in der SeniorInnenarbeit. In Altenheimen und in der offenen SeniorInnenarbeit werden frauenliebende Frauen nicht wahrgenommen. Aus Scham oder...



...Angst vor Diskriminierung verschweigen vor allem diejenigen frauenliebenden Frauen, die siebzig Jahre und älter sind, einen zentralen Anteil ihrer Persönlichkeit.

©Sharon Adler
50 Fachfrauen aus Altenpflege, Frauen-/Lesbenberatung und SeniorInnenarbeit trafen sich vom 30. November bis zum 2. Dezember 2007 in Berlin zur 4. bundesweiten Fachtagung Lesben & Alter

Modelle gemeinschaftlichen Wohnens, die Lesben ein Altern in Würde ermöglichen, standen ebenso auf der Tagesordnung wie der Dialog der Generationen und die lebensbiografische Anerkennung anderer Lebensläufe. Der Blick ins europäische Ausland auf das Amsterdamer Institut für homospezifische Gesundheit und Prävention Schorer gab interessante Eindrücke auf Netzwerke für Lesben im Alter in den Niederlanden und deren öffentliche Wertschätzung - auch was die finanzielle Förderung betrifft - und Verankerung in bestehenden Strukturen der SeniorInnenarbeit.

©Sharon Adler
Die bundesweite Fachtagung setzt sich für lesbenrespektierende Strategien des Diversity Managements ein und fordert die Bundes- und Kommunalpolitik und die Gremien der Altenarbeit dazu auf, sich aktiv für die Umsetzung folgender Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation von Lesben im Alter einzusetzen:

1. Finanzielle Förderung der Angebote für ältere Lesben in Form von Personalmitteln für die Koordination ehrenamtlicher Multiplikatorinnen in den bestehenden professionellen FrauenLesbenprojekten.

2. Finanzierung selbstbestimmter, diskriminierungsfreier Wohnobjekte für Frauen/Lesben unter Berücksichtigung bereits entwickelter Ansätze des selbstorganisierten, generationenverbindenden Wohnens. Hier sollte eine Mischfinanzierung von öffentlich gefördertem und frei finanziertem Wohnungsbau ermöglicht werden.

3. Unterstützung bei der Entwicklung und Verankerung lesbenrespektierender Fortbildungen in der Altenhilfe- und Altenpflege. Weiterentwicklung und Anwendung der Strategien des Diversity Managing im Ausbildungs- und Fortbildungsbereich der Altenpflege.

4. Bereitstellung von finanziellen Mittel zur Forschung für die Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse zur Lebenssituation alter lesbischer Frauen, zum Beispiel auch der gesundheitlichen Situation.

©Sharon Adler
5. Finanzierung von professionellem Freiwilligenmanagement und Aufwandsentschädigung für mobile Unterstützungs- und Besuchsdienste für lesbische Frauen im Alter.

Um die inhaltliche Gestaltungsmöglichkeiten und die politische Lobbyarbeit weiterhin zu professionalisieren, plädierten die anwesenden Fachfrauen einhellig dafür, einen bundesweiten Dachverband "Lesben und Alter" zu gründen. Die Gründungsversammlung findet im kommenden Jahr bei Intervention e.V. in Hamburg statt.

©Sharon Adler
Eine Verstetigung der bisher geleisteten Arbeit und eine Spezialisierung in einzelnen Themenfeldern ist in Form von Fortbildungsveranstaltungen vorgesehen. Die Berliner Einrichtung RuT - Rad und Tat e.V. wird eine bundesweite Fortbildung zum Thema Besuchsdienste für lesbische Frauen anbieten.

Die Dokumentation zur Tagung erscheint 2008 und kann bei den AnsprechpartnerInnen angefragt werden.

Die bundesweite Fachtagung Lesben und Alter stellt sich mit ihrer Kompetenz und ihrem Expertinnenwissen als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

Ansprechpartnerinnen:
Bea Trampenau, Hamburg: info@lesbenverein-intervention.de
Carolina Brauckmann, Köln: carolina.brauckmann@rubicon-koeln.de
Jutta Brambach, Berlin: radundtatberlin@compuserve.de

Die Tagung wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren,
Frauen und Jugend.


Veranstalterin: RuT-Rad und Tat e.V.
Schillerpromenade 1
12049 Berlin
Fon: 030 / 6214753
Fax: 030 / 6214753
radundtatberlin@compuserve.de
www.lesbischeinitiativerut.de

Public Affairs Beitrag vom 10.12.2007 AVIVA-Redaktion 





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