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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 20.08.2007

Mutter-Kind-Kur - eine Pflichtleistung der Krankenversicherung
Tina Kosleck

Zur Ruhe kommen, Ausspannen, Neue Kraft schöpfen. GefĂ€hrdet der stĂ€ndige Familieneinsatz und die Arbeit im Haushalt den Gesundheitszustand der MĂŒtter, kann eine Mutter-Kind-Kur helfen.



Innerhalb der Familie sehen sich besonders Frauen stĂ€ndigen Belastungen ausgesetzt, die nicht selten zur Überforderung fĂŒhren. Der Stress kann schwere ErschöpfungszustĂ€nde und gesundheitliche Störungen zur Folge haben. Besonders hĂ€ufig sind Störungen des Bewegungsapparates, zum Beispiel RĂŒckenschmerzen, oder psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen. Aber auch Erkrankungen der Atemwege wie Asthma sind typisch fĂŒr ĂŒberlastete MĂŒtter oder auch VĂ€ter, im Beamtendeutsch: "in Familienverantwortung".

Mutter- bzw. Vater-Kind Kuren sind stationĂ€re Maßnahmen zur Vorsorge und Rehabilitation von MĂŒttern und VĂ€tern und wichtige Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen. Die Maßnahmen sind gezielt auf die besonderen Belange von MĂŒttern und VĂ€tern in Familienverantwortung ausgerichtet. In den zumeist dreiwöchigen Aufenthalten werden die körperlichen Erkrankungen und die psychischen Beschwerden im Zusammenhang erkannt und behandelt.

Im Rahmen der aktuellen Gesundheitsreform sind mit dem GKV-WettbewerbsstĂ€rkungsgesetz (GKV-WSG) ab 1. April 2007 Mutter-Kind-Kuren bzw. Vater-Kind-Kuren eine Pflichtleistung der gesetzlichen Krankenkasse. Weiterhin wurde beschlossen, dass diese familienorientierten Maßnahmen nicht erst dann bewilligt werden können, wenn alle ambulanten Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind. Das heißt: GrundsĂ€tzlich haben seit dem 1. April 2007 alle Frauen (und MĂ€nner) in Familienverantwortung Anspruch auf stationĂ€re Maßnahmen zur Vorsorge und Rehabilitation von MĂŒttern (und VĂ€tern). Die Krankenkassen mĂŒssen medizinisch notwendige Kuren bewilligen. Auch soll die GesetzesĂ€nderung zu einem unbĂŒrokratischeren Antrag und einer schnelleren Bewilligung fĂŒhren.

Durch den stationĂ€ren Aufenthalt zur Vorsorge oder Rehabilitation bekommen die MĂŒtter bzw. VĂ€ter den notwendigen Abstand vom hĂ€uslichen Umfeld. Denn es sind gerade die Anforderungen des Alltags, der stĂ€ndige Familieneinsatz und die Arbeit im Haushalt, die den Gesundheitszustand der MĂŒtter gefĂ€hrden. Im Familienalltag ist es hĂ€ufig schwer, auch noch mehrere Wege zu unterschiedlichen TherapeutInnen zu integrieren. Mutter-Kind-Kuren dagegen entlasten von bestimmten Alltagspflichten und ermöglichen ein kompaktes Behandlungsprogramm mit unterschiedlichen, indikationsgerechten Therapien.

Die Zuzahlung fĂŒr eine Mutter- oder Vater-Kind-Kur betrĂ€gt 10 Euro pro Tag.
FĂŒr die Kosten fĂŒr An- und Abreise zur stationĂ€ren Vorsorge wird eine Zuzahlung von maximal 10 Euro pro Fahrt und Person berechnet. Die Kosten fĂŒr An- und Abreise zur stationĂ€ren Rehabilitation sind zuzahlungsfrei.

Interessierte erhalten weitergehende Informationen zu den VerÀnderungen durch die Gesundheitsreform und zu den Angeboten der Kliniken kostenlos bei der Hotline des ParitÀtischen Wohlfahrtverbandes: 0800 / 2 23 23 73 oder unter www.kur.org. Von dieser Homepage können auch Antragsformulare heruntergeladen oder per Post bestellt werden.

In einem Infoblatt informiert der Gesetzgeber ĂŒber Mutter- / Vater-Kind-Kuren.
Dieses kann unter dem folgenden Link heruntergeladen werden.

Public Affairs Beitrag vom 20.08.2007 AVIVA-Redaktion 





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