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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 24.03.2003

Gesichter ohne Namen
Jessica Cohen

Der Frauenanteil in der aktuellen Berichterstattung von Print- und Onlinemedien sinkt. Zu diesem Ergebnis kommt die diesjƤhrige Erhebung des Journalistinnenbundes.




Der Frauenanteil in der aktuellen Berichterstattung sinkt in doppelter Hinsicht. Erstens wird in der Presse immer weniger Ć¼ber Frauen berichtet, zweitens nimmt der Anteil an weiblichen Berichterstatterinnen ab.
Im Jahr 2002 erschienen 18,3 Prozent Frauen mit Namen und/oder Bild auf den vorderen Seiten der Tageszeitungen. Am Stichtag des Jahres 2003 betrug ihr Anteil nur noch 13,4 Prozent.
In der Berichterstattung von Onlinemedien sind 27 Prozent Frauen mit ihrem Namen vertreten und 34 Prozent mit Fotos. Doch mehr als die HƤlfte der Bilder stellt Nacktaufnahmen von Models und namentlich nicht gekennzeichnete Gesichter dar.

Zu diesen Ergebnissen kommt die diesjƤhrige Erhebung des Journalistinnenbundes. Die Auswertung wurde am 31. Januar 2003 durchgefĆ¼hrt und bezieht sich auf 13 Ć¼berregionale und regionale Tageszeitungen, sowie 15 Online-Tageszeitungen und Netzzeitungen.
Einen Grund fĆ¼r diese Entwicklung sieht der Journalistinnenbund in der massiven Vorkriegsberichterstattung, die aus aktuellem Anlass die Medien dominiert und laut dem Journalistinnenbund "nach wie vor ein mƤnnliches GeschƤft ist".

Das bundesweite Netzwerk medienschaffender Frauen beteiligt sich seit 1995 regelmƤƟig an internationalen Beobachtungen zur Entwicklung des Frauenbildes in den Medien. Im Februar 2000 beteiligten sich mehr als 70 LƤnder an dem "Global Media Monitoring Project" (GMMP), fĆ¼r das Jahr 2005 ist das nƤchste GMMP geplant. Zwischen den internationalen Aktionen wertet der Journalistinnenbund alljƤhrlich an einem Stichtag die wichtigsten deutschen Tages- und Onlinezeitungen aus.

Mehr zu den Einzelergebnissen der Stichprobenerhebung 2003 und zum GMMP unter: www.journalistinnen.de



Public Affairs Beitrag vom 24.03.2003 AVIVA-Redaktion 





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