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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 27.05.2008

Denkmal f├╝r die im Nationalsozialismus ermordeten Homosexuellen
AVIVA-Redaktion

F├╝nf Jahre dauerte es, bis nach dem umstrittenen Beschluss der damaligen Bundesregierung die Betonstele in der Berliner Eberstra├če fertig gestellt wurde. Im Mai 2008 wurde sie eingeweiht.



Am 27. Mai 2008 wurde in Berlin-Mitte das Denkmal f├╝r die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen durch den Regierenden B├╝rgermeister Klaus Wowereit der ├ľffentlichkeit ├╝bergeben. Standort des Denkmals ist der s├╝dliche Rand des Berliner Tiergartens.

Der Entwurf f├╝r das Denkmal, der sich im Januar 2006 gegen 17 weitere eingereichte Vorschl├Ąge durchsetzen konnte, stammt vom norwegisch-d├Ąnischen K├╝nstlerduo Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Er sieht einen Kubus vor, der auf die Stelen des gegen├╝ber liegenden Denkmals f├╝r die ermordeten Juden Europas Bezug nimmt. Durch ein Fenster, das schr├Ąg in eine Ecke des Kubus eingeschnitten ist, sieht man die Filmprojektion einer scheinbar endlosen Kussszene eines gleichgeschlechtlichen Paares.

Ziel des von der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit dem Lesben- und Schwulenverband (LVSD) durchgef├╝hrten damaligen Kunstwettbewerbs war es, ein Denkmal zu finden, mit dem die verfolgten und ermordeten Opfer geehrt, die Erinnerung an das Unrecht wach gehalten und ein best├Ąndiges Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung von Schwulen und Lesben gesetzt wird.

Zur Einweihung des Mahnmals erkl├Ąrt die Senatorin f├╝r Integration, Arbeit und Soziales Heidi Knake-Werner: "Es erinnert daran, dass in der Nazizeit schwule M├Ąnner brutal verfolgt wurden und mahnt uns, die Rechte von Lesben und Schwulen jederzeit und an jedem Ort zu verteidigen. In der Nazizeit wurden schwule M├Ąnner auf Grundlage des versch├Ąrften Strafrechtsparagraphen 175 bespitzelt, denunziert, inhaftiert, gefoltert, zur Kastration gezwungen und in Konzentrationslagern gequ├Ąlt und ermordet. Es ist besch├Ąmend, dass erst 63 Jahre nach Kriegsende ein Denkmal an diese Opfer erinnert, und ich bedauere zutiefst, dass es kaum noch ├ťberlebende gibt, die dieses Zeichen sehen k├Ânnen. Besonderer Dank geb├╝hrt den Initiatoren der Mahnmal-Initiative, die sich seit 16 Jahren mit Unterst├╝tzung des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland hartn├Ąckig f├╝r dieses Denkmal eingesetzt haben."

Auch wenn es in der Rede von Heidi Knake-Werner nicht explizit gesagt wurde ÔÇô auch die Lesben wurden in Nazideutschland verfolgt, gedem├╝tigt und umgebracht. Prominentestes Beispiel aus Berlin ist vielleicht Felice Rahel Schragenheim, die erst denunziert, am 21. August 1944 von der Gestapo festgenommen, in das KZ Theresienstadt deportiert und nicht viel sp├Ąter in Auschwitz ermordet wurde.

Der Christopher Street Day Berlin begr├╝├čt die Einrichtung des Denkmals als ein wichtiges Signal und w├╝rdigt diesen Ort im Rahmen der CSD Demonstration mit einer Kranzniederlegung am 28. Juni, um circa 13:45 Uhr, mit Eintreffen des ersten Wagens des Zuges.

(Quelle: www.bundesregierung.de)

Enth├╝llung des Denkmals f├╝r die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen
Ebertstra├če, nahe Potsdamer Platz, gegen├╝ber dem Holocaust-Mahnmal
10117 Berlin
www.gedenkort.de
www.lsvd.de

Kranzniederlegung im Rahmen der CSD Demonstration
28. Juni 2008, 13:45 Uhr


Public Affairs Beitrag vom 27.05.2008 AVIVA-Redaktion 





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