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AVIVA-BERLIN.de im September 2021 - Beitrag vom 01.02.2008


Kampagne für Regenbogenfamilien
Stefanie Denkert

Unter dem Motto "Familie ist, wo Kinder sind!" startete am 1. Februar 2008 die Plakataktion für mehr Toleranz gegenüber schwullesbischen Eltern. Senatorin Heidi Knake-Werner präsentierte die...




...Kampagne gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V.

Die Plakataktion unter dem Motto "Familie ist, wo Kinder sind" wirbt für die Gleichstellung von schwulen und lesbischen Paaren mit Kindern. Ziel der Kampagne ist es, für Probleme und Benachteiligungen so genannter Regenbogenfamilien zu sensibilisieren. Dafür wurden zwei Motive entwickelt: ein schwules Paar mit seinem Pflegekind sowie ein lesbisches Paar mit Sohn. Das Männer-Motiv wurde auch als Großflächenplakat produziert. Erstmals in diesem Format wird es ab dem 1. Februar 2008 für zehn Tage an 40 Großflächen in Berlin zu sehen sein.

"Berlin ist eine weltoffene und tolerante Stadt. Aber dieser tolerante Umgang miteinander ist nicht immer und überall eine Selbstverständlichkeit. Noch gibt es viele Vorurteile gegenüber Lesben und Schwulen als Eltern. Aus zahlreichen Studien wissen wir jedoch, dass sich die Kinder homosexueller Eltern nicht anders entwickeln als die heterosexueller Eltern. In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber viel für die rechtliche Gleichstellung getan: Seit 2001 gibt es die eingetragene Lebenspartnerschaft für lesbische und schwule Paare, seit 2005 die Stiefkindadoption. Doch immer noch steht eine steuerrechtliche Gleichbehandlung aus und das führt für diese Familien zu erheblichen finanziellen Mehrbelastungen. Hier muss endlich eine vollständige Gleichstellung herbeigeführt werden. Auch ein gemeinsames Adoptionsrecht wird eingetragenen Lebenspartnern bislang verwehrt. Eine zunehmende Zahl lesbischer Frauen und einige schwule Männer entscheidet sich bewusst dafür, auch Eltern zu sein. Ich begrüße das ausdrücklich, nicht nur unter dem Gesichtspunkt der demographischen Entwicklung sowie der Kinder- und Familienfreundlichkeit Berlins. Und ich wünsche mir, dass die Berlinerinnen und Berliner – gleich welcher ethnischen oder kulturellen Herkunft – das Bild von zwei Männern und einem Kleinkind mit Respekt und Herzlichkeit in ihr Weltbild aufnehmen können", erklärte Heidi Knake-Werner, Berlins Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales.

Darüber hinaus stellte die Senatorin die neu erschienene Broschüre "Familie ist, wo Kinder sind - Ratgeber für Regenbogenfamilien in Berlin" vor. Das 20-seitige Heft informiert über die gesellschaftliche und rechtliche Situation von Lesben und Schwulen mit Kindern oder Kinderwunsch und enthält Ratschläge sowie Adressen. Es richtet sich sowohl an homosexuelle Eltern als auch an PädagogInnen und MultiplikatorInnen in der Eltern- und Jugendarbeit.

Der Ratgeber für Regenbogenfamilien ist beim Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. in der Kleiststraße 36, 10787 Berlin-Schöneberg erhältlich. Telefon: 030 22502218 oder per E-Mail unter familie-berlin@lsvd.de

Weitere Infos unter:
www.berlin.lsvd.de


(Quelle: LPD, 30.1. und 1.2.08)


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Beitrag vom 01.02.2008

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