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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 01.02.2008

Kampagne f├╝r Regenbogenfamilien
Stefanie Denkert

Unter dem Motto "Familie ist, wo Kinder sind!" startete am 1. Februar 2008 die Plakataktion f├╝r mehr Toleranz gegen├╝ber schwullesbischen Eltern. Senatorin Heidi Knake-Werner pr├Ąsentierte die...



...Kampagne gemeinsam mit dem Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V.

Die Plakataktion unter dem Motto "Familie ist, wo Kinder sind" wirbt f├╝r die Gleichstellung von schwulen und lesbischen Paaren mit Kindern. Ziel der Kampagne ist es, f├╝r Probleme und Benachteiligungen so genannter Regenbogenfamilien zu sensibilisieren. Daf├╝r wurden zwei Motive entwickelt: ein schwules Paar mit seinem Pflegekind sowie ein lesbisches Paar mit Sohn. Das M├Ąnner-Motiv wurde auch als Gro├čfl├Ąchenplakat produziert. Erstmals in diesem Format wird es ab dem 1. Februar 2008 f├╝r zehn Tage an 40 Gro├čfl├Ąchen in Berlin zu sehen sein.

"Berlin ist eine weltoffene und tolerante Stadt. Aber dieser tolerante Umgang miteinander ist nicht immer und ├╝berall eine Selbstverst├Ąndlichkeit. Noch gibt es viele Vorurteile gegen├╝ber Lesben und Schwulen als Eltern. Aus zahlreichen Studien wissen wir jedoch, dass sich die Kinder homosexueller Eltern nicht anders entwickeln als die heterosexueller Eltern. In den letzten Jahren hat der Gesetzgeber viel f├╝r die rechtliche Gleichstellung getan: Seit 2001 gibt es die eingetragene Lebenspartnerschaft f├╝r lesbische und schwule Paare, seit 2005 die Stiefkindadoption. Doch immer noch steht eine steuerrechtliche Gleichbehandlung aus und das f├╝hrt f├╝r diese Familien zu erheblichen finanziellen Mehrbelastungen. Hier muss endlich eine vollst├Ąndige Gleichstellung herbeigef├╝hrt werden. Auch ein gemeinsames Adoptionsrecht wird eingetragenen Lebenspartnern bislang verwehrt. Eine zunehmende Zahl lesbischer Frauen und einige schwule M├Ąnner entscheidet sich bewusst daf├╝r, auch Eltern zu sein. Ich begr├╝├če das ausdr├╝cklich, nicht nur unter dem Gesichtspunkt der demographischen Entwicklung sowie der Kinder- und Familienfreundlichkeit Berlins. Und ich w├╝nsche mir, dass die Berlinerinnen und Berliner ÔÇô gleich welcher ethnischen oder kulturellen Herkunft ÔÇô das Bild von zwei M├Ąnnern und einem Kleinkind mit Respekt und Herzlichkeit in ihr Weltbild aufnehmen k├Ânnen", erkl├Ąrte Heidi Knake-Werner, Berlins Senatorin f├╝r Integration, Arbeit und Soziales.

Dar├╝ber hinaus stellte die Senatorin die neu erschienene Brosch├╝re "Familie ist, wo Kinder sind - Ratgeber f├╝r Regenbogenfamilien in Berlin" vor. Das 20-seitige Heft informiert ├╝ber die gesellschaftliche und rechtliche Situation von Lesben und Schwulen mit Kindern oder Kinderwunsch und enth├Ąlt Ratschl├Ąge sowie Adressen. Es richtet sich sowohl an homosexuelle Eltern als auch an P├ĄdagogInnen und MultiplikatorInnen in der Eltern- und Jugendarbeit.

Der Ratgeber f├╝r Regenbogenfamilien ist beim Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. in der Kleiststra├če 36, 10787 Berlin-Sch├Âneberg erh├Ąltlich. Telefon: 030 22502218 oder per E-Mail unter familie-berlin@lsvd.de

Weitere Infos unter:
www.berlin.lsvd.de


(Quelle: LPD, 30.1. und 1.2.08)

Public Affairs Beitrag vom 01.02.2008 AVIVA-Redaktion 





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