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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 15.09.2003

Gleichstellung als Hochschulqualit├Ąt
Ilka Fleischer

Mit dem ersten Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten f├╝hrt das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS ein "neues" Qualit├Ątskriterium f├╝r die Alma mater ein.




Als der Spiegel im Jahre 1989 das erste deutsche Hochschul-Ranking ver├Âffentlichte, wurde der von der StudentInnenbewegung angeprangerte "Muff unter den Talaren" nach zwei Jahrzehnten Schonfrist mal wieder ein wenig gel├╝ftet. Auch wenn berechtigte Zweifel an den Methoden des Rankings laut wurden, so setzte der quantifizierte Hochschul-Vergleich doch einige Debatten zur Qualit├Ąt des Wissenschaftsbetriebes in Gang. Inzwischen widmet sich - neben dem Spiegel - auch das Centrum f├╝r Hochschulentwicklung CHE (stern) dem Ranking. Dennoch blieben gleichstellungs-politische Kriterien bislang weitgehend unber├╝cksichtigt.

Mit der Ver├Âffentlichung des "Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten" im September 2003 erinnert das Kompetenzzentrum Frauen in Wissenschaft und Forschung CEWS nun an weitere Indikatoren f├╝r die G├╝te der Alma mater. Dabei geht es weniger um die Einf├╝hrung "neuer Pr├╝fsteine" als vielmehr um die Ber├╝cksichtigung legislativer Fakten. Denn laut Hochschulrahmengesetz geh├Ârt die Erf├╝llung des Gleichstellungsauftrages zu den Aufgaben der Hochschulen:
"Die Hochschulen f├Ârdern die tats├Ąchliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und M├Ąnnern und wirken auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin."

Fortschritte bei der Erf├╝llung des Gleichstellungsauftrages flie├čen seit 1998 offiziell in die Finanzierung der Hochschulen ein. Auch wenn Chancengleichheit somit per definitionem als Qualit├Ątskriterium gilt, fehlen bisher zuverl├Ąssige Vergleichsma├čst├Ąbe, mit denen die Erfolge in diesem Bereich gemessen werden k├Ânnen. Laut CEWS k├Ânne sich derzeit jede Hochschule, die z.B. einen ├╝ber dem Bundesdurchschnitt liegenden Professorinnenanteil hat, als besonders fortschrittlich ansehen. Um den Forschungs- und Lehranstalten bessere Anhaltspunkte f├╝r die diesbez├╝gliche Selbsteinsch├Ątzung zu geben, wurde das "Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten" als bundesweiter Vergleich angelegt.

Hierbei betonen Dr. Brigitte M├╝hlenbruch und Dr. Andrea L├Âther vom CEWS allerdings die Ausbauf├Ąhigkeit ihres aktuellen Ansatzes, denn bislang beruht das Ranking auf rein quantitativen Daten und bewertet die einzelne Hochschule jeweils als Ganzes. F├╝r den Vergleich wurden u.a. Indikatoren zu den Bereichen Studierende, Promotionen, Habilitationen, wissenschaftliches und k├╝nstlerisches Personal und Professuren ber├╝cksichtigt.

In der Gesamtbewertung der Universit├Ąten liegt die U-GH Essen an der Spitze, gefolgt von der Humboldt Uni Berlin und der Uni G├Âttingen. Die Schlusslichter bilden hier die Uni Passau sowie die Uni Stuttgart. Bei den Fachhochschulen und Verwaltungsfachhochschulen konnte die FH Hannover am besten abschneiden, gefolgt von der FH Braunschweig-Wolfenb├╝ttel und der FH f├╝r ├Âffentliche Verwaltung in Hamburg. Am schlechtesten schnitten hier die Private FH der Wirtschaft in Paderborn sowie die FH f├╝r ├Âffentliche Verwaltung in Kehl ab.

Das vom Bundesministerium f├╝r Bildung und Forschung gef├Ârderte "Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten" soll zuk├╝nftig auch qualitative Indikatoren mit einbeziehen und so ein prozessbegleitendes Monitoring der Gleichstellungsauftr├Ąge des Hochschulrahmengesetzes gew├Ąhrleisten. Inwieweit damit der "Muff unter den Talaren" nicht nur gemessen, sondern auch "weggeblasen" werden kann, bleibt abzuwarten.


Die komplette Studie steht unter folgendem Link als pdf-Datei bereit:
Hochschulranking nach Gleichstellungsaspekten
cews.publik.no5, Bonn, September 2003
(pdf, 843KB)



Public Affairs Beitrag vom 15.09.2003 Ilka Fleischer 





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