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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 01.10.2003

Zahlen & Fakten: Frauenbeschäftigung und -gehälter
Ilka Fleischer

Die j√ľngste Zwischenbilanz des Statistischen Bundesamtes gibt einen √úberblick √ľber die aktuelle Datenlage zur Erwerbst√§tigkeit und Entlohnung von Frauen in Deutschland.




"Frauen deutlich benachteiligt" titelt heute das Hamburger Abendblatt. "Frauen verdienen ein F√ľnftel weniger" konkretisiert die Frankfurter Rundschau. Laut Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes stiegen die Geh√§lter von Frauen seit 1995 mit einem Plus von 20% zwar st√§rker als die L√∂hne der M√§nner (+ 15%). Absolut gesehen verdienten Frauen allerdings in allen ArbeitnehmerInnengruppen der erfassten Wirtschaftsbereiche weniger als M√§nner.

Konkret geben die frisch publizierten Ergebnisse der Gehalts- und Lohnstrukturerhebung 2001 dar√ľber Aufschluss, dass Arbeitnehmerinnen im produzierenden Gewerbe, Handel, Kredit- und Versicherungsgewerbe im Oktober 2001 in Deutschland mit 2340 Euro 22% weniger Lohn erhielten als ihre m√§nnlichen Kollegen, die 2984 Euro verdienten. In den erstmals erfassten Dienstleistungsbereichen erzielten Frauen einen durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst von 2308 Euro und somit 21% weniger als M√§nner (2 916 Euro).




Johann Hahlen, Pr√§sident des Statistischen Bundesamtes, sieht vielf√§ltige Ursachen f√ľr die Gehaltsschere zwischen M√§nnern und Frauen: So seien letztere h√§ufiger in Kleinbetrieben und durchschnittlich k√ľrzer im gleichen Unternehmen besch√§ftigt als M√§nner. Au√üerdem √ľbten Frauen vermehrt einfache T√§tigkeiten aus und seien in "schlecht bezahlenden Wirtschaftszweigen" t√§tig: "Frauen √ľben h√§ufig typische Frauenberufe aus, in denen niedrige Verdienste gezahlt werden," so Hahlen. Entsprechend geh√∂ren nur zwei Prozent aller berufst√§tigen Frauen zur statistischen Leistungsgruppe eins (Leitende Angestellte) im Vergleich zu 8,2 Prozent aller M√§nner.

In der j√ľngsten Hoppenstedt-Analyse "Frauen im Management" (06/03), bei der rund 80.000 der gr√∂√üten deutschen Unternehmen im Focus standen, wurden √§hnliche Zahlen festgestellt: Nur 27.728 von fast 295.000 Managementfunktionen sind von Frauen besetzt - und somit allein 9,98 Prozent aller Spitzenpositionen in Gro√ü- und Mittelst√§ndischen Unternehmen sowie in Verb√§nden und Beh√∂rden. Klaus Schneider, Redaktionsleiter der Hoppenstedt Firmeninformationen GmbH bilanziert: "Die Spanne reicht vom Einzelhandel mit einem Frauenanteil von nahezu 17 Prozent bis zum Schlusslicht Bergbau mit 3,9 Prozent."


Hoppenstedt-Analyse "Frauen im Management" 2002
1995 2002
Frauenanteil insgesamt 8,17% 9,98%
davon Großunternehmen 4,77% 7,29%
Topmanagement 3,20% 5,97%
Middlemanagement 5,80% 9,01%
davon Mittelständische Unternehmen 11,04% 11,37%
Topmanagement 8,08% 8,39%
Middlemanagement 16,28% 16,69%
davon Verbände, Behörden 9,76% 13,36%
Topmanagement 9,31% 11,99%
Middlemanagement 11,80% 17,11%


Laut Quartalsabschluss des Statistischen Bundesamtes stieg der Anteil der Frauen an allen Erwerbst√§tigen von 46,4% im zweiten Quartal 2002 auf 46,7% im zweiten Quartal 2003. Im Vergleich hierzu ging in den st√§rker mit Frauen besetzten Dienstleistungsbereichen die Besch√§ftigung nur um 0,7% zur√ľck. Von den rund 17,8 Mill. erwerbst√§tigen Frauen waren 14,8 Mill. (83,2%) in den Dienstleistungsbereichen (Handel, Gastgewerbe, Verkehr und sonstige Dienstleistungen) besch√§ftigt, w√§hrend im Produzierenden Gewerbe (einschlie√ülich Baugewerbe) nur 15,0% der Frauen arbeiteten. Vom R√ľckgang der Erwerbst√§tigkeit um 646 000 Personen (- 1,7%) im Vorjahresvergleich waren 439000 (- 2,1%) M√§nner und 207 000 (- 1,2%) Frauen betroffen. Als Ursache f√ľr diese Strukturunterschiede gilt der mit 3,8% starke Besch√§ftigungsabbau im Produzierenden Gewerbe.

Zwar scheint somit die pauschalisierende These zu wackeln, Frauen w√ľrden bei Konjunkturflauten immer als erste geopfert und an Heim und Herd verbannt. Insgesamt bleibt sicherlich aber auch im 4. Quartal 2003 die Schlagzeile des Hamburger Abendblattes aktuell: "Frauen deutlich benachteiligt"...





Das Statistische Bundesamt gibt u.a. unter den folgenden Links Auskunft zum Themenfeld Frauenbeschäftigung und -gehälter:

Einwohner, Erwerbstätige und Arbeitnehmer nach Wirtschaftsbereichen incl. Frauenanteil
http://www.destatis.de/basis/d/vgr/vgrtab10.htm

"Löhne und Gehälter in Deutschland"
http://www.destatis.de/presse/deutsch/pk/2003/Loehne_Gehaelter_2001.pdf


Die Hoppenstedt-Informationen stehen auf CD-ROM und in den klassischen Nachschlagewerken "Handbuch der Gro√üunternehmen", "Mittelst√§ndische Unternehmen", "Verb√§nde, Beh√∂rden, Organisationen der Wirtschaft" sowie "Leitende M√§nner und Frauen der Wirtschaft" wie auch als Firmendatenbank im Internet, zur Verf√ľgung:

www.hoppenstedt.de



Public Affairs Beitrag vom 01.10.2003 Ilka Fleischer 





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