100 Tage nach Amtsantritt - Senatorin f├╝r Arbeit, Integration und Frauen in Berlin Dilek Kolat zieht erste Bilanz - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Public Affairs
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Finanzkontor
AVIVA-Berlin > Public Affairs AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Politik + Wirtschaft
   Diskriminierung
   Veranstaltungen in Berlin
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 09.03.2012

100 Tage nach Amtsantritt - Senatorin f├╝r Arbeit, Integration und Frauen in Berlin Dilek Kolat zieht erste Bilanz
Anna Fleischer

Es sei ihr ein "gro├čes Anliegen", seit Beginn ihrer Legislaturperiode ihre bisherige und zuk├╝nftige politische Vorgehensweise in den Bereichen Integrationsarbeit, Frauen, Gleichstellungspolitik...



... und Arbeitsmarktpolitik vorzustellen, so die Wirtschaftsmathematikerin Dilek Kolat (SPD). Nach zehn Jahren Mitgliedschaft im Berliner Abgeordnetenhaus sei ihr die Landespolitik zwar schon sehr vertraut, die neue Aufgabe als Senatorin stelle sie nun jedoch vor neue Herausforderungen.

Im Anschluss an die Fraktionssitzung am Vortag thematisierte Senatorin Kolat zun├Ąchst die Koalitionsbeschl├╝sse zur lange diskutierten Abschaffung des ├ľffentlichen Besch├Ąftigungssektors (├ľBS). Das damals von der Links-Partei initiierte Projekt hatte das Ziel, Langzeitarbeitslose in den staatlich subventionierten Zweiten Arbeitsmarkt einzubinden und ihre R├╝ckkehr in die Arbeitswelt zu ├╝berbr├╝cken. "Mir geht es vor allem um die Menschen", entgegnete Kolat auf Kritik, auch aus den eigenen Reihen. Arbeitssuchende sollen nicht einfach nur auf staatliche Kosten dauerhaft besch├Ąftigt werden, sondern f├╝r den Ersten Arbeitsmarkt ausreichend qualifiziert und "fit gemacht werden". Mit Hilfe der "Berliner Joboffensive" wurden in den letzten acht Monaten 27.000 Menschen erfolgreich in den Ersten Arbeitsmarkt integriert. Das sind 6.800 mehr als noch im Jahr 2010. Kolat verzeichnete damit zufrieden einen weiteren R├╝ckgang der Erwerbslosigkeit in Berlin.

Im weiteren Verlauf der Pressekonferenz stellte Senatorin Kolat nun ihre politischen Ziele in den Bereichen "Haushalt", "Arbeit", "Frauen" und "Integration und Migration" vor. Auch wenn viel von der Rot-Roten Vorg├ĄngerInnen-Koalition ├╝bernommen wurde, setzt die Senatorin neue Akzente. In der Arbeitsmarktpolitik konzentriert sich Kolat auf eine bessere Betreuung von Jugendlichen in der Ausbildung, um der hohen Abbruchquote von sowohl Auszubildenden wie auch Studierenden in Berlin zuk├╝nftig vorzubeugen. Mit Projekten wie "Ausbildung in Sicht" engagiert sich die Senatorin besonders f├╝r Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Kolat betonteim Verlauf des Pressegespr├Ąchs, dass "Integration und die Wahrung der eigenen Kultur keinen Widerspruch" darstellen. So sollen die kulturellen Kompetenzen von MigrantInnen die "Dienstleistungsqualit├Ąt" verbessern. Sie f├╝hre vor allem die Konzepte des zuvor amtierenden Integrationsbeauftragten G├╝nther Piening (B├╝ndnis 90/ Die Gr├╝nen) weiter und m├Âchte, dass "Integration", ebenso wie "Frauen" und "Arbeit" gleichwertig und als "Querschnittsaufgabe" behandelt wird. Unter dem Vorzeichen der "Interkulturellen ├ľffnung" soll die Zahl der Besch├Ąftigten mit Migrationshintergrund in den Ausbildungen auf 25 Prozent erh├Âht werden. Das sei jedoch nur eine vorl├Ąufige Zahl, lange noch nicht das Endziel, erwiderte Kolat auf Nachfragen der JournalistInnen.

Den Bereich der "Frauen- und Gleichstellungspolitik" bezeichnete Kolat als ihre "Herzensangelegenheit". Unter Berufung auf das Landesgleichstellungsgesetz (LGG) will sie die Frauenquoten-Debatte fortf├╝hren. F├╝r Kolat bedeutet das in erste Linie eine gute "Dialog-Kultur" und Kooperation mit den Berliner Unternehmen. So unterzeichnete sie am 07. M├Ąrz 2012 mit dem Pr├Ąsidenten der Industrie- und Handelskammergesellschaft, Eric Schweitzer, das B├╝ndnis "Frauen in F├╝hrungspositionen", ein Abkommen zur F├Ârderung der Aufstiegschancen von Frauen im Berufsleben.

Ziel dieser Vereinbarung ist, die Karrierechancen von Frauen im Berufsleben zu verbessern. So verpflichten sich die Mitunterzeichnenden unter anderem eine Unternehmenskultur der Gleichberechtigung zu pflegen und die weiblichen Besch├Ąftigten gezielt ├╝ber ihre Karrierem├Âglichkeiten zu informieren. Au├čerdem sollen die Unternehmen unterst├╝tzt werden, unternehmens- und bedarfsgerechte Instrumente zur Frauenf├Ârderung zu entwickeln.

Dazu Senatorin Dilek Kolat: "Wir wollen die Unternehmen unterst├╝tzen, den Anteil der Frauen in F├╝hrungspositionen zu erh├Âhen. Dazu bilden wir ein starkes gemeinsames B├╝ndnis! Entscheidend ist, dass die Unternehmen einen anderen Blickwinkel einnehmen, sich der Vorteile bewusst werden, die sie haben, wenn sie die andere H├Ąlfte der Berliner Bev├Âlkerung ÔÇô die Frauen ÔÇô st├Ąrker f├Ârdern. Die Berliner Unternehmen k├Ânnen auf die Potentiale der gut ausgebildeten Frauen nicht verzichten."

Dar├╝ber hinaus setzt sie sich f├╝r Image-Kampagnen und Lobby-Arbeit ein, um klischeebesetzte "Frauenberufe", vor allem im Bereich der Pflegedienste gesellschaftlich aufzuwerten und sie damit auch f├╝r M├Ąnner attraktiver zu machen. Au├čerdem soll ein Bewusstsein f├╝r die immer noch ungleiche Bezahlung von Frauen und M├Ąnnern bei gleicher Arbeit geschaffen werden. Dazu initiierte Kolat im Zuge des diesj├Ąhrigen Equal Pay Day einen Werbespot, der darauf aufmerksam macht, dass Frauen nach wie vor 23 Prozent weniger verdienen als M├Ąnner. Aktionstage wie der "Girls Day" sollen junge Frauen ├╝ber die sogenannten MINT-Berufe informieren. In der Pressekonferenz "Frauen in Spitzenpositionen" am 7. M├Ąrz 2012 diskutierte Kolat au├čerdem, wie die "gl├Ąserne Decke" durchbrochen werden kann , damit die Zahl der Frauen in F├╝hrungspositionen in Unternehmen endlich zunimmt.

Kolat vertritt ihre "Herzensangelegenheit" mit viel Elan und weist immer wieder gern darauf hin, dass Berlin in der Gleichstellungspolitik jetzt schon bundesweit die besten Ergebnisse verzeichnet.


Weitere Infos im Netz:

www.dilek-kolat.com

www.spd-berlin.de


Weiterlesen auf AVIVA Berlin:

Berliner Chancengleicheitsprogramm f├╝r die n├Ąchsten vier Jahre gestartet

Senatorin Dilek Kolat verleiht den Berliner Frauenpreis 2012 an AVIVA-Chefredakteurin Sharon Adler

Equal Pay day - Gleicher Lohn f├╝r gleiche Arbeit

Pro Quote ÔÇô Frauen an der Spitze


Public Affairs Beitrag vom 09.03.2012 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken