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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 21.11.2012

Frauenlobby fordert sofortige Änderung oder Einstellung von ARD-ZDF-Kampagne
AVIVA-Redaktion

Mit Protest hat der Deutsche Frauenrat auf die Kampagne "Freie Medien f├╝r freie Meinungen" reagiert. Der Grund: Frauen werden als Meinungsmacherinnen und Adressatinnen darin v├Âllig ausgeblendet.



Die Printmotive der Kampagne, mit der f├╝r den neuen Rundfunkbeitrag geworben wird, pr├Ąsentieren ausschlie├člich m├Ąnnliche Meinungstr├Ąger, das Kampagnenquiz 29 M├Ąnner und eine Frau.

Der Vorstand des Deutschen Frauenrates protestiert im Namen seiner 56 Mitgliedsverb├Ąnde mit Nachdruck gegen die Aktion. Die neue Vorsitzende der Frauenlobby, Hannelore Buls, richtet sich darum in einem offenen Brief vom 20.11.2012 direkt an die derzeitige Vorsitzende der ARD, WDR-Intendantin Monika Piel und den Intendanten des ZDF, Dr. Thomas Bellut:


Kampagne "Freie Medien f├╝r freie Meinungen" - nur f├╝r M├Ąnner?


Sehr geehrte Frau Piel, sehr geehrter Herr Dr. Bellut,


Sie zeichnen verantwortlich f├╝r die Kampagne "Freie Medien f├╝r freie Meinungen", mit der der neue Rundfunkbeitrag den B├╝rgerinnen und B├╝rgern nahegebracht werden soll. In diesem Fall geht der Versuch jedoch gr├╝ndlich daneben: Anscheinend sprechen Sie nur die H├Ąlfte der Bev├Âlkerung (besser gesagt 48 Prozent und eine Bundeskanzlerin) an.

Der Vorstand des Deutschen Frauenrates protestiert im Namen seiner 56 Mitgliedsvereine und -verb├Ąnde mit Nachdruck dagegen, dass Sie unsere Geb├╝hren f├╝r eine solch ignorante und patriarchale Kampagne verschwenden.

Wir fordern Sie auf, dass Sie diese z├╝gig ├Ąndern oder einstellen.

M├Âglicherweise sind Ihnen bzw. Ihren Auftragnehmern (Auftragnehmerinnen sind es wohl nicht gewesen?) Ihre eigenen Werbespr├╝che bei einer ├ťberarbeitung ja sogar hilfreich:

  • Wenn ARD und ZDF genauer hinh├Âren wollen, dann nehmen Sie bitte Frauen auch zur Kenntnis!
  • Wenn Sie Informationen auf Augenh├Âhe produzieren und verbreiten wollen, m├╝ssen Sie das ebenfalls f├╝r die "andere H├Ąlfte" tun - und ├Âffentlich zeigen.
  • M├Âchten Sie nachhaltig wirken? Dann richten Sie Ihre Kampagne an diejenigen, die f├╝r das, was die Kinder zu Hause sehen, verantwortlich sind.
  • Und finden Sie das unbequem: Vier (wei├če) M├Ąnner!?

    Entsetzt hat uns geradezu das Quiz, bei dem drei├čig Namen zur Wahl f├╝r die Zuordnung von zehn Namen stehen. Es handelt sich um 29 M├Ąnner und eine Frau - Bundeskanzlerin Angela Merkel.

    Wir sind fassungslos ├╝ber so viel Ignoranz und R├╝ckw├Ąrtsgewandtheit.

    Haben Sie als Verantwortliche unserer "Leitmedien" wirklich ├╝bersehen, dass die Geschlechterquote als Topthema ├Âffentlich verhandelt wird? Und zwar l├Ąngst nicht mehr beschr├Ąnkt auf die Besetzung von Aufsichtsr├Ąten und Vorst├Ąnden von Unternehmen, sondern als wirksames Instrument f├╝r Chancengleichheit und Pluralismus f├╝r viele Bereiche der Gesellschaft.

    Ihre Kampagne macht Frauen in einem Ausma├č unsichtbar, wie wir das seit langem nicht mehr erlebt haben, von Ihren Medien in j├╝ngerer Zeit nicht gewohnt sind. Im ├ťbrigen erwarten wir gerade von den "├ľffentlichen", dass das nicht mehr stattfindet. Hier setzen Sie sich jedoch ├╝ber Ihren zentralen Auftrag, n├Ąmlich Meinungsvielfalt und Chancengleichheit zu gew├Ąhren, hinweg.

    Ihre Kampagne blendet die aktuelle Debatte ├╝ber Chancengleichheit und Pluralismus aus. Bitte ├Ąndern Sie dies unverz├╝glich - im Sinne von Millionen von Frauen als Ihre Zuschauerinnen und Zuh├Ârerinnen. Wir versichern Ihnen:

    Es lohnt sich f├╝r Sie, die ganze "erste Reihe" in den Blick zu nehmen, denn dann "sieht man besser".

    Mit freundlichen, wenn auch ver├Ąrgerten Gr├╝├čen


    Hannelore Buls
    Vorsitzende




    Die ARD-ZDF-Kampagne online: "Freie Medien f├╝r freie Meinungen"


    Weitere Informationen finden Sie unter:

    Deutscher Frauenrat e.V.: Freie Medien f├╝r freie Meinungen - frauenfrei

    Watch-Salon des Journalistinnenbundes: M├Ąnnliche Meinungsfreiheit bei ARD und ZDF

    M├Ądchenmannschaft: Freie Medien f├╝r freie Meinungen (wei├čer M├Ąnner)

    Lippy Answer: Bei ARD und ZDF regiert der wei├če Neandertaler


  • Public Affairs Beitrag vom 21.11.2012 AVIVA-Redaktion 





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