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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 19.06.2015

Europa.Anders.Machen - Aufruf zur Unterst├╝tzung des B├╝ndnisses - gegen die anhaltende inhumane Fl├╝chtlingspolitik der EU. Stop Killing Refugees
AVIVA-Redaktion

Anl├Ąsslich des "Internationalen Tages des Fl├╝chtlings" ruft ein breites Aktionsb├╝ndnis auf zur Demonstration. 20.6.2015 um 13.00 Uhr auf dem Oranienplatz in Berlin, und Rathaus Kreuzberg 12:00 Uhr



Die Kritik an der inhumanen Fl├╝chtlingspolitik und der Protest dagegen werden lauter, immer mehr Initiativen entstehen unter dem Motto "Fl├╝chtlinge willkommen! Flucht ist kein Verbrechen!" - das "Zentrum f├╝r politische Sch├Ânheit" lie├č am 16.6.2015 in einer spektakul├Ąren Aktion eine von Tausenden im Mittelmeer ertrunkenen Fl├╝chtenden aus Syrien auf einem muslimischen Friedhof in Berlin bestatten und schl├Ągt vor, auf dem Vorplatz des Bundeskanzleramtes ein Friedhofsfeld f├╝r die toten Fl├╝chtlinge einzurichten.

W├Ąhrenddessen ist die Antwort der EU auf die "Fl├╝chtlingskatastrophe" ein als vertraulich deklarierter Ratsbeschluss, ├╝ber den das ZDF-Magazin frontal 21 am 9.6. berichtete: Eine Milit├Ąroperation der EU im s├╝dlichen Mittelmeer mit dem Ziel, "irregul├Ąre Migrationsstr├Âme zu unterbinden, Schiffe zu beschlagnahmen und zu zerst├Âren, bevor sie von Schleppern eingesetzt werden!"

"Ein Fl├╝chtling, der im Mittelmeer ertrinkt, wird ermordet", so Eberhard Schultz, Vorsitzender der Eberhard-Schultz-Stiftung, in Anlehnung an das Zitat Jean Zieglers: "Ein Kind, das an Hunger stirbt, wird ermordet".

Die Politik darf sich nicht hinter einem Kampf gegen Schlepper oder der blo├čen Suche nach Unterk├╝nften f├╝r ein paar Zigtausend Fl├╝chtlinge verstecken, w├Ąhrend in den Nachbarl├Ąndern Syriens Millionen Schutz suchen. F├╝r die Katastrophe mitverantwortlich ist die Abschottung der Festung Europa durch eine inhumane Asylpolitik, die nach au├čen mithilfe von Frontex und den Dublin- Abkommen, nach innen mit repressiven Vorschriften wie Arbeitsverbot, Residenzpflicht und Unterbringung in Fl├╝chtlingsnotunterk├╝nften gnadenlos "gesichert" wird. Es geht aber auch darum ÔÇô sollen Ursachen bek├Ąmpft werden - ein offensichtlich v├Âllig entgleistes Weltwirtschaftssystem durch gerechtere Strukturen zu ersetzen.

Selbst der Internationale W├Ąhrungsfonds (IWF) muss gegen die eigene Sparpolitikdoktrin in seinem am 15.6. vorgelegten Bericht "Causes and Consequences of Income Inequality" best├Ątigen, dass Ungleichheit und die fehlende Umverteilung von Einkommen negative Auswirkungen auf das Wachstum haben und die steigenden Gewinne der Superreichen nicht bei der Mehrheit ankommen. Oxfam fordert zu Recht erneut aus diesem Anlass, der immer weiter voranschreitenden Konzentration von Verm├Âgen und Einkommen entgegen zu steuern.

Ein wichtiges Instrument ist die Durchsetzung der l├Ąngst festgeschriebenen sozialen und kulturellen Menschenrechte, global und in Deutschland. F├╝r Fl├╝chtlinge bedeutet dies konkret die Aufhebung des Arbeitsverbotes und der Residenzpflicht, d.h. eine angemessene frei gew├Ąhlte Unterkunft sowie Bildung durch Teilnahme am Schulunterricht usw.

Demonstration
Samstag, 20.Juni, 13 Uhr

Oranienplatz
Berlin-Kreuzberg

Zur Kundgebung wird ebenfalls die Demonstration "Stop Killing Refugees" des Refugee Schul- und Unistreiks hinzusto├čen, die um 12:00 Uhr am Kreuzberger Rathaus startet.

Alle Informationen zur Route und die Forderungen des Aktionsb├╝ndnisses unter:
europa-anders-machen.netund www.sozialemenschenrechtsstiftung.org

Die Eberhard-Schultz-Stiftung unterst├╝tzt die Forderungen des Aktionsb├╝ndnisses "Europa.Anders.Machen." und hat mehrere Fl├╝chtlingsprojekte (auch finanziell) begleitet.

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Privatunterk├╝nfte f├╝r Fl├╝chtlinge - fluechtlingwillkommen.de - eine Initiative aus dem deutschen Film. Fl├╝chtlingwillkommen e.V.i.G.



Quelle /Aufruf der Eberhard-Schultz-Stiftung)

Public Affairs Beitrag vom 19.06.2015 AVIVA-Redaktion 





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