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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 10.09.2015

I could be a refugee ÔÇô eine Botschaft, die nachdenklich macht. Setzt auch ihr ein Zeichen von Respekt und Solidarit├Ąt
Yasmin Kassar, Marvin Hassan

Das Video beginnt mit verschiedenen, aneinandergereihten Nachrichtenmeldungen ├╝ber parlamentarische Sondersitzungen aufgrund der Fl├╝chtlingskrise, gewaltsame Vertreibungen, Tote, die es beim...



...Versuch, die Grenze zu ├╝berqueren gegeben hat, Kritik an der Regierung wegen deren Fl├╝chtlingspolitik - alles Bilder und Szenen, die uns bekannt vorkommen d├╝rften.

Pl├Âtzlich der O-Ton eines Jugendlichen, der stockend erz├Ąhlt, wie schlimm die Situation zu Hause war, dass sie fliehen mussten und Papa geblieben ist. W├Ąhrend viele mit Decken verh├╝llte Menschen zu sehen sind, die auf einem Boot versuchen, in Sicherheit zu fliehen, erscheint ein wild gestikulierender Uniformierter, richtet seine Waffe auf die Gefl├╝chteten, und zum Erstaunen der Zuschauer_innen kommen unter den Decken eben keine der vermuteten, uns t├Ąglich auf den TV-Schirmen begegnenden Personen zum Vorschein. Keine von ├ťberm├╝dung und Angst gezeichneten Gesichter der Menschen aus Syrien, Eritrea, Nigeria, Irak usw., die auf ├╝berf├╝llten Booten ├╝ber das Mittelmeer fliehen. Im Gegenteil - es erscheint ein Junge, der, dem ├Ąu├čeren Anschein nach, ein wei├čer Herkunftsdeutscher sein k├Ânnte. Und tats├Ąchlich: "Wir konnten nicht in Berlin bleiben, es war zu gef├Ąhrlich." Und die Nachrichtenansage konkretisiert: "Die meisten europ├Ąischen Fl├╝chtlinge ziehen Richtung S├╝den. Sie hoffen auf ein besseres Leben in Afrika."

Dieses eindr├╝ckliche, die heutige Situation umkehrende Video von Amnesty International (www.youtube.com) regte auch uns, zwei im Wedding verwurzelte Mittdrei├čiger, zum Denken an. Was w├Ąre, wenn wir h├Ątten fliehen m├╝ssen, ja Gefl├╝chtete w├Ąren? Wir, zwei Berliner_innen mit nigerianischen und syrischen V├Ątern? Was w├Ąre, wenn wir jeweils in den Heimatl├Ąndern unserer V├Ąter aufgewachsen w├Ąren? W├Ąren wir nicht die Ersten, die sich, nach Freiheit, Arbeit und Frieden sehnend, auf den Weg nach Europa, in Sicherheit, gemacht h├Ątten? Unser Projekt "I could be a refugee" ist das Produkt all dieser Fragen. Mit dieser Botschaft machen wir darauf aufmerksam, dass das Schicksal, aus der eigenen gewohnten Umgebung fliehen zu m├╝ssen, Jede_n treffen kann. Geburtsorte sind keine Leistung und nichts worauf man stolz sein kann. Unseren Wunsch, diese Botschaft schnell und effektiv verbreiten zu k├Ânnen, erf├╝llten wir uns in Zusammenarbeit mit Spreadshirt. Dort gibt es von T-Shirts ├╝ber Kapuzenpullis bis zur Kochsch├╝rze so ziemlich alle Kleidungsst├╝cke mit dem "I could be a refugee" Slogan zu kaufen.

Mit dem Kauf, aber vor allem mit dem bewussten Tragen, kann direkt ein Beitrag gegen Diskriminierung von Menschen auf der Flucht geleistet und effektiv Unterst├╝tzung angeboten werden. Unsere Einnahmen (Provision von Spreadshirt) spenden wir direkt an PRO ASYL. Und es funktioniert: Wir haben nicht nur bereits 500 T-Shirts verkauft, wir bekommen auch viele Anregungen auf unserer ├Âffentlichen Facebook-Gruppe. So schrieb uns eine unserer 350 Mitglieder_innen: "In den Neunzigern fl├╝chtete unsere Familie vor dem Khomeini-Regime im Iran. Als ich damals vor den Neonazis gezittert habe, dachte ich, wir w├Ąren ganz einsam auf einem fremden Planeten gelandet, fern ab von zu Hause. Das war ein zutiefst trauriges und verzweifeltes Gef├╝hl. Und solche Aktionen wie die eure, machen so viel Hoffnung und Lebensfreude!"

Setzt auch ihr ein Zeichen von Respekt und Solidarit├Ąt, aber vor allem der Erkenntnis, dass sich Menschen auf der Flucht in eben genau dieser Handlung nicht von denjenigen unterscheiden, die nicht fl├╝chten mussten.

Vielen Dank.

Zu den Initiator_innen

Yasmin Kassar
ist studierte Islamwissenschaftlerin und derzeit beim Verein "Gesicht Zeigen! f├╝r ein weltoffenes Deutschland" t├Ątig. Dort baut sie mit ihrer Kollegin das Islamismuspr├Ąventionsprojekt: "Die Freiheit, die ich meine" auf. Nebenbei engagiert sie sich in der Fl├╝chtlingshilfe. Bei AVIVA-Berlin hat sie bei dem Projekt "Schalom Aleikum" mitgemacht und den Beitrag "In der UÔÇôBahn mit Lea Feynberg auf dem Scho├č" verfasst.

Marvin Hassan ist geb├╝rtiger Berliner und in der Stadt verwurzelt. Das erste Mal kam Marvin in seiner Jugend bei den Roten Falken mit Politik in Ber├╝hrung. Studiert hat er dann Mediendesign und ist seither als Kommunikationsdesigner besch├Ąftigt. Neben dem Beruf engagiert er sich immer wieder politisch.


F├╝r weitere Informationen:

"I could be a refugee" Facebook-Gruppe: www.facebook.com

"I could be a refugee" T-Shirts und mehr: www.spreadshirt.de




Public Affairs Beitrag vom 10.09.2015 AVIVA-Redaktion 





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