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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 14.11.2016

Preis f├╝r Verst├Ąndigung und Toleranz geht dieses Jahr an Renate Lasker Harpprecht, Anita Lasker Wallfisch und Hasso Plattner
AVIVA-Redaktion

Seit 2002 zeichnet das J├╝dische Museum Berlin Pers├Ânlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik aus, die sich auf herausragende Weise um Verst├Ąndigung und Toleranz verdient gemacht haben. Auch im Kinodokumentarfilm "Wir sind Juden aus Breslau" sind die Schwestern als Protagonistinnen vertreten



Am 12. November 2016 hat das J├╝dische Museum Berlin zum 15. Mal den "Preis f├╝r Verst├Ąndigung und Toleranz" verliehen. Die Auszeichnung wurde in diesem Jahr an die Zeitzeuginnen Renate Lasker Harpprecht und Anita Lasker Wallfisch sowie den Unternehmer Hasso Plattner verliehen.

Die Laudatoren waren Daniel Barenboim, Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden, f├╝r die Schwestern Renate Lasker Harpprecht und Anita Lasker Wallfisch und Henning Kagermann f├╝r Hasso Plattner. Peter Sch├Ąfer, Direktor des J├╝dischen Museums Berlin, ├╝berreichte die Preise.

"Wir setzen uns mit unseren Ausstellungen, Veranstaltungen, der Bildungsarbeit und der Akademie f├╝r ein friedliches und respektvolles Miteinander ein, ungeachtet der ethnischen, religi├Âsen oder kulturellen Identit├Ąt. Dieses ist jetzt notwendiger denn je, daf├╝r steht der Preis f├╝r Verst├Ąndigung und Toleranz und daf├╝r stehen ganz besonders auch die heutigen Preistr├Ąger", sagt Peter Sch├Ąfer, Direktor des J├╝dischen Museums Berlin.

Der "Preis f├╝r Verst├Ąndigung und Toleranz"

Mit dem "Preis f├╝r Verst├Ąndigung und Toleranz" werden seit 2002 Pers├Ânlichkeiten aus Wirtschaft, Kultur und Politik ausgezeichnet, die sich auf herausragende Weise um Verst├Ąndigung und Toleranz verdient gemacht haben. Der Preis wird traditionell im Rahmen des Jubil├Ąums-Dinners gemeinsam mit der Gesellschaft der Freunde und F├Ârderer der Stiftung J├╝disches Museum Berlin e.V. und dem Museum verliehen.

Preistr├Ągerinnen 2016: Renate Lasker Harpprecht und Anita Lasker Wallfisch
Renate und Anita Lasker wurden 1924 und 1925 in eine b├╝rgerliche j├╝dische Familie in Breslau geboren. Der Vater war Rechtsanwalt, die Mutter Violinistin. Renate lernte Geige, Anita Cello und die ├Ąltere Schwester Marianne Klavier zu spielen. Nach der Macht├╝bertragung an die Nazis konnte nur Marianne Deutschland rechtzeitig verlassen, sie ging 1938 nach England. Die geplante Auswanderung der restlichen Familie schlug fehl. Alfons und Edith Lasker wurden im April 1942 nach Izbica bei Lublin deportiert und ermordet, Renate und Anita mussten Zwangsarbeit in einer Papierfabrik in Breslau leisten.

Mithilfe selbst gef├Ąlschter P├Ąsse versuchten Renate und Anita Lasker zu fliehen. Sie wurden am Breslauer Bahnhof festgenommen und zu l├Ąngeren Haftstrafen verurteilt. Im Dezember 1943 wurde Anita nach Auschwitz deportiert. Ihr musikalisches K├Ânnen rettete sie vor dem Tod, sie wurde als Cellistin in das Lagerorchester aufgenommen. Renate kam kurze Zeit sp├Ąter ebenfalls im Lager an und fand ihre Schwester nur dadurch wieder, dass sie ihre Schuhe wiederkannte. Dank Anitas Stellung im Orchester konnte ebenfalls ├╝berleben. Im Oktober 1944 wurden die Schwestern nach Bergen-Belsen verlegt, wo sie schlie├člich im April 1945 die Befreiung erlebten. Es dauerte mehr als ein Jahr, bis sie nach England auswandern konnten.

Anita Lasker wurde Gr├╝ndungsmitglied des English Chamber Orchestra. Renate Lasker arbeitete als Journalistin zun├Ąchst f├╝r die BBC, sp├Ąter f├╝r den WDR in K├Âln und f├╝r das ZDF in den USA. 1997 ver├Âffentlichte Anita Lasker Wallfisch ihre Erinnerungen "Ihr sollt die Wahrheit erben", seitdem engagiert sie sich als Zeitzeugin. Auch Renate Lasker Harpprecht, die seit vielen Jahren in Frankreich lebt, berichtete in den letzten Jahren ├Âffentlich ├╝ber ihre Geschichte.
Aktuell sind Renate Lasker Harpprecht und Anita Lasker Wallfisch als Protagonistinnen im Kinodokumentarfilm "Wir sind Juden aus Breslau" der Berliner FilmemacherInnen Karin Kaper und Dirk Szuszies ("Aber das Leben geht weiter") zu sehen. Kinostart: 17 November 2016. Mehr Informationen zum Film unter: www.judenausbreslaufilm.de

Preistr├Ąger 2016: Hasso Plattner
Hasso Plattner, geboren 1944 in Berlin, studierte Nachrichtentechnik und gr├╝ndete 1972 zusammen mit Dietmar Hopp, Klaus Tschira, Hans-Werner Hector und Klaus Wellenreuter das Software-Unternehmen SAP. In den folgenden Jahrzehnten stieg das Unternehmen zum weltweit f├╝hrenden Anbieter betriebswirtschaftlicher Software auf und gilt heute mit seinen ├╝ber 66.000 Mitarbeitern als eines der wichtigsten Unternehmen in Deutschland. 2003 zog sich Hasso Plattner aus dem aktiven Tagesgesch├Ąft zur├╝ck. Seitdem ist er Vorsitzender des Aufsichtsrates und widmet sich der F├Ârderung von Wissenschaft und unternehmerischer Innovation sowie sozialer und kultureller Projekte. Daf├╝r rief er die Hasso Plattner Stiftung ins Leben. Die wichtigsten von der Stiftung finanzierten Wissenschaftsprojekte sind das Hasso-Plattner-Institut f├╝r Softwaresystemtechnik an der Universit├Ąt Potsdam und das Hasso Plattner Institute of Design an der Stanford University. Im Kampf gegen Aids unterst├╝tzt die Hasso Plattner Stiftung in S├╝dafrika die University of KwaZulu-Natal, die Universit├Ąt Kapstadt sowie das Programm Isombululo. Au├čerdem ├╝bernahm die Stiftung die Kosten f├╝r das "46664"-Benefizkonzert in S├╝dafrika, mit dessen Erl├Âs die Nelson-Mandela-Stiftung bei ihrem Kampf gegen Aids unterst├╝tzt wird. 2013 trat Hasso Plattner der Initiative The Giving Pledge bei, deren Mitglieder versprechen, die H├Ąlfte ihres Verm├Âgens wohlt├Ątigen Zwecken zu spenden. Die Hasso Plattner Stiftung beteiligte sich au├čerdem am Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschlosses und gr├╝ndete das Museum Barberini Potsdam, in dem ab Januar 2017 die Kunstsammlung Hasso Plattners sowie wechselnde Sonderausstellungen zu sehen sein werden.

Die Preistr├Ąger 2002-2015
Mit dem Preis f├╝r Verst├Ąndigung und Toleranz des J├╝dischen Museums Berlin wurden bereits ausgezeichnet: Berthold Beitz, Vorsitzender des Kuratoriums der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, und Heinrich von Pierer, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Siemens AG (2002), der Bundesinnenminister a. D. Otto Schily und die Verlegerin Friede Springer (2003), der Unternehmer Michael Otto und Bundespr├Ąsident a. D. Johannes Rau (2004), der Sammler und M├Ązen Heinz Berggruen und der Politiker Otto Graf Lambsdorff (2005), der Generalmusikdirektor der Staatsoper Berlin Daniel Barenboim und der BMW-Manager Helmut Panke (2006), der Bundeskanzler a. D. Helmut Kohl und der Historiker Fritz Stern (2007), der Unternehmensberater Roland Berger und der ungarische Literaturnobelpreistr├Ąger Imre Kert├ęsz (2008), Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Gesch├Ąftsf├╝hrung Robert Bosch GmbH und Christof Bosch, Sprecher der Familie und Mitglied des Kuratoriums Robert Bosch Stiftung GmbH ÔÇô beide als Vertreter des Hauses Bosch ÔÇô und der Filmregisseur Michael Verhoeven (2009), der Literaturwissenschaftler Jan Philipp Reemtsma und der Wirtschaftsmanager Hubertus Erlen (2010), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2011), Klaus Mangold, Vorsitzender des Aufsichtsrates Rothschild, Frankfurt und Moskau, und Bundespr├Ąsident a.D. Richard von Weizs├Ącker (2012), Berthold Leibinger, Gesellschafter TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen, und Schauspielerin Iris Berben (2013), Verleger Hubert Burda und Bundesminister der Finanzen Wolfgang Sch├Ąuble, MdB (2014) sowie zuletzt W. Michael Blumenthal, Gr├╝ndungsdirektor des J├╝dischen Museums Berlin (2015).

Quelle/Copyright: J├╝disches Museum Berlin

Public Affairs Beitrag vom 14.11.2016 AVIVA-Redaktion 





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