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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2018 - Beitrag vom 14.06.2018

Die meet2respect-Tandemtour am 24. Juni 2018
AVIVA-Redaktion

"Gemeinsam Antisemitismus und Islamfeindlichkeit entgegenlenken": 20 jüdisch-muslimische Tandems mit Vertreter*innen aus Religion, aus zivilgesellschaftlichen Bereichen bis hin zu jüdischen und muslimischen Schüler*innen werden gemeinsam in die Pedale treten und rufen zu Respekt und Toleranz gegenüber Andersgläubigen auf. Alle Berliner*innen können sich auf dem eigenen Fahrrad anschließen und ebenfalls ein Zeichen setzen.



Die Tour

Startpunkt der Tour ist um 15.30 Uhr am Holocaust-Mahnmal (Ecke Cora-Berliner-Straße/ Behrenstraße). Die Tour führt vorbei an der Synagoge am Fraenkelufer sowie der Mevlana-Moschee und endet um 17.00 Uhr am Bebelplatz (Unter den Linden), dem Ort der Bücherverbrennung 1933.

Auf der Abschlusskundgebung am Bebelplatz werden u.a. die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz, der Stellvertretende Regierende Bürgermeister Berlins, Dr. Klaus Lederer, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Dr. Gideon Joffe, und der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, sprechen. Der Begegnungschor, in dem Geflüchtete gemeinsam mit Berliner*innen singen, bietet ein musikalisches Programm. Für Hungrige stehen Stände mit koscherem und halal Imbissen bereit.

Jüdisch-muslimische Tandems als Herzstück

Rabbiner Elias Dray und Imam Ender Cetin

Das Herzstück der Fahrrad-Demo bilden mindestens 20 jüdisch-muslimische Tandems mit Vertreter*innen aus Religion, aber auch aus anderen zivilgesellschaftlichen Bereichen bis hin zu muslimischen Schüler*innen einer Neuköllner Schule, die gemeinsam mit jüdischen Schüler*innen in die Pedale treten.

"Wir dürfen den Rechtspopulisten nicht die Möglichkeit geben unsere Gesellschaft zu spalten", erklärt Rabbiner Elias Dray seine Motivation zur Beteiligung an der Tour. "Wir Imame und Rabbiner sollten mit gutem Beispiel vorangehen", findet der islamische Theologe Ender Cetin. "Wir dulden keine Diskriminierung: weder von Muslimen gegen andere noch umgekehrt von anderen gegen Muslime."

Den jüdisch-muslimisch besetzten Tandems können sich am 24. Juni alle Berliner*innen auf dem eigenen Fahrrad anschließen, die ebenfalls ein Zeichen für ein friedvolles Miteinander in einer pluralen Gesellschaft setzen wollen. "Wir hoffen, dass sich eine große Menschenmenge unseren jüdischen und muslimischen Mitbürger*innen anschließt und ihnen zeigt: Wir lassen Attacken gegen euch nicht zu!", so Susanne Kappe, Projektleiterin von meet2respect.

Hintergrund: Antisemitismus und Islamfeindlichkeit in der Gesellschaft

Anlass für die Aktion sind die ca. 1500 antisemitischen und ca. 1000 antimuslimischen Straftaten, die im vergangenen Jahr in Deutschland verübt wurden. Hinzu kommen Fälle von Mobbing und Ausgrenzung an Schulen, Skandale wie die Echoverleihung an Kollegah und Farid Bang trotz ihrer antisemitischen Texte und tagtägliche Beschimpfungen und Schikanen, die unter dem Radar laufen.

"Dabei ist es uns sehr wichtig, nicht die eine Minderheit gegen die andere Minderheit auszuspielen", so Bernhard Heider, Geschäftsführer von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V. "Wir sind überzeugt: Es ist besonders wertvoll und sinnvoll, wenn Imame und Vorstände von Moschee-gemeinden, deren Gemeindemitglieder familiäre Wurzeln in arabischen Herkunftsländern haben, genau dieses Engagement zeigen. Gleichzeitig können Juden und Jüdinnen mit ihrer Teilnahme zeigen, dass sie sich der pauschalen Verurteilung des Islams und von Muslim*innen entgegenstellen."

Veranstalter: "Leadership Berlin" und Kooperationspartner*innen

Veranstalter ist der gemeinnützige Verein "Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V.", der mit seinem Projekt meet2respect seit 2013 meet2respect-Unterrichtsbesuche organisiert, bei denen jüdische und muslimische Religionsvertreter*innen als "Tandems" mehrheitlich muslimische Schulklassen besuchen, um sich dort gemeinsam gegen Antisemitismus bzw. allgemein gegen Ausgrenzung und Diskriminierung auszusprechen.

Die Tandemtour organisiert Leadership Berlin in Kooperation mit der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus(KIgA), dem Zentrum für Antisemitismusforschung, dem Jüdischen Museum Berlin, dem Violence Prevention Network, der Langen Nacht der Religionen und dem Museum für Islamische Kunst.

Unterstützt wird der Aufruf zur Teilnahme von einem breiten Bündnis, dem u.a. der Zentralrat der Juden und der Zentralrat der Muslime, aber auch zivilgesellschaftliche Organisationen wie der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Initiative "Gesicht zeigen!" und die Clubcommission, die auch zur Demo "AfD wegbassen" aufgerufen hatte, angehören.

Infos zur Tandemtour sowie Ansprechpartner*innen:

meet2respect.de/tandem

Hashtag: #meet2respect #GemeinsamGegenHass

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Bericht antisemitischer Vorfälle in Berlin 2017 vorgelegt: Anzahl der Vorfälle bedenklich
Die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Berlin (RIAS) legte am 18. April 2018, ihren Bericht antisemitischer Vorfälle für das vergangene Jahr vor. Für 2017 hat RIAS insgesamt 947 antisemitische Vorfälle in Berlin erfasst. Im Jahr 2016 wurden 470 antisemitische Vorfälle in Berlin registriert, im Jahr 2015 waren es 405 Fälle. (2018)

Die meet2respect-Tandemtour wird gefördert aus Mitteln der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.


Quelle: Pressemitteilung meet2respect

Public Affairs Beitrag vom 14.06.2018 AVIVA-Redaktion 





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