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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 14.03.2010

Bund will Frauengesundheit f├Ârdern
AVIVA-Redaktion

W├Ąhrend das Gesundheitsministerium Brosch├╝ren zur k├Ârperlichen und seelischen Gesundheit von Frauen publiziert, unterst├╝tzt das Bildungsministerium die geschlechtsspezifische Gesundheitsforschung.



Pilotprojekt "Gender Medizin"

Bei den Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel beim Herzinfarkt, bei rheumatischen Erkrankungen oder Diabetes gibt es Unterschiede zwischen Frauen und M├Ąnnern. Diese m├╝ssen in der Gesundheitsforschung systematisch untersucht und in der Praxis der Medizin ber├╝cksichtigt werden. Sie werden bisher im klinischen Alltag oft nicht wahrgenommen, weil die fachwissenschaftlichen Darstellungen zu vereinzelt sind.

Das Bundesministerium f├╝r Bildung und Forschung (BMBF) f├Ârdert deshalb unter Leitung von Prof. Dr. med. Vera Regitz-Zagrosek, Direktorin des Instituts f├╝r Geschlechterforschung in der Medizin (GiM) an der Charit├ę Universit├Ątsmedizin Berlin, ein Pilotprojekt zur Geschlechterforschung in der Medizin.

"Mit der st├Ąrkeren Ber├╝cksichtigung von Geschlechterunterschieden in der biomedizinischen Forschung und der medizinischen Praxis leisten wir einen wichtigen Beitrag, um Patientinnen und Patienten besser und zielgerichteter zu helfen. Und wir verbessern die Chancengerechtigkeit von Frauen und M├Ąnnern im Gesundheitswesen", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan Anfang M├Ąrz 2010 in Berlin.

Das Pilotprojekt analysiert weltweit mit Hilfe einer aus der Systembiologie entwickelten Software die fachwissenschaftliche Literatur in Bezug auf geschlechtsspezifische Aspekte in den medizinischen Fachdisziplinen - der Pulmonologie, Rheumatologie/Immunologie, Gastroenterologie/Hepatologie, Nephrologie, Neurologie, Endokrinologie, Onkologie und H├Ąmatologie. Unter ann├Ąhernd 10.000 Ver├Âffentlichungen konnten so rund 3000 genderrelevante Artikel ermittelt und in eine Datenbank aufgenommen werden.

Auf diese Weise werden geschlechtsspezifische Forschungsergebnisse im internistischen Bereich besser zug├Ąnglich und f├╝r die Praxis schneller verwertbar. Dar├╝ber hinaus werden im Rahmen des Projekts auch Forschungsergebnisse zu Geschlechterunterschieden in der Pharmakologie und der medizinischen Grundlagenforschung ausgewertet und in der Datenbank erfasst. Die ersten Ergebnisse wurden vielbeachtet im November 2009 der wissenschaftlichen ├ľffentlichkeit auf dem 4. Kongress der International Society of Gendermedicine vorgestellt, weitere folgen in 2010.

Neue Brosch├╝ren vom Bundesgesundheitsministerium

Anl├Ąsslich des Internationalen Frauentags am 8. M├Ąrz stellte zudem das Bundesgesundheitsministerium zwei Brosch├╝ren zur k├Ârperlichen und seelischen Gesundheit von Frauen vor. Unter dem Titel "Aktiv sein - f├╝r mich, Auswirkungen von Bewegung auf die Gesundheit f├╝r Frauen" erhalten Frauen Informationen ├╝ber die verschiedenen Lebensphasen und wie sie die k├Ârperlichen und seelischen Herausforderungen durch positive Einfl├╝sse von Bewegung meistern k├Ânnen. Bewegung ist nicht nur f├╝r den K├Ârper, sondern auch f├╝r die Seele gut. In einem Praxisteil werden Vorschl├Ąge f├╝r k├Ârperliche Aktivit├Ąten gegeben. Von der Jugend bis zum Alter gibt es gute Gr├╝nde, den K├Ârper und damit auch die Seele zu st├Ąrken.

Die Brosch├╝re "Leben in Balance - Seelische Gesundheit von Frauen" zeigt sowohl gesunderhaltenden Ressourcen als auch gesundheitsgef├Ąhrdende Faktoren auf. ├ťber die Reflektion der pers├Ânlichen Situation und des damit verbundenen Verhaltens k├Ânnen positive Ver├Ąnderungen die seelische Gesundheit st├Ąrken. Frauen, die "mitten" im Leben stehen, werden durch die Brosch├╝re ermutigt, ihre eigene Gesundheit und Wohlbefinden neben den vielf├Ąltigen Anforderungen in Beruf und Familie nicht aus dem Blick zu verlieren. Die Informationen richten sich in erster Linie an Frauen. Aber auch MultiplikatorInnen k├Ânnen unter anderem im Bereich der betrieblichen Gesundheitsf├Ârderung wertvolle Anregungen f├╝r eine geschlechtsspezifische Sichtweise auf die seelische Gesundheit und geeignete Ma├čnahmen f├╝r Frauen finden.

Die Brosch├╝ren sowie weitere Informationen finden Sie unter: www.bmg.bund.de

Weitere Infos zum Pilotprojekt "Gender Medizin" - klinische Forschung: http://gender.charite.de

Infos zum Thema Frauengesundheit:
Feministisches FrauenGesundheits Zentrum e.V.: www.ffgz.de

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Vivienne Parry - Der Tanz der Hormone

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Public Affairs Beitrag vom 14.03.2010 AVIVA-Redaktion 





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