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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 07.04.2010

Gedenkfeier f├╝r die Opfer des V├Âlkermordes
AVIVA-Redaktion

In der Paulskirche in Frankfurt findet am 24. April 2010 um 19.00 Uhr die zentrale Gedenkfeier zum t├╝rkischen V├Âlkermord an den ArmenierInnen im Jahre 1915 statt. Damals, am 24. April 1915, gab ...



... die F├╝hrung des Osmanischen Reiches den Befehl, die armenischen Eliten in Konstantinopel zu verhaften und zu deportieren: Der Beginn eines planm├Ą├čigen V├Âlkermords, der am Ende weit ├╝ber anderthalb Millionen Menschen das Leben kostete. Seither betrauern die ArmenierInnen in aller Welt an jedem 24. April ihre Genozid-Opfer.

Die T├╝rkei verleugnet seit 95 Jahren den V├Âlkermord an den ArmenierInnen. Die armenische Gemeinde in Deutschland fordert die Anerkennung dieses Mordes, sie fordert diese auch von Deutschland, das in den V├Âlkermord von 1915 involviert war, sich aber bis heute um eine endg├╝ltige Aussage dr├╝ckt.

Erinnerung und Mahnung - beides geh├Ârt an diesem Tag zusammen. Azat Ordukhanyan, Vorsitzender des Zentralrats der ArmenierInnen: "Wir ehren mit dieser Gedenkfeier die Toten, unsere Erinnerung aber ist zugleich auch eine Mahnung an die Zukunft. Nie wieder, nirgendwo auf der Welt, darf sich so etwas wiederholen. Aber klar ist: Nur wer sich eindeutig den Fakten stellt, kann diese Mahnung - "Nie wieder!" - in praktische Politik umsetzen."

Der Schatten, der sich vor 95 Jahren auf das Volk der ArmenierInnen gelegt hat, wird sich erst lichten, wenn auch die T├╝rkei sich endlich ihrer Geschichte stellt. Die ├ťberlebenden von 1915 und deren Nachfahren m├╝ssen nun schon ├╝ber mehrere Generationen mit der V├Âlkermordl├╝ge leben. Erzbischof Karekin Bekdjian: "Erst wenn wir die Gr├Ąber unserer Toten besuchen k├Ânnen, wenn wir unserer Trauer auch dort Ausdruck geben k├Ânnen, wo sie gelebt haben und wo sie ermordet wurden - erst dann kann die Geschichte ein vers├Âhnliches Ende schreiben."

Als Zeichen an die Zukunft plant die armenische Gemeinschaft ein repr├Ąsentatives Genozid-Mahnmal in Berlin, das der Trauer hierzulande einen Ort gibt, das aber auch den heute hier lebenden ArmenierInnen ein Signal sein kann f├╝r ein selbstbewusstes Leben ohne das Trauma des Verlustes, ohne das Gef├╝hl, weiterhin Opfer - Opfer einer gigantischen historischen L├╝ge - zu sein. Am 100. Jahrestag des V├Âlkermords, am 24. April 2015, soll das Mahnmal eingeweiht werden.

Die Gruppe24, eine Initiative des Zentralrats der ArmenierInnen in Deutschland (ZAD) und der Di├Âzese der Armenischen Kirche in Deutschland organisieren die zentrale Gedenkfeier am 24. April 2010 zum t├╝rkischen V├Âlkermord an den ArmenierInnen im Jahre 1915.

Weitere Infos unter: www.zentralrat.org

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Erdogan droht mit Ausweisung von 100.000 ArmenierInnen


Public Affairs Beitrag vom 07.04.2010 AVIVA-Redaktion 





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