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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 28.01.2005

Berliner Aktionsplan gegen hÀusliche Gewalt verabschiedet - Fortsetzung
AVIVA-Redaktion

SchlĂ€ger mĂŒssen per Gesetz vom 15.02.2003 die Wohnung rĂ€umen. Bis Mitte September 2003 wurden in ganz Berlin bereits mehr als 700 Platzverweise ausgesprochen.





Die BIG-Hotline (von 9 bis 24 Uhr, Telefon-Nr. 611 03 00) verzeichnete eine steigende Zahl von Anrufen (2000: 2554, 2001: 4300, 2002: 6300, 1. Halbjahr 2003: 3000). Die Mobile Intervention der BIG-Hotline betreut gemeinsam mit Polizei, Kindernotdienst, Krisendienst und anderen Einrichtungen, Frauen, die durch die erfahrene Gewalt so traumatisiert sind, dass sie UnterstĂŒtzung bei dem Weg ins Frauenhaus, zum Gericht oder einer Beratungsstelle benötigen.

Auf Fachkonferenzen wurde das Thema ebenfalls behandelt. So fand am 25. November 2003 eine gemeinsame Fachtagung der Senatsverwaltung fĂŒr Wirtschaft, Arbeit und Frauen und des Feministischen Instituts der Heinrich-Böll-Stiftung auf europĂ€ischer Ebene statt.
Ein ExpertinnengesprÀch am 1. Juli 2003 befasste sich mit der Lage psychisch erkrankter Frauen mit Gewalterfahrungen in Berlin.

FĂŒr das kommende Jahr beschloss der Runde Tisch neben der FortfĂŒhrung der bewĂ€hrten Maßnahmen unter anderem folgendes:

  • Die Berliner Krankenpflegeschulen sollen darin bestĂ€rkt und unterstĂŒtzt werden, den Komplex hĂ€usliche Gewalt und deren gesundheitliche Folgen in die Curricula auf zu nehmen.

  • Im Rahmen der Neustrukturierung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes soll das Thema "HĂ€usliche Gewalt" durch Fortbildung der BeschĂ€ftigten Eingang in die tĂ€gliche Arbeit finden.

  • Das psychiatrische Versorgungssystem, als ein wichtiger Partner in der Versorgung gewaltbetroffener Frauen, soll 2004 zu Angeboten und Defiziten umfassend befragt werden.

  • Die Polizei soll kĂŒnftig routinemĂ€ĂŸig das zustĂ€ndige Jugendamt informieren, falls bei einem Einsatz wegen hĂ€uslicher Gewalt festgestellt wird, dass auch Kinder betroffen sind.

  • Im Jahr 2004 wird sich die Berliner Polizei schwerpunktmĂ€ĂŸig mit dem Thema Kinder als Opfer hĂ€uslicher Gewalt beschĂ€ftigen, um neue AnsĂ€tze zur BekĂ€mpfung von Jugend-Delinquenz zu erarbeiten.

  • GrundschullehrerInnen sollen zum Thema "HĂ€usliche Gewalt" fortgebildet werden.

  • Erkenntnisse bei der BekĂ€mpfung hĂ€uslicher Gewalt sollen verstĂ€rkt auch in die Sicherheits- und PrĂ€ventionsbeirĂ€te der Bezirke eingebracht werden.


  • Mit der EinfĂŒhrung eines neuen § 29 a ASOG ist die Polizei nun in der Lage, den Aggressor aus der gemeinsamen Wohnung zu verweisen und ihm das erneute Betreten zu untersagen. So wird dem TĂ€ter gezeigt, dass Gewalt gegen Frauen und Kinder in unserer Gesellschaft, auch im sozialen Nahraum, nicht geduldet wird.

    www.big-hotline.de
    Quelle: Senatsverwaltung fĂŒr Wirtschaft, Arbeit und Frauen
    www.berlin.de/wirtschaftssenat

    Public Affairs Beitrag vom 28.01.2005 AVIVA-Redaktion 





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