Europ√§ische Union verst√§rkt Ma√ünahmen gegen Diskriminierung - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Public Affairs
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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 20.01.2005

Europäische Union verstärkt Maßnahmen gegen Diskriminierung
AVIVA-Redaktion

EU-Kampagne "F√ľr Vielfalt. Gegen Diskriminierung." setzt 2005 klare Zeichen. Das von der EU kofinanzierte Projekt "Gleiche Chancen im Betrieb" und die Stadt Wien zeigen, dass Diversity funktioniert



"For Diversity - Against Discrimination", so lautet das Motto der Kampagne deren Fokus auf der Bekämpfung der Diskriminierung am Arbeitsplatz liegen wird.

Die Europ√§ische Union bringt mit einer Truck Tour 2005 und dem Run for Diversity "Bewegung" in ihre Kampagne "F√ľr Vielfalt. Gegen Diskriminierung." Erg√§nzt werden die Aktionen durch ein Reihe von Sensibilisierungsma√ünahmen in Zusammenarbeit mit der √∂sterreichischen Arbeitsgruppe bestehend aus dem Bundesministerium f√ľr Wirtschaft und Arbeit (BMWA), Nichtregierungsorganisationen und den Sozialpartnern. Ziel der bis 2007 laufenden EU-Kampagne ist es, die √ĖsterreicherInnen √ľber die Rechtslage zu informieren und das Bewusstsein zu st√§rken, dass Vielfalt am Arbeitsplatz viele Vorteile bringt.

"Gleichbehandlung ist auf europ√§ischer Ebene schon seit Jahren zentrales Thema und besitzt f√ľr die neue Kommission eine besonders hohe Priorit√§t", betont DI Karl-Georg Doutlik, Leiter der Vertretung der Europ√§ischen Kommission in √Ėsterreich. "Die Richtlinien 2000/43/EC und 2000/78/EC und auch die k√ľnftige europ√§ische Verfassung legen das Prinzip der Gleichbehandlung f√ľr alle Menschen ungeachtet des Geschlechts, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Orientierung fest. Leider ist die Umsetzung der Richtlinien in einigen L√§ndern, wie auch in √Ėsterreich, noch nicht voll erfolgt."
Nicht erfasst vom Bundesgesetz ist bislang etwa der "Diskrimininierungsgrund" der Behinderung. Die Umsetzung soll durch das Bundes-Behindertengleichstellungsgesetz und einer Novelle zum Behinderteneinstellungsgesetz erfolgen.

Truck Tour und Run for Diversity
In Wien findet im Sommer 2005 der Abschluss der europaweiten Truck Tour "F√ľr Vielfalt. Gegen Diskriminierung." statt. Geplant ist, dass der in den EU-Farben blau-gelbe Truck am 2. Juli an der Regenbogenparade teilnehmen wird. Aus diesem Anlass wird die HOSI Wien das Motto der Kampagne √ľbernehmen.
Einen weiteren Schwerpunkt zur Information der √∂sterreichischen Bev√∂lkerung bildet der "Run for Diversity". Anl√§sslich des Wachaumarathons, der am 18. September in Krems stattfinden wird, sollen zahlreiche Staffeln und Einzell√§uferInnen in leuchtend gelben T-Shirts an den Start gehen und Ihren Lauf unter das Motto "F√ľr Vielfalt. Gegen Diskriminierung." stellen. Bereits 2004 nahmen √ľber 2600
L√§uferInnen bei den Runs for Diversity in Paris, Prag, Stockholm, Br√ľssel, Luxemburg, Newcastle u.v.m teil und warben f√ľr Vielfalt.

Antidiskriminierungsprojekte der EU f√ľr 2005
Gemeinsam mit dem BMWA wird die Europ√§ische Union 2005 zwei spezielle Projekte gegen Diskriminierung f√∂rdern. Zum einen wird das Ludwig-Boltzmann-Institut f√ľr Menschenrechte in Wien, Linz und Innsbruck Workshops zur Bek√§mpfung und Pr√§vention von Diskriminierung durchf√ľhren. Zum anderen wird das Projekt ABAD die Bewusstseinsbildung von Entscheidungstr√§gern, Organisationen, der √Ėffentlichkeit und Einzelpersonen zu den Antidiskriminierungsrichtlinien der EU hinsichtlich "√§lterer" Menschen √ľber 40 √ľbernehmen. Schwerpunktthemen sind hier Arbeitsmarkt, √§ltere Frauen, √§ltere MigrantInnen, √§ltere Menschen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, √§ltere Menschen als solche und mit besonderen Bed√ľrfnissen sowie √§ltere Menschen, die aufgrund ihrer Rasse/Religion mit Schwierigkeiten zu k√§mpfen haben. DI Karl-Georg Doutlik: "Getreu dem generellen Motto der Europ√§ischen Union "In Vielfalt geeint" werden von der EU-Kommission immer wieder konkrete Ma√ünahmen zur F√∂rderung der Integration von Minderheiten oder Menschen mit Behinderungen vorgeschlagen und Aktionen Dritter unterst√ľtzt. Die Europ√§ische Kommission will mit diesen Projekten und der Kampagne dazu beitragen, dass die √Ėffentlichkeit weiterhin "F√ľr Vielfalt. Gegen Diskriminierung" sensibilisiert wird."

Stadt Wien: Antidiskriminierung und Gleichstellung ganz oben auf der Tagesordnung
"F√ľr die Stadt Wien stehen Antidiskriminierung und Gleichstellungspolitik schon immer ganz oben auf der Tagesordnung. Bereits seit vier Jahren gibt es die Wiener Antidiskriminierungsstelle f√ľr gleichgeschlechtliche Lebensweisen - f√ľr uns nur ein wichtiger Schritt in einer langen Reihe", so die Wiener Integrations- und Frauenstadtr√§tin Mag.a Sonja Wehsely. Die Stadt Wien habe im Rahmen ihrer legistischen M√∂glichkeiten das Optimum in Sachen Antidiskriminierung bereits umgesetzt. Als Eigent√ľmerin von 220.000 Gemeindewohnungen behandle die Stadt gleich- und verschiedengeschlechtliche Lebensgemeinschaften gleich. Seit 1996 werde das Eintrittsrecht nach dem Tod des/der HauptmieterIn auch gleichgeschlechtlichen PartnerInnen einger√§umt. Wiener Wohnen schlie√üe neue Mietvertr√§ge bei entsprechender Berechtigung beider PartnerInnen auf deren Wunsch auch mit beiden gleichberechtigt ab.

Wehsely: "Auch homosexuelle Paare haben in Wien Anspruch auf Jungfamilienförderung und Pflegefreistellung. Darauf können wir stolz sein."
Am 1. Juli 2004 hat der Wiener Landtag die Antirassismus-Richtlinie und die Gleichstellungsrahmenrichtlinie nicht nur implementiert, sondern √ľbererf√ľllt. Wien geht seither freiwillig √ľber die EU-Richtlinie hinaus und erweitert das allgemeine Antidiskriminierungsgesetz f√ľr die "Diskriminierungstatbest√§nde" sexuelle Orientierung, Weltanschauung, Religion und Alter.
Der vorerst letzte Schritt: Ebenfalls am 1. Juli hat der Wiener Gemeinderat die MA 17 - Integration und Diversit√§tsangelegenheiten gegr√ľndet. Die MA 17 ist Ansprechpartnerin und Subventionsgeberin f√ľr Vereine, die sich mit dem Thema Integration befassen. Sie unterst√ľtzt aber auch die anderen Magistratsabteilungen, damit sie ihr Service f√ľr alle WienerInnen, wo auch immer sie geboren sind, optimal erbringen k√∂nnen. Von zentraler Bedeutung f√ľr die Arbeit der MA 17 ist die enge Zusammenarbeit mit der MA 55 - B√ľrgerdienst. In gemeinsamen Zentren (z.B. Stadtteilzentrum 20) sind die Menschen mit ihren Sorgen, Problemen und W√ľnschen gut aufgehoben.

EQUAL-Partnerschaft "Gleiche Chancen im Betrieb"
"Wir beweisen, dass Unternehmen aus allen Branchen durch Aufmerksamkeit und Wertsch√§tzung f√ľr die Vielfalt ihrer MitarbeiterInnen Diskriminierung vermeiden k√∂nnen", erl√§utert Volker Frey, Koordinator der Partnerschaft "Gleiche Chancen im Betrieb". Im Rahmen des Projektes wurde erstmals die bestehende
rassistische Diskriminierung am Wiener Arbeitsmarkt systematisch dargestellt und europäische Ansätze zu ihrer Überwindung gesammelt.
Sechs Musterbetriebe wurden bei der Erstellung von "Codes of Conduct" unterst√ľtzt, die Vielfalt als Chance f√ľr MitarbeiterInnen und Unternehmen begreifen. Die dabei gewonnen Erfahrungen werden am 20./21. Januar 2005 in der Konferenz "Gleiche Chancen im Betrieb", in einem Handbuch und auf der Website www.gleiche-chancen.at ver√∂ffentlicht. Beteiligte Organisationen sind der Wiener ArbeitnehmerInnen F√∂rderungsfonds (Finanzielle Verantwortung), der Wiener Integrationsfonds (WAFF, Inhaltliche Koordination) sowie Zivilcourage und Antirassismus Arbeit (ZARA), das Europ√§ische Zentrum f√ľr Wohlfahrtspolitik und Sozialforschung, das Institut f√ľr betriebliche Gesundheitsf√∂rderung und strategische PartnerInnen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf:
www.stop-discrimination.info
und www.gleiche-chancen.at

Unter www.diversity-in-europe.org finden Sie Tipps und Methoden f√ľr Schule, Jugendarbeit und Beratung, FAQs, Geschichten √ľber den Alltag von jungen Lesben und Schwulen. Entwickelt wurde ein Handbuch, das den Umgang mit Lesbisch- und Schwulsein bzw. Bisexualit√§t in multiethnischen Kontexten erleichtert.

Informationen zu Aktivitäten der Kampagne in Deutschland:
www.stop-discrimination.info

Public Affairs Beitrag vom 20.01.2005 AVIVA-Redaktion 





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