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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 14.03.2005

Aktuelles Magazin von pro familia zum Thema Armut
Christiane Sanaa

Auf der Weltbevölkerungskonferenz 1994 in Kairo wurden sexuelle und reproduktive Rechte zu Menschenrechten deklariert. Pro familia untersuchte jetzt deren Realisierung im Umfeld von Armut.



Gibt es einen Zusammenhang zwischen der Verwirklichung von sexuellen und reproduktiven Rechten und Armut? Welchen Einfluß hat Verarmung und der Sozialabbau in Deutschland auf diese Rechte?
Diesen Fragen widmet sich pro familia in seinem aktuellen Magazin 1/2005. Die Redaktion beleuchtet Armut aus der Perspektive der Familienplanung und jahrzehntelanger Erfahrung in der Beratung von Frauen, MĂ€nnern und Kindern unter folgenden Schwerpunkten:

Armut und Entwicklung: Das von der UNO festgelegte Entwicklungsziel bis 2015 extreme Armut zu beseitigen kann laut Steven W. Sinding, Generaldirektor der internationalen Dachorganisation der pro familia, IPPF, nicht erreicht werden, solange die sexuellen und reproduktiven Rechte nicht universell garantiert werden. "Armut fĂŒhrt zu schlechter sexueller und reproduktiver Gesundheit und schlechte sexuelle reproduktive Gesundheit und Rechte fĂŒhren zu Armut." Ein einfacher aber folgenschwerer Kreislauf, der seiner Meinung nach nur durchbrochen werden kann, wenn sexuelle und reproduktive Dienstleistungen in das MDG-Programm (Millenium Developement Goals) aufgenommen werden.

Familienarmut: Die VertreterInnen des Deutschen ParitĂ€tischen Wohlfahrtverbandes heben den eklatanten Zusammenhang von Kinderreichtum und Familienarmut hervor und stellen aktuelle Forderungen an die Politik zur BekĂ€mpfung von Armut. So mĂŒsse z.B. die Sozialhilfe und das Arbeitslosengeld II und vor allem der Kinderzuschlag fĂŒr Langzeitarbeitslose erhöht werden, um zuverlĂ€ssig vor Armut und Ausgrenzung zu schĂŒtzen.
(Weitere Informationen dazu unter www.paritaet.org)

Frauenarmut: Basierend auf den Zahlen des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung belegt Dr. Gisela Notz, Vorsitzende des pro familia-Bundesverbands, dass die Behauptung "Armut ist weiblich" meistens leider zutreffend ist:

  • Frauen verdienen im Durchschnitt 30 Prozent weniger als MĂ€nner.

  • 90 Prozent aller Teilzeit- und geringfĂŒgig BeschĂ€ftigten sind Frauen.

  • 70 Prozent aller sozialversicherungsfrei BeschĂ€ftigten sind Frauen, sie erhalten auch geringere Lohnersatzleistungen und kleinere Renten.

  • Die Altersrenten von Frauen liegen um mindestens die HĂ€lfte niedriger als die von MĂ€nnern.

  • Die Armutsquote von Alleinerziehenden liegt etwa dreimal so hoch wie fĂŒr die Gesamtbevölkerung.

  • (Quelle: IG-Metall - Frauenarmut)

    Kinderarmut: Armut heute ist Kinderarmut. In den GroßstĂ€dten lebt schon jedes fĂŒnfte bis sechste Kind unter sieben Jahren von Sozialhilfe. Mittlerweile sind 6,1% der unter 18-JĂ€hrigen von Sozialhilfe betroffen. 464.000 Kinder mit Sozialhilfebezug lebten 1995 in Haushalten von allein erziehenden Frauen. 46,2% aller von Sozialhilfe betroffenen Kinder waren jĂŒnger als sieben Jahre.
    (Quelle: Statistisches Bundesamt 1997).
    Erzwungener Verzicht im Bereich der KonsumgĂŒter ebenso wie fĂŒr zusĂ€tzliche Freizeit- und Bildungsangebote, Isolierung, Scham und viele andere individuelle Folgen treten ein, ĂŒber die hĂ€ufig hinweggegangen wird. Kinder aus armen Familien besuchen seltener oder erst viel spĂ€ter den Kindergarten. 30% werden nicht regulĂ€r eingeschult.
    (Quelle: Deutscher Familienverband)
    Margherita Zander, Professorin fĂŒr Sozialpolitik, untersucht die Folgen von Armut fĂŒr Kinder und deren Entwicklung. Dazu hat sie mit zwei KollegInnen Kinder aus sozial schwachen Familien und deren Angehörige befragt.

    Beratung und Armut: Welche Auswirkungen hat die Sparpolitik auf die Beratungsmöglichkeiten von sozialen Organisationen? Zahlreiche Einrichtungen mußten ihre Angebote runter fahren, Stellen wurden gestrichen, fĂŒr vormals kostenlose Angebote und Informationsmaterialien werden jetzt GebĂŒhren erhoben. Dazu berichten sieben Beratungsstellen von pro familia ĂŒber ihre Erfahrungen und ihre Angebote fĂŒr sozial benachteiligte Menschen.

    Aids und Armut: Gerade die Einsparungen im Gesundheitsbereich haben die Eigenbeteiligung an den Gesundheitskosten enorm erhöht. Dies spĂŒren vor allem chronisch Kranke zu den auch Aids-Patienten gehören. Die Zuzahlungen zu den zahlreichen Medikamenten, die HIV-Patienten benötigen, werden durch FreibetrĂ€gen fĂŒr Sozialhilfe- und ArbeitslosengeldempfĂ€nger nur unzureichend aufgefangen, so dass sie durch diese Aufwendungen unter das Minimum rutschen. Achim Weber, Referent fĂŒr Pflege und Versorgung der Deutschen Aids-Hilfe, stell die Ergebnisse seiner Untersuchung zu diesem Thema vor.

    Das pro familia magazin 1/2005 ist ab sofort beim pro familia-Bundesverband erhÀltlich, Tel.: 069 / 63 90 02, E-Mail: magazin@profamilia.de.
    Weitere Schwerpunktthemen in 2005: 2/2005: Reproduktionsmedizin: Ethik, Recht, Beratung, 3/2005: Institutionelle Beratung, 4/2005: Lebensweisen
    Das pro familia magazin erscheint viermal im Jahr, umfasst 36 Seiten und ist im Abonnement oder als Einzelheft beim pro familia Bundesverband erhÀltlich. Ein Jahresabonnement kostet 19,50 Euro (Ausland 21.50 Euro) inkl. Versandkosten und MwSt., das Einzelheft kostet 5,10 Euro.

    Wer ist pro familia?
  • Pro familia existiert seit 1952 und wird durch das Bundesministerium fĂŒr Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell gefördert.

  • Ziel ist es die Interessen der Menschen unabhĂ€ngig von Geschlecht, Herkunft, Religion oder Alter auf dem Gebiet der sexuellen und reproduktiven Rechte zu unterstĂŒtzen.

  • Schwerpunkte der AktivitĂ€ten sind SexualpĂ€dagogik, Familienplanungs-, Sexual- und Schwangerschaftsberatung und die Förderung und UnterstĂŒtzung benachteiligter Gruppen in der Bevölkerung.

  • Der Verband gehört heute national wie europaweit zu den bedeutendsten nichtstaatlichen Dienstleistern und unterhĂ€lt 170 Beratungsstellen in Deutschland.


  • Weitere Informationen erhalten Sie unter www.profamilia.de

    Zur Kairo Konferenz informiert Sie das Bundesministerium fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.
    (Quelle: Regine Wlassitschau, pro familia)

    Public Affairs Beitrag vom 14.03.2005 AVIVA-Redaktion 





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