Familienorientierte Arbeitzeitmodelle lassen Wirtschaft wachsen - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Public Affairs
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Finanzkontor
AVIVA-Berlin > Public Affairs AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Politik + Wirtschaft
   Diskriminierung
   Veranstaltungen in Berlin
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 14.07.2005

Familienorientierte Arbeitzeitmodelle lassen Wirtschaft wachsen
Brigita Bosotin

Wie die Erwerbsquote von M├╝ttern durch Gleitzeit, Job-Sharing oder Arbeitszeitkonten erh├Âht werden kann, zeigt das Gutachten des Wirtschaftsachverst├Ąndigen Prof. Dr. Bert R├╝rup.



Familienorientierte Arbeitszeitmuster - Neue Wege zu Wachstum und Besch├Ąftigung

Im Auftrag von Bundesfamilienministerin Renate Schmidt (SPD) fertigte der Wirtschaftsachverst├Ąndige Prof. Dr. Bert R├╝rup ein Gutachten an, das folgende Ergebnisse vorstellte:

Arbeitszeitmodelle, die sich vermehrt an den Pr├Ąferenzen der Eltern bzw. der Erziehenden orientieren, bieten f├╝r die Zukunft gr├Â├čere wirtschaftliche Wachstumschancen, mehr Besch├Ąftigung sowie eine Steigerung der Geburtenrate.

Begr├╝ndet werden diese Thesen mit folgender Annahme: W├╝rden die Unternehmen verst├Ąrkt die Interessen von ArbeitnehmerInnen wahrnehmen und die Arbeitszeiten flexibler, sprich familienfreundlicher gestalten, k├Ânnten die ArbeitnehmerInnen dies mit einer loyaleren und profitableren Arbeitseinstellung dem Unternehmen zu Gute kommen lassen. Bislang entscheiden sich 69 Prozent der Akademikerinnen, aufgrund der allseits bekannten Problematik von Unvereinbarkeit von Beruf und Familie, gegen Kinder und f├╝r die Karriere.

Sollten Firmen die Aufforderungen von R├╝rup befolgen, k├Ânnte dies zu einer gew├╝nschten Arbeitszeit f├╝r Alleinerziehende f├╝hren, der so genannten "gro├čen Teilzeit" mit 30 Wochenstunden, demzufolge g├Ąbe es ca. 936.000 zus├Ątzliche Arbeitpl├Ątze auf dem Arbeitsmarkt zu vergeben.

Nachhaltige Familienpolitik, meint Bert R├╝rup, k├Ânnte einen Beitrag zur ├ťberwindung von Wachstumsschw├Ąche leisten. In den Fokus treten betriebliche Kinderbetreuung, die neu ├╝berdacht und strukturiert werden muss und Elterngeld. Das Elterngeld soll zu einer Steigerung von Produktivit├Ąt bei Unternehmen und der Erwerbsquote bei M├╝ttern f├╝hren. Bundesfamilienministerin Renate Schmidt hat sich im November letzten Jahres bereits f├╝r eine modernisierte Elternzeit ausgesprochen.
"Ich beabsichtige, ein Elterngeld einzuf├╝hren statt des heutigen Erziehungsgeldes. Dieses ist eher eine Leistung nach Bed├╝rftigkeit, ein k├╝nftiges Elterngeld soll Lohnersatzfunktion haben." Im Gegensatz dazu das heutige noch gel├Ąufige Erziehungsgeld, das einkommensabh├Ąngig vergeben wird.

Auf den Seiten des Bundesministeriums f├╝r Frauen, Senioren, Jugend und Familie haben Sie die M├Âglichkeit, die Elternzeit zu berechnen. Dort werden allgemeine Daten zu Arbeitszeit und Einkommen abgefragt, woraus dann die H├Âhe des Erziehungsgeldes errechnet wird.

In einigen Unternehmen werden bereits flexible Arbeitzeitmodelle praktiziert, so z. B. Gleitzeit, Job-Sharing oder Arbeitszeitkonten, dennoch ist dies noch lange nicht die Regel. Wer einen solchen Job hat, kann sich gl├╝cklich sch├Ątzen. Aber die Zukunft sollte sich an solchen oder ├Ąhnlichen Modellen orientieren und m├Âglicherweise vermehrt die Kinderbetreuung in den Betrieb eingliedern. So h├Ątten M├╝tter und V├Ąter das Gef├╝hl, dass sie sich ihrer Karriere als auch ihrem Kind zu gleichen Teilen widmen k├Ânnen.

F├╝r ArbeitgeberInnen erscheint es angesichts schwieriger wirtschaftlicher Zeiten jedoch wenig profitabel, in Kinderbetreuung oder flexiblere Arbeitszeitmodelle zu investieren. So bleibt f├╝r die Zukunft zu hoffen, dass mehr und mehr UnternehmerInnen begreifen, wie wichtig die Einbindung von familienorientierten Arbeitszeitmodellen ist.

(Quelle: Bundesministerium f├╝r Frauen, Senioren, Familie und Jugend - 06.07.05)

Public Affairs Beitrag vom 14.07.2005 AVIVA-Redaktion 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken