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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 02.03.2006

2. Bilanz Chancengleichheit und IAB - Kurzbericht
Constanze Gei├čler

Frauen in gehobenen F├╝hrungspositionen sind eine Seltenheit. Die Leitung eines Unternehmens ist in Deutschland immer noch M├Ąnnersache. Dar├╝ber t├Ąuscht die Bilanz der Bundesregierung teilweise hinweg



"Frauen nehmen in Unternehmen und in der privaten Wirtschaft immer h├Ąufiger F├╝hrungspositionen ein". Diese Entwicklung hat die Bundesregierung in ihrer k├╝rzlich ver├Âffentlichten "2.Bilanz Chancengleichheit - Frauen in F├╝hrungspositionen" festgestellt. Allerdings t├Ąuscht die Analyse der Statistiken ├╝ber die Tatsache hinweg, dass Frauen als Gesch├Ąftsf├╝hrerinnen, Filial- und Betriebsleiterinnen in gro├čen Unternehmen unterrepr├Ąsentiert sind.
Vor allem m├╝ssen die LeserInnen der Bilanz darauf hingewiesen werden, dass die beiden letztgenannten beruflichen Positionen normalerweise eher ins mittlere und untere Management geh├Âren, Frauen in diesen Positionen jedoch keine F├╝hrungskr├Ąfte im oberen Management sind - egal, welche Gr├Â├če der Betrieb hat!

Das Institut f├╝r Arbeits- und Berufsforschung (IAB) macht am Ende seines Kurzberichtes auf diese Tatsache indirekt aufmerksam.
LeserInnen m├╝ssen mit einer statistischen Verzerrung rechnen. Die Bilanz bedeutet nichts anderes, als dass Konzern- und Bankdirektorinnen im realen Unternehmertum eine Seltenheit sind.

Wenn zu lesen ist, dass jede vierte F├╝hrungskraft in der obersten Leitungsebene von Unternehmen in Deutschland eine Frau ist, dann m├╝ssen wir die Gr├Â├če der Betriebe und die Dimension der F├╝hrungsverantwortung immer mitbedenken.
Vor allem kleine Betriebe (unter 500 Besch├Ąftigte) werden h├Ąufiger von Frauen gef├╝hrt . Im ├Âffentlichen Dienst sowie Gesundheits- und Sozialwesen ist der weibliche Anteil besonders hoch. Die Frage nach dem "Warum" er├╝brigt sich hier. Doch der Frauenanteil in den ersten F├╝hrungsetagen von b├Ârsennotierten Unternehmen liegt gerade mal bei 4 Prozent.

Das IAB weist darauf hin, dass zur F├Ârderung der beruflichen Karriere von Frauen Ma├čnahmen wichtig sind, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Dazu geh├Âren bessere M├Âglichkeiten der Kinderbetreuung und familiengerechtere Arbeitsbedingungen. Doch liegen die Wurzeln des ├ťbels, das die Chancenungleichheit im Beruf bedingt, nicht tiefer? Werden den Frauen berufliche Kompetenzen f├╝r F├╝hrungspositionen nicht viel eher abgesprochen als M├Ąnnern?

Ein derartiges Ungleichgewicht von Frauen in F├╝hrungspositionen ist nicht nur ein Gerechtigkeitsproblem, sondern stellt auch ein Innovationshemmnis f├╝r die Wirtschaft dar. Der Verzicht auf weibliche Potentiale f├╝r eine verbesserte Wirtschaftskonjunktur ist in jedem Fall hinderlich f├╝r die Wettbewerbsf├Ąhigkeit.

Der IAB - Kurzbericht "Frauen in F├╝hrungspositionen: An der Spitze ist die Luft d├╝nn" sowie die "2.Bilanz Chancengleichheit - Frauen in F├╝hrungspositionen" sind kostenlos als Download erh├Ąltlich:
www.iab.de/asp/order/vvzjahr.asp?doktyp=kb&jahr=2006
www.bmfsfj.de/Kategorien/Forschungsnetz/forschungsberichte,did=69162.html

Public Affairs Beitrag vom 02.03.2006 AVIVA-Redaktion 





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