MittelmĂ€ĂŸige KrebsbekĂ€mpfung - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Public Affairs
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

Finanzkontor
AVIVA-Berlin > Public Affairs AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Politik + Wirtschaft
   Diskriminierung
   Veranstaltungen in Berlin
   Kultur
   JĂŒdisches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 26.06.2006

MittelmĂ€ĂŸige KrebsbekĂ€mpfung
AVIVA-Redaktion

Die Überlebenschancen von Brustkrebspatientinnen in Berlin rangieren im europĂ€ischem Vergleich nur auf Platz 11! Netzwerk Frauengesundheit Berlin fordert bessere medizinische Versorgung.



Die stationĂ€re Behandlung von Brustkrebspatientinnen in Berlin muss mittelfristig interdisziplinĂ€ren Brustzentren vorbehalten sein, die nach klar definierten höchsten QualitĂ€tsanforderungen zertifiziert sind. Nur so können geeignete Behandlungsangebote fĂŒr Frauen mit Brustkrebs in Berlin transparent gemacht und die besten Überlebenschancen fĂŒr Patientinnen sichergestellt werden. Das hĂ€lt das Netzwerk Frauengesundheit Berlin - ein Zusammenschluss von mittlerweile ĂŒber 50 Organisationen - in einem Positionspapier zum Stand der stationĂ€ren Versorgung von Frauen mit Brustkrebs in Berlin fest. Das Netzwerk Frauengesundheit Berlin hat eine Befragung von 23 Einrichtungen durchgefĂŒhrt, die Brustkrebspatientinnen in Berlin stationĂ€r behandeln.

Die Ergebnisse der Eurocare-III-Studie zeigen, dass Frauen mit Brustkrebs in Deutschland im europĂ€ischen Vergleich im 5-JahresĂŒberleben lediglich auf Platz 11liegen. Im Netzwerk Frauengesundheit Berlin war dieses Ergebnis Grund genug, sich auch intensiver mit der QualitĂ€t der stationĂ€ren Versorgung von Frauen mit Brustkrebs in Berlin zu befassen. Hintergrund der Befragung sind aber auch die umfassenden VerĂ€nderungen in der medizinischen Versorgungslandschaft, wie die Zentrenbildung, die EinfĂŒhrung von speziellen Behandlungsprogrammen und QualitĂ€tsmanagement, sowie VertrĂ€ge zur integrierten Versorgung. Die Kosteneffizienz spielt bei knappen Budgets auch in der Brustkrebsversorgung eine immer grĂ¶ĂŸere Rolle. QualitĂ€tsanforderungen mĂŒssen dennoch weiter ausgebaut werden und erfordern auch von Seiten der Frauen besondere Aufmerksamkeit, damit jede Brustkrebspatientin in Berlin zukĂŒnftig die besten Überlebenschancen hat.

Die Befragung des Netzwerks Frauengesundheit Berlin zeigte, dass auch in Berlin immer noch nicht alle Patientinnen in interdisziplinĂ€ren Brustzentren behandelt werden. Über eine Zertifizierung als Brustzentrum verfĂŒgten lediglich fĂŒnf der befragten Einrichtungen. Die Anhebung der Zertifizierungsstandards auf europĂ€isches Niveau steht ebenfalls aus, obwohl die Umfrage des Netzwerks ergeben hatte, dass lediglich eine der Einrichtungen die Umsetzung der europĂ€ischen Anforderungen nicht anstrebt. Eine Reihe von weiteren Defiziten in der medizinischen Versorgung von Frauen mit Brustkrebs in Berlin kam durch die Umfrage zutage:

  • So erscheint etwa eine stĂ€rkere Spezialisierung fĂŒr komplizierte - und eher selten durchgefĂŒhrte - wiederherstellende Operationsverfahren sinnvoll

  • Eine psychoonkologische Begleitung ist fĂŒr die Patientinnen nicht immer im erforderlichen Umfang verfĂŒgbar, wenn sie notwendig ist.

  • Die UnterstĂŒtzung der Patientinnen durch spezialisierte Brustschwestern nach europĂ€ischem Vorbild, die bei Übermittlung der Diagnose und fĂŒr die Koordination und Begleitung durch den gesamten Behandlungsablauf sowohl ambulant, wie auch stationĂ€r zur VerfĂŒgung stehen sollen, muss in Berlin erst noch etabliert werden.

  • FĂŒr Frauen mit fortgeschrittener Erkrankung mĂŒssen spezielle Versorgungsangebote aufgebaut werden und insbesondere Informationsangebote, aber auch Barrierefreiheit und Sprachmittlung in Brustzentren mĂŒssen dringlich verbessert werden.


  • Das in KĂŒrze in Berlin anlaufende Programm zur Brustkrebs-FrĂŒherkennung nach EuropĂ€ischen Leitlinien (Mammografie-Screening fĂŒr Frauen zwischen 50 und 70 Jahren) setzt die Sicherstellung von geeigneten Behandlungseinrichtungen ebenfalls voraus und ist in Diagnostik und Behandlung direkt an assoziierte Zentren gekoppelt. Die vorgehaltenen Therapieangebote in Berlin mĂŒssen jedoch fĂŒr alle Frauen, z.B. unabhĂ€ngig vom Erkrankungsalter, qualitativ gleichwertig sein. Das Netzwerk Frauengesundheit Berlin wird sich im Dialog mit allen Beteiligten wie zum Beispiel den Brustzentren in Berlin, der Gesundheitspolitik, den Gesundheitsbehörden, den Kassen u.a. fĂŒr weitere Verbesserungen in der medizinischen Versorgung von Frauen mit Brustkrebs nachhaltig einsetzen.

    Die Essentials, Ergebnisse und Forderungen des Netzwerks sind im Positionspapier "Stand der stationÀren Versorgung von Frauen mit Brustkrebs in Berlin" zusammengefasst und können im Internet abgerufen werden unter:
    www.frauengesundheit-berlin.deindex.htm

    (Quelle Netzwerk Frauengesundheit Berlin)

    Public Affairs Beitrag vom 26.06.2006 AVIVA-Redaktion 





      © AVIVA-Berlin 2018 
    zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home Seite weiterempfehlenSeite drucken