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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 13.07.2006

Volltreffer
AVIVA-Redaktion

Die Fu├čball-Weltmeisterschaft 2006 war in vielerlei Hinsicht ein gro├čer Erfolg - genauso, das zeigt die Abschlussbilanz - die Kampagne "Abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution".



Initiiert vom Deutschen Frauenrat und unterst├╝tzt von zahlreichen NetzwerkpartnerInnen und lokalen B├╝ndnissen hat die bundesweite Aktion gegen Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung die WM begleitet. Bilanz: ein ├╝berw├Ąltigendes weltweites Medienecho und ├╝ber 55.000 Unterschriften. "Unsere Kampagne war ein Volltreffer", freut sich Brunhilde Raiser, Vorsitzende des Deutschen Frauenrates. "Nie zuvor wurde das Thema Menschenhandel zum Zweck sexueller Ausbeutung derart breit in der ├ľffentlichkeit diskutiert. Au├čerdem wurden bisher ├╝ber 55.000 Unterschriften f├╝r die von uns erhobenen Forderungen gesammelt. Damit haben wir eines unserer wichtigsten Ziele, n├Ąmlich ├Âffentliche Aufmerksamkeit f├╝r das Problem zu schaffen, mehr als erreicht."

Der Deutsche Frauenrat sei "froh, dass der erwartete Anstieg von Prostitution und die bef├╝rchtete Zunahme von Zwangsprostitution w├Ąhren der WM augenscheinlich ausgeblieben sind. Wobei wir davon ausgehen, dass die Polizeien der L├Ąnder verantwortungsbewusst und sensibel mit dem Thema umgegangen sind und mit gebotenem personellen Einsatz am richtigen Ort zur richtigen Zeit ihre Kontrollen durchgef├╝hrt haben. Unsere Kampagne und die anderen bundesweiten und internationalen Aktionen gegen Zwangsprostitution haben also auch pr├Ąventiv gewirkt. Darauf sind wir stolz," sagt die Vorsitzende des Deutschen Frauenrates.

Um so ├Ąrgerlicher seien die Stimmen, die den Tr├ĄgerInnen der Kampagne nun "sensationsheischenden Alarmismus vorwerfen", so Brunhilde Raiser. "Denn wir haben diese horrenden, v├Âllig ├╝bertriebenen Zahlen von Zwangsprostituierten, die angeblich zur WM ins Land str├Âmen oder geschleust werden, nicht in die Welt gesetzt. Vielmehr haben wir immer erkl├Ąrt, dass diese Zahl rein spekulativ und wahrscheinlich stark ├╝bertrieben ist und daf├╝r pl├Ądiert, sie medial nicht weiter zu verbreiten. Doch bestimmte Medien haben sie lustvoll immer wieder aufgegriffen."

Fakt ist: Zwangsprostitution ist ein Verbrechen mit gro├čer Verbreitung auch in Deutschland und anderen europ├Ąischen L├Ąndern, das aber bislang kaum skandalisiert wird. "Die Kampagne "Abpfiff - Schluss mit Zwangsprostitution" hat die WM als Plattform genutzt, um auf Schattenseiten eines Gro├čspektakels hinzuweisen und um bessere Ma├čnahmen zur Pr├Ąvention und Verfolgung dieses Verbrechens zu fordern. Auch vor anderen Problemen wurde im Vorfeld der Spiele gewarnt, vor Hooliganismus zum Beispiel oder vor Rassismus und No-go-areas f├╝r Menschen mit schwarzer Hautfarbe. Niemand hat das bislang als ├╝berzogen bezeichnet. Nur wenn es um Gewalt geht, von der in erster Linie Frauen betroffen sind, kommt der Vorwurf der ├ťbertreibung, der Unseriosit├Ąt. Dies ist ein altbekannter Abwehr-Reflex, den wir bereits aus den Debatten um Gewalt in der Familie, Vergewaltigung in der Ehe, sexuellen Missbrauch von Kindern etc. kennen. F├╝r uns ist das der Beweis, dass wir den wunden Punkt getroffen haben," so Brunhilde Raiser.

Unterschriften k├Ânnen noch bis 1. September 2006 gesammelt und an die Gesch├Ąftsstelle des Deutschen Frauenrates geschickt werden. Die Listen sollen anschlie├čend Bundeskanzlerin Merkel ├Âffentlich ├╝bergeben werden. Genauer ├ťbergabe-Termin folgt.

Weitere Informationen: www.abpfiff-zwangsprostitution.net

Public Affairs Beitrag vom 13.07.2006 AVIVA-Redaktion 





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