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AVIVA-BERLIN.de im Dezember 2021 - Beitrag vom 26.11.2014


TERRE DES FEMMES vergibt Negativ-Preis für frauenfeindliche Werbung an Berliner Handballverein
AVIVA-Redaktion

"Gewonnen" hat die Anzeige "Hier ist unser Revier" vom Berliner Handballverein "Füchse Berlin" mit 2.318 Stimmen. Mit dem Negativ-Preis wird die Bandbreite frauenfeindlicher Werbung aufgezeigt




TERRE DES FEMMES verleiht dieses Jahr zum Internationalen Tag "NEIN zu Gewalt an Frauen" erstmalig den Negativ-Preis "Der Zornige Kaktus" für besonders frauenfeindliche Werbung. Insgesamt haben sich über 6.400 Menschen bei der Online-Abstimmung von TERRE DES FEMMES beteiligt. TERRE DES FEMMES hat die Füchse über ihren "Sieg" informiert und zum Gespräch über Sexismus in der Werbung eingeladen. Der Negativ-Preis ist Teil der weltweiten Fahnenaktion "frei leben – ohne Gewalt", zu der TERRE DES FEMMES jedes Jahr anlässlich des Internationalen Aktionstags "NEIN zu Gewalt an Frauen" (25.11.) aufruft, um ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt an Frauen zu setzen. Mit dem Preis wird auf die Verharmlosung von Gewalt gegen Frauen in der Werbung hingewiesen.

Birte Rohles, TERRE DES FEMMES-Referentin, begründet die Auszeichnung an die Füchse: "Für uns, aber auch unsere Mitglieder und Menschen, die sich an der Abstimmung beteiligten, ist es nicht verständlich, wie ein Sportverein, der über viele weibliche Mitglieder sowie Fans und zudem über eine sehr erfolgreiche Frauen-Handballmannschaft verfügt, mit einer solch frauenfeindlichen Werbung an die Öffentlichkeit gehen kann. Frauen wie Hühner darzustellen, die zum Abschuss durch den Fuchs wie Freiwild im Bikini auf der Stange sitzen, ist nicht nur geschmacklos, sondern auch eine klare Verharmlosung von Gewalt an Frauen. Dies ist sehr fragwürdig, wenn mensch die hohen Zahlen zu Gewalt an Frauen in Deutschland berücksichtigt."

Mit dem Negativ-Preis wird die Bandbreite frauenfeindlicher Werbung in Deutschland aufgezeigt. Seit Anfang August wurden über 200 Anzeigen bei TERRE DES FEMMES für den Negativ-Preis eingereicht. Aus den Einreichungen wählte die Jury, bestehend aus Stevie Schmiedel/Pinkstinks, Stefanie Lohaus/Missy Magazin und Jasna Strick/#aufschrei, vier Werbungen zur Abstimmung aus. Besonders bedenklich ist laut Jury, dass Vereins- und Parteienwerbung keine Wirtschaftswerbung ist und deshalb nicht durch den Werberat reguliert werden kann.

Mehr Infos zu TERRE DES FEMMES unter:

www.frauenrechte.de


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Beitrag vom 26.11.2014

AVIVA-Redaktion 






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