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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2022 - Beitrag vom 29.05.2006


Frauen im Sport nach vo
Sarah Ross

Auf der Konferenz der LandesministerInnen wurde beschlossen, dass die deutschen Sportorganisationen sich mehr um einen höheren Frauenanteil in ihren Gremien und Spitzenpositionen bemühen sollen.




Im Rahmen der Konferenz der Landesministerinnen und -minister für Frauen und Gleichstellung in Hamburg auf Antrag der Länder Berlin, Hamburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt wurde beschlossen, dass zum einen die deutschen Sportorganisationen sich selbst verstärkt um einen höheren Anteil von Frauen in ihren Gremien und Spitzenpositionen bemühen sollen, und dass sowohl der Bund als auch die Länder dies auch in ihren Budgetierungsverträgen mit Sportverbänden zu berücksichtigen haben.

Dass sich die die Gleichstellung der Geschlechter bisher noch nicht in allen Bereichen und nicht auf allen Ebenen durchgesetzt hat, ist besonders deutlich am Beispiel des Sports abzulesen. Obwohl derzeit etwa 40% der Mitglieder des Deutschen Sportbundes (DSB) Frauen sind, so sind in den Landessportbünden nur etwa 20 % der Mitglieder der erweiterten Präsidien weiblich, in den Präsidien der Spitzenverbände sogar nur 9 %. Und in 25 Spitzenverbänden, das ist fast die Hälfte aller Spitzenverbände, findet sich sogar keine einzige Frau im Präsidium. Damit liegt der durchschnittliche Prozentanteil von Frauen in Spitzenpositionen des Sports noch unter dem von Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft und Verwaltung.

Berlins Frauensenator Harald Wolf hat auf der Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz dazu gesagt: "Frauen sind erfolgreich als aktive Sportlerinnen, aber unter den Funktionären dominieren immer noch die Männer. Der Deutsche Olympische Sportbund […] sollte diesen Neuanfang nutzen, um auch in seiner Organisation die Gleichberechtigung der Geschlechter voran zu treiben."

Die GFMK fasste noch weitere Beschlüsse auf Initiative Berlins. So forderte sie die
Bundesregierung auf, einen Bericht über die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Situation von Frauen in Deutschland zu erstellen. Eine nationale Stelle zur Bekämpfung des Frauenhandels soll eingerichtet werden. Außerdem sollen Gender-Aspekte integraler Bestandteil des Zulassungsverfahrens für Studiengänge an Hochschulen werden.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: www.berlin.de/wirtschaftssenat

(Quelle: Senatsverwaltung für Wirtschaft, Arbeit und Frauen, 19.04.2006)


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Beitrag vom 29.05.2006

Sarah Ross