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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 22.06.2006


Gegen die Kriminalisierung des Warschauer CSD
Agnes Winklarz

Im Vorfeld des Transgenialen CSD findet am 23.06.06, um 15 Uhr vor der polnischen Botschaft eine Protestkundgebung für die Freilassung des Berliners Rene K. statt.




Am 10.06.06 hat die Warschauer Polizei einen aus Berlin stammenden Teilnehmer der "Parade für sexuelle Gleichberechtigung" ohne erkennbaren Grund inhaftiert. Ihm wird von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen sich als Symphatisant des Warschauer CSD gegen seine Festnahme zur Wehr gesetzt zu haben. Warum es zu der Festnahme gekommen ist, wird verschwiegen.

Die Gruppe "Berlin Queer" vermutete jedoch in einer der Tageszeitung "junge Welt" vorliegenden Erklärung, die Angelegenheit werde aus politischen Gründen verschleiert und heruntergespielt. So verweigerten die polnischen Behörden ihm bisher eine/n Dolmetscher/in, anwaltliche Betreuung und jeglichen Kontakt zu Angehörigen und FreundInnen. Erst nach neun Tagen erhielt er die Möglichkeit, einen Anwalt zu kontaktieren. Aber auch die deutsche Botschaft in Warschau und das Auswärtige Amt kümmern sich nicht ausreichend um den Fall und verweigerten Rene K. bisher konsularischen Beistand.
Lediglich seine Mutter bekam Informationen, wo ihr Sohn festgehalten wird und dass sie ihn mindestens drei Monate nicht wiedersehen wird.

Der Warschauer CSD am 10. Juni 2006 wurde von einem breitem Spektrum aus Parteien, Schwul/Lesbischen Organisationen und Prominenten aus Deutschland unterstützt. Die homophoben Einstellungen in der polnischen Bevölkerung bis in die oberen Regierungskreise waren Anlass für uns die Homosexuellen in Polen bzw. die jährlich stattfindende Parade in Warschau personell zu unterstützen.

In Berlin startet am Samstag, dem 24.06.06 um 17 Uhr am Frankfurter Tor der Transgeniale CSD. Die Abschlusskundgebung beginnt um 18 Uhr in der Oranienstraße.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
www.queerberlin.de


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Beitrag vom 22.06.2006

AVIVA-Redaktion 






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