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AVIVA-BERLIN.de im Januar 2022 - Beitrag vom 24.10.2005


Frauen wollen mobile-content
AVIVA-Redaktion

Studie über das Verhalten technikaffiner Frauen jetzt veröffentlicht. Telekommunikationsanbieter, die Angebote speziell für Frauen erstellen, finden neue Umsatz- bzw. Absatzmöglichkeiten.




Die Firma LogicaCMG, internationales Unternehmen im Bereich von IT-Dienstleistungen und drahtloser Telekommunikation, gab die Studie in Auftrag. Sie wurde in Europa (Deutschland, Italien, Großbritannien) sowie verschiedenen Ländern (Malaysia, Brasilien, USA) erhoben, wobei in jedem Land 1000 Erwachseneaus einer repräsentativen Gruppe befragt wurden.

Innerhalb der nächsten zehn Monate wird sich die Anzahl mobiler Benutzerinnen, die sich Inhalte herunterladen, von 18 % auf 58 % mehr als verdreifachen. Frauen sind sich allerdings zu 50 % weniger als Männer der verfügbaren Inhalte für ihre Mobiltelefone bewusst. Auch werden Abonnements von Frauen seltener wahrgenommen als von Männern, da hierdurch die Kontrolle über die Ausgaben schwerer ist. Bei Werbemaßnahmen sollte Frauen ein direkter Rabatt (bevorzugen 24 % der Frauen) gewährt werden. Ein in Aussicht gestellter Nachlass auf künftige Downloads dagegen wird von Frauen weniger positiv beurteilt.

Betreiber müssen Download-Angebote erstellen, die Frauen ansprechen und dann auch zielgerichtet dafür sorgen, dass deren Verfügbarkeit bekannt gemacht wird. Hierdurch erschließen sich völlig neue Marktsegmente. Ohne diesen zielgerichteten Ansatz allerdings werden sich die Frauen im nächsten Jahr verstärkt von möglichen mobilen Downloads abwenden. Die Wahrscheinlichkeit, dass Frauen ihre Downloads auf einfache Inhalte wie Klingeltöne oder Multimedia-Darstellungen beschränken, ist um 33 % höher als bei Männern. Im Gegensatz dazu besteht bei Männern eine um 16 % gesteigerte Wahrscheinlichkeit des Downloads mobiler Spiele. Die Möglichkeit eines Downloads von Premium-Angeboten im Sportbereich - wie die Torchancen der wichtigsten Spiele - ist bei Männern etwa doppelt so hoch wie bei Frauen.

Lisa Modisette, Vorstand der WiMD (Women in Mobile Data Association), eine Vereinigung zur Entwicklung von mobilen Inhalten und Anwendungen für Frauen und andere unterrepräsentierte Märkte, sieht den Schlüssel zu wachsenden Umsätzen im Mobilbereich bei den Frauen: "Die Mobilinhalte sind größtenteils auf die Zielgruppe der jungen Männer ausgerichtet, die zu der Gruppe der "Early-Adopter" gehören. Betreiber und Anbieter von Inhalten, die ihr Umsatzpotenzial maximieren wollen, sollten ihre Angebote aber nun auch an der Nachfrage der Frauen ausrichten. Frauen gehören heute ebenfalls zur technikaffinen Gruppe und stellen ein umsatzfreudiges Consumer-Segment dar. Betreiber können davon nur profitieren."

Verschiedene Aspekte begrenzen die Nachfrage von Frauen nach mobilen Inhalten. So scheinen Frauen einen höheren Wert auf die Kontrolle anfallender Kosten zu legen: Der Anteil der Frauen, die eine direkte Abbuchung von Prepaid-Beträgen von ihrem Konto bevorzugen, liegt um 14 % höher als bei Männern. Klingeltöne oder Wallpaper-Downloads, die per einmaliger Betragsabbuchung gezahlt werden können, sprechen Frauen stärker an. Abonnements hingegen schrecken eher ab, da die tatsächlichen Ausgaben schwerer zu kontrollieren sind.

Peter Herrmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der deutschen LogicaCMG, rät Betreibern: "Die Unterschiede zwischen Mann und Frau können durch die Telekommunikationsbranche genutzt werden. Sowohl Männer als auch Frauen weisen ein hohes Potenzial für mobile Downloads auf. Der Schlüssel zu wachsenden Umsätzen ist hier die clevere Ansprache und Personalisierung. Der Bekanntheitsgrad verfügbarer Angebote muss erhöht und es müssen Zahlungsoptionen eingerichtet werden, die Frauen entgegenkommen. Anbieter mobiler Inhalte können sich einen neuen Markt eröffnen, wenn das Marketing für diese neuen Angebote stimmt."

Weitere Informationen sind unter www.logicacmg.com verfügbar.


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Beitrag vom 24.10.2005

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