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AVIVA-BERLIN.de im März 2021 - Beitrag vom 28.04.2003


Berlin für junge Menschen
Kirsten Eisenberg

Neu in der Stadt und noch keinen Schimmer, was die richtigen Adressen für Nightlife, Shopping und Sightseeing sind? Der Cityguide "Das junge Berlin" nimmt Berlin-EntdeckerInnen an´s Händchen




"Die schönsten Sehenswürdigkeiten einer Stadt kann man nicht nachschlagen, man muss sie selbst entdecken...". Wahre Worte, doch mit Hilfe dieses Buches fällt der Anfang leichter. Es lotst uns in einem allgemeinen Teil zunächst durch den Berliner Sightseeing-Dschungel, wobei oft mit kritischem Auge und spöttischem Humor vermeintlich Sehenswertes entlarvt wird:
"Die in Beton gegossene Ödnis [gemeint ist der Alexanderplatz] lässt einen selbst dann noch schaudern, wenn kein Wind über die riesige Fläche fegt."
Es folgt ein ausführlicher Überblick über die kulturellen Möglichkeiten von klassischem Theater am Berliner Ensemble über kleine versteckte Kinos wie das Sputnik bis zu den Dauerbrennern auf der Museumsinsel.

Sandsteiniges Mitte, rockendes Friedrichshain und Klein-Istanbul-Kreuzberg - Stadtteil für Stadtteil bekommt frau nun einen echten Einblick in den jeweiligen Kiez. Dabei geht der Guide zunächst auf Sightseeing-Musts ein, bevor er von der trashigen Imbissbude bis zur stilvollen High-Society Bar die Sterne der Gastro-Szene präsentiert.

Flohmarkt, Plattenladen oder doch eher Trend-Friseur? Achtung: dieses Buch verleitet zu Shopping-Orgien, denn jede dürfte dank detaillierter Beschreibung des Angebots, der Stilrichtung und der Preislage die passende Stöber-Oasen entdecken. Für das schmalere Portemonnaie sind zahlreiche, auch kleinere Flohmärkte und günstige Secondhandläden aufgeführt.

Grün wie Park, Rot wie Essen und Blau wie Party - die farbliche Strukturierung macht die Handhabung des Cityguides noch leichter.
Lästiges Hin- und Herblättern wird überflüssig, da Text- und Serviceteil zusammengefasst wurden. Adressen, Öffnungszeiten, Preisangaben und Verkehrsanbindungen werden immer direkt mitgeliefert.

Keine "Insidertipps", dafür Insider-Interviews mit jugendlichen Szene-Kennern. So plaudert HipHop-Lady Pyranja über die besten Chill-out-Bars und die Jungs von Jazzanova philosophieren über eine Art "Goldgräberstimmung" in der Stadt der krassen Gegensätze.

Ein ganz besonderer Lichtblick des Cityguides ist der SMS-Service, mit dem brandaktuelle Infos zu Stichwörtern wie "Party", "Kino" oder "Kultur" abgerufen werden können. Das ist natürlich Geschmacksache.

"Es lohnt sich, die Augen offen zu halten und neben den klassischen Sehenswürdigkeiten einen Blick in die Seitenstraßen zu werfen." Mit seinem handlichen Format und der übersichtlichen Auswahl an Information ist der Cityguide tatsächlich kein klassischer Reiseführer, bei dem die Augen mehr am Text als an den Besichtigungsobjekten kleben. Er macht einfach Lust auf selbständiges Stadt-Entdecken.





Das junge Berlin. Der Cityguide
AutorInnen: Christian Berger, Anne Bilher, Lukas Fischer, Stefanie Hardick, Aida Kadrispahic, Dirk M. Oberländer, Janis Voss
Nicolaische Verlagsbuchhandlung, 2003
ISBN: 3-87584-953-1
Preis: 6,50 Euro
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Beitrag vom 28.04.2003

AVIVA-Redaktion 






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