Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur im Frühjahr 2022 in Berlin - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Veranstaltungen in Berlin Exhibitions
 



AVIVA-BERLIN.de im Mai 2022 - Beitrag vom 20.05.2022


Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur im Frühjahr 2022 in Berlin
AVIVA-Redaktion

Liebe Leserinnen, aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, bzw. fanden per Live-Stream statt. Nun können viele Ausstellungen wieder besucht werden - unter Einhaltung der erforderlichen Hygienestandards. Bitte unterstützt die Veranstalterinnen damit, gekaufte Tickets nicht zurückerstatten zu lassen, denn Kunst- und Kulturschaffende befinden sich in einer prekären Situation. Die AVIVA-Auswahl über Ausstellungen und Vernisssagen von etablierten, noch unbekannten oder zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstlerinnen in und um Berlin.




Liebe Leserinnen, diese Seite wird regelmäßig aktualisiert, es lohnt sich also, öfter vorbeizuschauen! Zur Info - die Termine sind chronologisch nach dem Beginndatum der jeweiligen Ausstellung geordnet, scrollt/scrollen Sie daher am besten durch diese Seite um zu einem bestimmten Datum zu gelangen.
Ihre/eure AVIVA-Berlinerinnen




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  • 06. März 2020 bis Sommer 2022
    Die Hälfte Berlins – Ein Blick auf 150 Jahre Frauenbewegung
    "Die Menschenrechte haben kein Geschlecht." Als die Berlinerin Hedwig Dohm 1876 zu diesem Schluss kam, waren Frauen Bürgerinnen zweiter Klasse. Studium und die meisten Berufe waren ihnen verboten, das Ehe- und Familienrecht entmündigte sie und sie hatten kein Wahlrecht. Doch immer mehr Frauen forderten die Gleichstellung ein: Eine Bewegung entstand. Die Open-Air-Ausstellung "Die Hälfte Berlins. Ein Blick auf 150 Jahre Frauenbewegung" erzählt von Kämpfen und Errungenschaften, von Gesichtern und Geschichten der Frauenbewegung in Berlin – damals und heute. Acht feministische Initiativen (darunter AVIVA-Berlin) werden vorgestellt, die sich heute in Berlin für Chancengleichheit stark machen: im Sport, in der Selbstbestimmung über den eigenen Körper, in der Filmwirtschaft oder bei der Auflösung starrer Geschlechterrollen in den Köpfen.
    Die Themen: Wie viele Ehrenbürgerinnen hat Berlin? Was bedeutet "Doing Gender"? Wie verteilen sich die Bildungsabschlüsse und die Gehälter unter Männern und Frauen in Berlin?
    Die Ausstellung mit ihren 16 großformatigen Tafeln ist ab dem 06.03.2020 rund um die Uhr auf dem Außengelände des Amerika Hauses zugänglich.
    Mehr Infos zur Ausstellung unter: www.berlin.de
    Veranstaltungsort: Berliner Landeszentrale für politische Bildung, Besuchszentrum
    Hardenbergstraße 22-24
    10623 Berlin

  • Ausstellungsdauer: Ab 23. August 2020
    Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland – die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin
    Installationen, interaktive Spiele und Hands-on-Stationen: nach über zweieinhalbjährigem Umbau eine neue Dauerausstellung im Libeskind-Bau. Auf 3500 qm zeigt sie die Geschichte der Juden und Jüdinnen in Deutschland vom Mittelalter bis in die Gegenwart mit neuen Schwerpunkten und neuer Szenografie.
    Jüdische Gemeinschaften waren stets eng mit ihrer Umgebung verflochten. Zugehörigkeit und Ausgrenzung thematisiert die Ausstellung in ihren unterschiedlichen historischen Ausprägungen, von nachbarschaftlichem Zusammenleben bis zur Gewalt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Geschichte nach 1945: Diese reicht vom Umgang mit der Zäsur des Holocaust über den Neubeginn jüdischen Lebens in der Bundesrepublik und der DDR bis hin zur Migrationsgesellschaft im heutigen Deutschland.
    Was zeichnet die jüdische Gemeinschaft aus? Welche Perspektiven hat sie auf politische, gesellschaftliche und kulturelle Phänomene ihrer Zeit? Und wie definiert sie sich heute? Die Ausstellung lässt eine Vielzahl jüdischer Stimmen zu Wort kommen, die unterschiedliche und teils widersprüchliche Sichtweisen auf die historischen Herausforderungen zeigen.
    Die Website mit weiteren Informationen zur neuen Dauerausstellung finden Sie unter: www.jmberlin.de/dauerausstellung und www.twitter.com/jmberlin
    Jetzt Zeitfenstertickets buchen unter: shop.jmberlin.de/#/tickets
    Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Berlin, Libeskind-Bau
    Lindenstraße 9–14
    10969 Berlin

  • Ab 31. Oktober 2021
    Der zweite Blick: Frauen
    Eine Ausstellungsreihe von Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst - staatliche Museen zu Berlin

    Kunstgeschichte ist bis heute von einem männlichen Blick geprägt. Mit "Der zweite Blick: Frauen" soll der Fokus auf weibliche Perspektiven, Lebenswege und Leistungen in der Kunst gelegt werden.
    Auf sechs verschiedenen thematischen Routen werden Besucher*Innen dazu angeregt, einen "zweiten Blick" auf die Darstellungen der Geschlechter und der Gesellschaftsrollen in der Dauerausstellung der Skulpturensammlung und des Museums für Byzantinische Kunst zu werfen, diese dadurch neu zu entdecken und die offiziellen Museumsnarrativ um neue Perspektiven zu erweitern.
    Die ersten drei Routen behandeln historische Darstellungen von Frauen in den Objekten, die vierte Route befasst sich mit der Rolle von Männern für die Gleichberechtigung der Geschlechter, die fünfte Route thematisiert die (fehlenden) Künstlerinnen der Sammlung und die sechste Route zeigt in einer mehrteiligen Videoreihe Perspektiven und Leistungen von einflussreichen Berlinerinnen des 21. Jahrhunderts.
    "Frauen" ist der zweite Teil der Reihe "Der zweite Blick" und ergänzt den 2019 eröffneten ersten Teil "Spielarten der Liebe", der parallel zu sehen ist.
    Sonderöffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
    Veranstaltungsort: Museumsinsel, Bode Museum
    Am Kupfergraben
    10117 Berlin
    Mehr Infos zur Ausstellung unter: www.smb.museum.de

  • 13. Dezember 2021 bis 12. Juni 2022
    Jüdisches Berlin erzählen. Mein, Euer, Unser?
    Eine Ausstellung der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum

    Im Frühjahr wandte sich die Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum mit der Frage "Und was ist Ihr jüdisches Berlin?" an alle Berliner*Innen. Anlässlich der diesjährigen Jubiläen "1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland", "350 Jahre Neugründung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin" und "25 Jahre Eröffnung des Centrum Judaicum" soll die Vergangenheit des jüdischen Berlins durch die Stimmen heutiger Berliner*Innen erkundet und der Frage nachgegangen werden:
    Was bedeuten das jüdische Berlin und seine Geschichte für jede*n von uns heute?
    Gefragt wurden nicht nur Menschen mit jüdischem Hintergrund, die Berlin als Ort ihrer Familienbiografie verstehen, sondern auch jüdische und nicht-jüdische Berliner*Innen mit unterschiedlichsten Hintergründen und Herkünften. Die jüdische Vergangenheit trifft so auf das heutige diverse Berlin.
    Eine Auswahl der Antworten wird in den historischen Ausstellungsräumen der Neuen Synagoge Berlin ausgestellt. Das Ergebnis ist ein Mosaik aus diversen Stimmen, die durch ausgestellte Gegenstände, Fotos, Gemälde, Texte und Videosequenzen ihre persönlichen und individuellen Perspektiven, Erinnerungen, Erfahrungen, Biografien, Emotionen und Beziehungen teilen. In der Videoinstallation "Berliner jüdische Welten seit 1800" präsentieren Berliner*Innen zudem vertiefende Einblicke in die jüdische Geschichte Berlins bis zur Gegenwart.
    Veranstaltungsort: Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
    Oranienburgerstraße 28 - 30
    10117 Berlin
    Öffnungszeiten: Sonntag bis Donnerstag: 10 bis 18 Uhr
    Freitag: 10 bis 15 Uhr
    Samstag: geschlossen
    Mehr Infos zur Ausstellung: www.centrumjudaicum.de

  • 29. April bis 04. September 2022
    Herlinde Koelbl. Angela Merkel Portraits 1991-2021. Fotoausstellung
    Als im Herbst 2021 die Amtszeit von Bundeskanzlerin Angela Merkel endete, endete auch für Herlinde Koelbl ein weltweit einzigartiges Projekt. Drei Jahrzehnte hat die Künstlerin und Fotografin eine der mächtigsten Politikerinnen der Welt regelmäßig mit der Kamera portraitiert. Die erste Aufnahme entstand 1991: Damals war Merkel gerade Bundesministerin für Frauen und Jugend im Kabinett von Helmut Kohl geworden. Das letzte Portrait stammt von 2021: In diesem Jahr endete Merkels sechszehnjährige Amtszeit als Bundeskanzlerin.
    In ruhigen und intimen Großaufnahmen hat Herlinde Koelbl das Bild einer Politikerin eingefangen, die zunehmend in den Medien präsent ist. Keine Machtsymbole verstellen den Blick oder lenken von der Portraitierten ab. Vorauszusehen war Merkels Aufstieg nicht. In der Bundesrepublik besetzten bis dahin nur Männer die Ämter des Kanzlers, Bundespräsidenten oder Außenministers. Auch vor 1949 waren sämtliche staatlichen Führungspositionen in männlicher Hand gewesen. In der deutschen Geschichte war sie die erste Regierungschefin.
    Die 47 Portraitaufnahmen werden ergänzt um prägnante Zitate Merkels, Audiostationen und eine Videocollage mit Ausschnitten aus Interviews, die Herlinde Koelbl von 1991 bis 1998 mit Angela Merkel geführt hat. Die Antworten auf die jährliche Frage "Was haben Sie gelernt?" zeugen von Merkels Entwicklungsprozess im männlich dominierten Politikbetrieb der neunziger Jahre.
    Der gleichnamige Bildband ist im Taschen Verlag erschienen.
    Veranstaltungsort: Stiftung Deutsches Historisches Museum
    Unter den Linden 2
    10117 Berlin
    www.dhm.de

  • 30. April – 9. September 2022
    Susan Meiselas . Mediations
    Die Retrospektive Susan Meislelas . Mediations versammelt eine Auswahl von Werken aus den 1970er-Jahren bis heute. Unermüdlich erforscht und entwickelt die Magnum-Fotografin Susan Meiselas (geboren 1948 in Baltimore, USA) in fotografischen Langzeitstudien ein breites Spektrum an Themen und Ländern – von Straßenfotografie in New York City, strippenden Frauen auf Jahrmärkten über Menschenrechtsverstöße in Lateinamerika hin zu gesellschaftlichen Randgruppen. Ihre visuellen Erzählungen geben Einzelpersonen und Minderheiten, die Gewalt und Unterdrückung ausgesetzt sind, eine Stimme. Die Ausstellung offenbart zugleich Meiselas einzigartige Herangehensweise als Fotografin. Sie zeigt, wie diese über Jahrzehnte hinweg unter den unterschiedlichsten geopolitischen Rahmenbedingungen den Status ihrer Aufnahmen immer wieder in Frage stellt, indem sie diese innerhalb ihrer jeweiligen Entstehungsgeschichte kontextualisiert.
    Veranstaltungsort: C/O Berlin Foundation, Amerika Haus
    Hardenbergstraße 22–24
    10623 Berlin
    co-berlin.org/de/programm/ausstellungen/susan-meiselas

  • 30. April – 9. September 2022
    Bieke Depoorter . Agata / Michael
    Die erste große Einzelausstellung in Berlin zeigt eine Installation mit Bildern, Videos und Wandarbeiten aus den letzten sechs Jahren. Bieke Depoorter (geb. 1986, Belgien) verbringt Jahre damit, die Menschen in ihren Arbeiten kennenzulernen. Diese Beziehungen ordnen das Machtverhältnis zwischen ihr als Fotografin und den jeweiligen Protagonist*innen in ihren Bildern neu.
    Sie ermöglichen es, jene Menschen und ihre Lebenswege zu beobachten, ohne ihre Entscheidungen zu verurteilen. Anhand der beiden Biografien von Agata und Michael und den beiden darauf basierenden Projekten untersucht die junge Magnum-Fotografin individuelle Lebenswege und streift gesellschaftspolitische Themen, die selten gezeigt werden. Durch die intensive und ungefilterte Zusammenarbeit mit ihren fotografischen Subjekten gewährt sie den Betrachter*innen einen intimen Zugang zu deren Leben und der persönlichen Bindung, die sie zu ihnen aufgebaut hat. Im Fall von Agata hat sich über die Jahre eine tiefe Freundschaft entwickelt. Michael hat die Fotografin kurz nach ihrem Kennenlernen aus den Augen verloren. Sie erhielt von ihm jedoch drei Koffer voller persönlicher Notizen, Skizzenbücher und Essays, wodurch sie einen tiefen Einblick in sein Denken und Handeln bekam. Dieser dialogische Ansatz schafft holistische Arbeiten, die nicht nur fotografisch sind.
    Veranstaltungsort: C/O Berlin Foundation, Amerika Haus
    Hardenbergstraße 22–24
    10623 Berlin
    co-berlin.org/de/programm/ausstellungen/bieke-depoorter

  • 5. Mai bis 1. Juni 2022
    "Shared History – 1700 Jahre jüdisches Leben im deutschsprachigen Raum"
    "Shared History" stellt die jüdische Geschichte im deutschsprachigen Raum in fünf Segmenten dar, beginnend mit den antiken Anfängen und dem Mittelalter, über die Renaissance, die Aufklärung und den Zivilisationsbruch des Holocausts bis hin zur Gegenwart. Die ausgestellten Objekte schildern eindrückliche Begebenheiten oder Phänomene der deutschsprachigen jüdischen Geschichte und beleuchten Aspekte der jüdischen Religion. Auch zeigt sie, wie historische Lehren Einblicke in Antisemitismus, Vorurteile und Diskriminierung in der heutigen Zeit geben und eine Perspektive zu deren Bekämpfung bieten können.
    Die Ausstellung wurde 2021 im Auftrag des Deutschen Bundestages als Teil des Projektes Shared History vom Leo Baeck Institute geschaffen. Anlass war das 1700-jährige Jubiläum der ersten dokumentierten Erwähnung einer jüdischen Gemeinde im deutschsprachigen Gebiet.
    In ihrer Einführung in die Ausstellung verwies Dr. Miriam Bistrovic, Leo Baeck Institute – New York | Berlin auf die Bedeutung der vorgestellten Objekte: "Die heute hier eröffnende Ausstellung zeigt anhand von 31 Objekten Momentaufnahmen der Geschichte. Ihre Vielfalt ermöglicht es, auch gegenwärtig herausfordernde Themenbereiche zu berühren. So schwingen die Themen Akkulturation und Inklusion bei den Artefakten ebenso mit, wie Verfolgung, Flucht und Migration."
    Veranstaltungsort: Abgeordnetenhaus von Berlin
    Niederkirchnerstr. 5
    10117 Berlin-Mitte
    www.parlament-berlin.de/das-haus/ausstellungen-im-parlament/2022-2023/shared-history
    www.lbi.org

  • 06. Mai 2022 bis 20. Mai 2022
    LIKE WATER - Ausstellung & Performances
    Like Water setzt sich aus unterschiedlichen Blickwinkeln und anhand verschiedener künstlerischer Medien mit dem komplexen Verhältnis von Wut und Weiblichkeit auseinander. Dabei geht es explizit auch um Weiblichkeiten außerhalb eines binären Geschlechtersystems.
    Wut ist vielschichtig. Sie kann destruktiv und transformativ sein, rational und impulsiv, empathisch und isolierend. In ihrer Fähigkeit, auf Missstände aufmerksam zu machen und persönliche Grenzen aufzuzeigen, ist sie eines der mächtigsten emotionalen und politischen Werkzeuge überhaupt.
    Like Waterlässt verschiedene Künstler*innen zum Thema Stellung beziehen. Mal ernst, mal spielerisch dienen Malerei, Keramik, Videoarbeiten, Installationen und Live-Performances als Mittel, weibliche Wut sowie die ihr zugrunde liegenden Strukturen, Geschichten, Ästhetiken und Potentiale zu beleuchten. Die präsentierten Arbeiten laden die Besucher*innen zur Auseinandersetzung mit den aufgeworfenen Fragestellungen und ihren eigenen Emotionen ein.
    Ergänzt wird die Gruppenausstellung durch ein an drei Tagen stattfindendes Performance- und Lesungsprogramm.
    Veranstaltungsort: TOP
    Schillerpromenade 4
    12049 Berlin
    Do – So 16:00 – 21:00 Uhr
    www.wepsert.de/like-water
    www.instagram.com/wepsert

  • 7. Mai bis 19. Juni 2022. Vernissage: Freitag, 6. Mai 2022, 19 Uhr
    Künstler:innen für Künstler:innen
    Benefizaktion für ukrainische und exilierte russische und belarussische Künstler:innen

    Der Kunstverein Neukölln veranstaltet eine Benefiz-Verkaufsausstellung, deren Erlöse zu 100% dem MitOst. e.V. zur Verfügung gestellt werden. Über 30 Künstler:innen, die in der Vergangenheit im Kunstverein Neukölln ausgestellt haben, spenden zu diesem Zweck Arbeiten, die zum Preis von 250 Euro erworben werden können. Die Arbeiten können während der Öffnungszeiten des Kunstvereins erworben und nach Ende der Ausstellung abgeholt werden. Eine Spendenquittung kann ausgestellt werden.
    "Der Kunstverein Neukölln reagiert auf die sehr dramatische Situation von exilierten ukrainischen, russischen und belarussischen Künstler:innen – jene Menschen also, die im Zusammenhang der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine ihr Land verlassen mussten. Zugleich wollen wir auch jene russischen und belarussischen Künstler:innen und Intellektuellen nicht vergessen, die ihrem Protest gegen ihre Regierungen nur durch eine Ausreise Ausdruck verleihen konnten, die de facto also ebenfalls ins Exil gegangen sind", heißt es aus dem Kunstverein.
    Veranstaltungsort: Kunstverein Neukölln e.V.
    Mainzer Str. 42
    12053 Berlin
    Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 14–20 Uhr
    www.kunstverein-neukoelln.de
    www.mitost.org

  • 17. September 2022 – 21. Januar 2023
    Queerness in Photography - Under Cover . A Secret History of Cross Dressing, Cindy Sherman . Performance and Casa Susanna, Orlando
    C/O Berlin präsentiert in drei komplementären Ausstellungen die Darstellung von Identität, Gender und sexueller Orientierung und verortet diese innerhalb der Fotografie. Im Gegensatz zu anderen Medien stellt die Fotografie sexuelle Orientierung und Identität nicht nur dar, sondern trägt wesentlich zu ihrer gesellschaftspolitischen Determinierung bei. Denn seit seiner Erfindung im Jahr 1839 dient das Medium auch dazu, Menschen visuell zu kategorisieren. Dabei wollen die drei Ausstellungen ein vielschichtiges, visuelles Panorama von queerer Fotografie feiern. Under Cover . A Secret History of Cross Dressing zeigt die von dem französischen Regisseur und Drehbuchautor Sébastien Lifshitz über mehrere Jahrzehnte zusammengetragene Sammlung, die einen Einblick in die Tradition des Cross Dressings zwischen 1880 und dem Ende des 20. Jahrhunderts gibt. Die Ausstellung kontextualisiert das subversiv-visuelle Spiel mit Geschlechterrollen als historisches Phänomen. In Cindy Sherman . Performance and Casa Susanna interpretiert die wohl berühmteste Verkleidungskünstlerin der Welt auf spielerische Art Geschlechteridentitäten und deren Fluidität. Was passiert, wenn sich eine weibliche Künstlerin als homosexuelle Drag Queen inszeniert? Anhand von Archivmaterialien aus den 1960er- und 1970er-Jahren, die sich sowohl in ihrer eigenen als auch in der Sammlung Lifshitz befinden, nimmt sie Bezug auf kollektive Gender-Fragen.
    1992 spielte die Schauspielerin Tilda Swinton in dem preisgekrönten Film Orlando, der auf einem Roman von Virginia Woolf basiert, die Gender-nonkonforme Hauptrolle. Nun kuratiert sie anhand der Buch- und Filmvorlage für C/O Berlin eine Ausstellung mit elf zeitgenössischen fotografisch-künstlerischen Positionen. So hat sie Arbeiten von Zackary Drucker, Lynn Hershman Leeson, Paul Mpagi Sepuya, Jamal Nxedlana, Elle Pérez, Walter Pfeiffer, Sally Potter, Viviane Sassen, Collier Schorr, Mickalene Thomas und Carmen Winant zu einer aktuellen Lesart von Queerness und Genderfluidität zusammengestellt.
    Veranstaltungsort: C/O Berlin Foundation, Amerika Haus
    Hardenbergstraße 22–24
    10623 Berlin
    co-berlin.org/de/programm/ausstellungen/queerness-photography

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