Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur in Berlin - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Veranstaltungen in Berlin Exhibitions
 



AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2022 - Beitrag vom 06.10.2022


Der AVIVA-Kulturkalender - Kunst + Kultur in Berlin
AVIVA-Redaktion

Die AVIVA-Auswahl zu Ausstellungen und Vernisssagen von etablierten, noch unbekannten oder zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Künstlerinnen in und um Berlin.




Liebe Leser*innen, diese Seite wird regelmäßig aktualisiert, es lohnt sich also, öfter vorbeizuschauen! Zur Info - die Termine sind chronologisch nach dem Beginndatum der jeweiligen Ausstellung geordnet, scrollt/scrollen Sie daher am besten durch diese Seite um zu einem bestimmten Datum zu gelangen.
Ihre/eure AVIVA-Berlinerinnen

Außerdem: aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden zahlreiche Veranstaltungen abgesagt, bzw. fanden per Live-Stream statt. Nun können viele Ausstellungen wieder besucht werden - unter Einhaltung der erforderlichen Hygienestandards. Unterstützt die Veranstalterinnen mit eurem Besuch und damit, gekaufte Tickets nicht zurückerstatten zu lassen, denn Kunst- und Kulturschaffende befinden sich nach wie vor in einer prekären Situation.


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  • Ausstellungsdauer: Ab 23. August 2020
    Jüdische Geschichte und Gegenwart in Deutschland – die neue Dauerausstellung im Jüdischen Museum Berlin
    Installationen, interaktive Spiele und Hands-on-Stationen: nach über zweieinhalbjährigem Umbau eine neue Dauerausstellung im Libeskind-Bau. Auf 3500 qm zeigt sie die Geschichte der Juden und Jüdinnen in Deutschland vom Mittelalter bis in die Gegenwart mit neuen Schwerpunkten und neuer Szenografie.
    Jüdische Gemeinschaften waren stets eng mit ihrer Umgebung verflochten. Zugehörigkeit und Ausgrenzung thematisiert die Ausstellung in ihren unterschiedlichen historischen Ausprägungen, von nachbarschaftlichem Zusammenleben bis zur Gewalt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Geschichte nach 1945: Diese reicht vom Umgang mit der Zäsur des Holocaust über den Neubeginn jüdischen Lebens in der Bundesrepublik und der DDR bis hin zur Migrationsgesellschaft im heutigen Deutschland.
    Was zeichnet die jüdische Gemeinschaft aus? Welche Perspektiven hat sie auf politische, gesellschaftliche und kulturelle Phänomene ihrer Zeit? Und wie definiert sie sich heute? Die Ausstellung lässt eine Vielzahl jüdischer Stimmen zu Wort kommen, die unterschiedliche und teils widersprüchliche Sichtweisen auf die historischen Herausforderungen zeigen.
    Die Website mit weiteren Informationen zur neuen Dauerausstellung finden Sie unter: www.jmberlin.de/dauerausstellung und www.twitter.com/jmberlin
    Jetzt Zeitfenstertickets buchen unter: shop.jmberlin.de/#/tickets
    Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Berlin, Libeskind-Bau
    Lindenstraße 9–14
    10969 Berlin

  • Ab 31. Oktober 2021
    Der zweite Blick: Frauen
    Eine Ausstellungsreihe von Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst - staatliche Museen zu Berlin

    Kunstgeschichte ist bis heute von einem männlichen Blick geprägt. Mit "Der zweite Blick: Frauen" soll der Fokus auf weibliche Perspektiven, Lebenswege und Leistungen in der Kunst gelegt werden.
    Auf sechs verschiedenen thematischen Routen werden Besucher*Innen dazu angeregt, einen "zweiten Blick" auf die Darstellungen der Geschlechter und der Gesellschaftsrollen in der Dauerausstellung der Skulpturensammlung und des Museums für Byzantinische Kunst zu werfen, diese dadurch neu zu entdecken und die offiziellen Museumsnarrativ um neue Perspektiven zu erweitern.
    Die ersten drei Routen behandeln historische Darstellungen von Frauen in den Objekten, die vierte Route befasst sich mit der Rolle von Männern für die Gleichberechtigung der Geschlechter, die fünfte Route thematisiert die (fehlenden) Künstlerinnen der Sammlung und die sechste Route zeigt in einer mehrteiligen Videoreihe Perspektiven und Leistungen von einflussreichen Berlinerinnen des 21. Jahrhunderts.
    "Frauen" ist der zweite Teil der Reihe "Der zweite Blick" und ergänzt den 2019 eröffneten ersten Teil "Spielarten der Liebe", der parallel zu sehen ist.
    Sonderöffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr
    Veranstaltungsort: Museumsinsel, Bode Museum
    Am Kupfergraben
    10117 Berlin
    Mehr Infos zur Ausstellung unter: www.smb.museum.de

  • 24. Juni – 10. Oktober 2022
    Sibylle Bergemann. Stadt Land Hund. Fotografien 1966 – 2010
    Sibylle Bergemann (1941–2010) ist eine der bekanntesten deutschen Fotograf*innen. Über mehr als vier Jahrzehnte hinweg schuf die Berlinerin mit großer Leidenschaft ein außergewöhnliches Werk aus Mode- und Porträtaufnahmen, literarischen Reportagen und atmosphärische Bildserien. Im Mittelpunkt stand stets der Mensch. Nach der Öffnung der Mauer war sie Mitbegründerin von Ostkreuz – Agentur der Fotografen. Die Ausstellung in der Berlinischen Galerie stellt auf verschiedenen Erzählebenen den einzigartigen Bilderkosmos der Fotografin vor, die ihre Arbeiten auch in der legendären Modezeitschrift der DDR, der »Sibylle« veröffentlichte.
    Wiederkehrende Motive sind die Stadt, Frauen und immer wieder auch Hunde. Fernweh ist dabei wichtiger Antrieb für die fotografische Praxis weltweit: Dakar, Moskau, New York und Paris gehörten zu ihren Zielen.
    Mit einer Auswahl von über 200 Fotografien, davon 30 bisher unveröffentlicht, richtet die Ausstellung einen retrospektiven und persönlichen Blick auf das Werk von Sibylle Bergemann. Sechs Kapitel – "Unsichtbare Beobachterin", "Berlin", "Frauen", "Moskau, Paris, New York", "Die Welt in Farbe" und "Zurück in Berlin" – führen thematisch und weitestgehend chronologisch durch das zwischen 1966 und 2010 entstandene Œuvre. Ein weiteres Kapitel, "Lebensorte", präsentiert neben ihren Fotografien auch Bilder von Arno Fischer, Ute Mahler, Roger Melis und Michael Weidt, die Einblick in Bergemanns private und soziale Räume geben. Der 2022 im Hatje Cantz Verlag erschienene Katalog stellt auf verschiedenen Erzählebenen den einzigartigen Bilderkosmos von Sibylle Bergemann vor und versammelt über 200 Fotografien sowohl aus den Sammlungsbeständen des Museums als auch dem Nachlass der Fotografin. Erstmals werden dabei auch ausgewählte Motive des Frühwerks gezeigt.
    Veranstaltungsort: Berlinische Galerie
    Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
    Alte Jakobstraße 124 –128
    10969 Berlin
    Eintritt 10 €, ermäßigt 6 €
    Mi – Mo 10 – 18 Uhr, Di geschlossen
    berlinischegalerie.de/sibylle-bergemann/

  • 24. Juni 2022 bis 15. Januar 2023
    Splitter des Lebens. Ein Ukraine-Tagebuch
    Kurz nach Beginn des Krieges Russlands gegen die Ukraine im Februar 2022 ist die in Berlin lebende Künstlerin Mila Teshaieva in ihre Heimatstadt Kyjiw gereist. Das dabei entstandene Tagebuch, das zuerst auf der Internetplattform dekoder.org veröffentlicht wurde, enthält persönliche Aufzeichnungen der ersten Kriegsmonate in Bild und Wort.
    Beginnend mit den ersten Kriegstagen, in denen die russischen Truppen Kyjiw einkesselten und Menschen in Panik flohen, bis hin zu den letzten Apriltagen, in denen die erdrückenden Folgen der Kriegsverbrechen in der Region um die Hauptstadt Kyjiw entdeckt wurden, dokumentiert Mila Teshaieva das Leben im Krieg, das sowohl von Zerstörung als auch von Zusammenhalt und Widerstand geprägt ist.
    Die Künstlerin Mila Teshaieva ist 1974 in Kyjiw, Ukraine, geboren und aufgewachsen. Seit 2010 lebt sie auch in Berlin. Teshaieva nutzt Fotografie, Video und Text in Langzeit-Projekten, um die Spannung zwischen individueller und kollektiver Identität zu beschreiben. Ihre Werke werden in Museen weltweit ausgestellt und sind in einigen öffentlichen Sammlungen vertreten. Die umfassende Werkschau "Imagined Community" von Teshaieva wurde im MIT Museum Boston 2018/2019 gezeigt. Seit 2016 ist sie Mitglied bei der Agentur Ostkreuz.
    Die Ausstellung wird gefördert durch das Kuratorium Preußischer Kulturbesitz.
    Veranstaltungsort: Museum Europäischer Kulturen
    Arnimallee 25
    14195 Berlin
    eingeschränkt rollstuhlgeeignet
    U-Bahn: Dahlem-Dorf
    Bus: U Dahlem-Dorf, Limonenstraße, Arnimallee
    www.smb.museum/ausstellungen/detail/splitter-des-lebens

  • 07. Juli 2022 bis 08. Januar 2023
    Ende der Zeitzeugenschaft?
    Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems und der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg in Zusammenarbeit mit der Stiftung Neue Synagoge Berlin — Centrum Judaicum
    Was wird sein, wenn keine Überlebenden der Shoah mehr leben und befragt werden können?
    Es bleiben ihre Zeugnisse in Form von Literatur, in historischen Filmdokumentationen, Audio- und Videointerviews. Grund genug, den Blick auf die Geschichte der Zeitzeug*innenschaft zu richten und auf die komplexe Beziehung zwischen Überlebenden und der sie umgebenden Gesellschaft. Denn bald werden keine Zeitzeug*innen mehr an der Kommunikation über ihre Erinnerung teilnehmen können und damit verlieren sie ihre Einspruchsmöglichkeit in Bezug auf die Interpretation und den Gebrauch ihrer Zeugnisse.
    Die Ausstellung widmet sich daher der Frage, wie Museen, Gedenkstätten und andere Institutionen mit den verbleibenden Zeitzeugnissen verantwortungsvoll umgehen können. Direkt nach der Shoah waren die Überlebenden oft allein mit ihren Erinnerungen, das Interesse daran begann in Deutschland verstärkt erst seit den 1980er-Jahren. Die Ausstellung richtet den Blick auf die Geschichte dieser Interviews seit 1945, aber auch darauf, welche Funktion ihnen und den Überlebenden seitens Öffentlichkeit, Zuhörenden und Institutionen jeweils zugeschrieben wurde. Sie blickt auf die Intentionen der Zeitzeug*innen und hinterfragt gleichzeitig die "Gemachtheit" der Interviews, die Rolle der Interviewer*innen und die gesellschaftliche Erwartungshaltung.
    Außerdem präsentiert sie in vier thematischen Segmenten zum ersten Mal die verschiedenen Erinnerungsnarrative überlebender Berliner Jüdinnen und Juden. Und sie stellt Fragen nach der Zukunft der Zeitzeug*innenschaft im Kontext diverser Erinnerungskulturen.
    Die für Berlin adaptierte Version enthält neue Interviews mit Berliner Jüdinnen und Juden, die speziell für die Ausstellung von der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum geführt wurden. Darin reflektieren Jüdinnen und Juden verschiedener Herkunft und Generationen über Fragen der Erinnerung.
    Veranstaltungsort: Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
    Oranienburger Straße 28-30
    10117 Berlin
    centrumjudaicum.de

  • 15. Juli – 31. Oktober 2022
    ZusammenSpiel. Tabea Blumenschein. Ulrike Ottinger
    Die Künstlerin Tabea Blumenschein (1952–2020) ist dem Publikum vor allem als Darstellerin in den Filmen der international renommierten Regisseurin Ulrike Ottinger (geboren1942) bekannt. Blumenscheins künstlerische Kreativität fand in ihrer zweiten Lebenshälfte in der Zeichnung eine ebenso starke weitere Ausdrucksform. Es entstanden hunderte fiktive und stilisierte Porträts in einem flächigen, an Comic-Zeichnungen erinnernden Stil. Ihre Figuren sind meist androgyn und durch ihre Kostümierungen und Attribute wie farbige Tattoos in der Queer- und Subkultur-Szene verankert.
    Mit einer Auswahl von etwa 40 großformatigen, farbigen Blättern stellt die Berlinische Galerie dieses bisher wenig bekannte zeichnerische Werk vor. Ergänzt um eine etwa gleichgroße Anzahl von Fotografien von Ulrike Ottinger, die Tabea Blumenschein in verschiedenen Filmprojekten zeigen, feiert die Schau zugleich die künstlerische Zusammenarbeit und Freundschaft dieser beiden wichtigen Protagonistinnen der Berliner Kunstszene der 1970er und 1980er Jahre.
    Die Ausstellung findet aus Anlass der umfangreichen Schenkung von Werken Tabea Blumenscheins aus dem Besitz Ulrike Ottingers an die Berlinische Galerie statt. Damit vertieft die Berlinische Galerie ihr grundlegendes und beständiges Interesse an den Lebensleistungen von Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Neben Positionen der klassischen Moderne wie etwa Jeanne Mammen und Lotte Laserstein hat sich das Museum in Retrospektiven stets auch für in Berlin lebende zeitgenössische Künstlerinnen wie etwa Dorothy Iannone oder Loredana Nemes eingesetzt.
    Weiterlesen auf AVIVA-Berlin: Das AVIVA-Interview mit Ulrike Ottinger aus dem Jahr 2016 über ihre Dokumentation "Chamissos Schatten", ihre jüdische Familiengeschichte und gesellschaftliche Rollenbilder in ihren Filmen.
    Veranstaltungsort: Berlinische Galerie
    Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur
    Alte Jakobstraße 124 –128
    10969 Berlin
    Eintritt 10 €, ermäßigt 6 €
    Mi – Mo 10 – 18 Uhr, Di geschlossen
    berlinischegalerie.de/ausstellung/zusammenspiel-blumenschein-ottinger

  • 22. Juli bis 23. Oktober 2022
    Louise Bourgeois. The Woven Child
    Anhand von Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Collagen, Büchern und Drucken zeigt die Ausstellung die lebenslange Verbindung der Künstlerin zu Textilien.
    Mit 89 Werken bietet The Woven Child einen Überblick über die gesamte Spanne textiler Arbeiten, die Bourgeois in den letzten zwei Jahrzehnten ihres Lebens schuf. Neben Skulpturen beleuchtet die Ausstellung auch eine große Auswahl von Bourgeois´ textilen Zeichnungen, Büchern, Drucken und Collagen. Die Retrospektive erweitert den Blick auf das Werk der Künstlerin, indem Bourgeois´ textile Arbeiten mit den Prozessen der Materialauswahl, ihrer Biografie und den Themen Körper, Erinnerung, Weiblichkeit, Trauma und Reparatur in Verbindung gebracht werden
    Louise Bourgeois wurde 1911 in Paris geboren. Obwohl sie von 1938 bis zu ihrem Tod im Jahr 2010 in New York lebte, ist ein Großteil ihrer Arbeiten von ihrer frühen Kindheit in Frankreich inspiriert. Bourgeois nutzte den Körper als Grundform und erforschte auf dieser Basis die gesamte Vielfalt des menschlichen Daseins. Sie entwickelte ein breites künstlerisches Spektrum von poetischen Zeichnungen bis zu raumgreifenden Installationen, um ihren Ängsten eine physische Form zu geben und sie so zu überwinden. Erinnerungen, Sexualität, Liebe und Verlassenwerden sind Kernthemen ihres vielschichtigen Oeuvres. Bourgeois´ Arbeiten finden sich in vielen Sammlungen weltweit.
    Begleitend erscheint ein Katalog mit wissenschaftlichen Aufsätzen bei Hatje Cantz, Gropius Bau und Hayward Gallery Publishing.
    Veranstaltungsort: Gropius Bau
    Niederkirchnerstraße 7
    10963 Berlin
    www.berlinerfestspiele.de/de/berliner-festspiele/programm/bfs-gesamtprogramm/programmdetail_366499.html

  • Eröffnung: 02.09.2022, 17-22 Uhr
    03. September-30. Oktober 2022

    Worin unsere Stärke besteht – Fünfzig Künstlerinnen aus der DDR
    Die von der Künstlerin Andrea Pichl kuratierte und von Sylvia Sadzinski co-kuratierte Ausstellung "Worin unsere Stärke besteht", zeigt fünfzig mit unterschiedlichen Medien arbeitende Künstlerinnen aus drei Generationen aus der DDR. In verschiedenen Genres setzen sich die Künstlerinnen mit komplexen Themen auseinander, wobei weder eine Kategorisierung noch Reduzierung auf vermeintlich erkennbare Ästhetiken oder Themen möglich ist. Einige der Künstlerinnen waren bereits zu DDR-Zeiten aktiv. Die Ausstellung widmet sich nicht einem Narrativ der DDR oder einer Historisierung von Kunst aus der DDR, sondern Biografien und der Frage, wie thematische Zugänge durch diese geprägt sind. Vereinzelt sind Werke vertreten, die bereits in der DDR entstanden. Die Ausstellung wird durch ein Rahmenprogramm und eine Textsammlung begleitet.
    Künstlerinnen
    Tina Bara, Ina Bierstedt, Antje Blumenstein, Peggy Buth, Nadja Buttendorf, Yvon Chabrowski, Annedore Dietze, Künstlerinnengruppe Erfurt, Else Gabriel, Katrin Glanz, Henriette Grahnert, Jana Gunstheimer, Sabine Herrmann, Elke Hopfe, Margret Hoppe, Beate Hornig, Uta Hünniger, Lisa Junghanß, Christina Kral, Betina Kuntzsch, Ulrike Kuschel, Alex Lebus, Ingeborg Lockemann, Wiebke Loeper, Jana Müller, Ulrike Mundt, Henrike Naumann/Susanne Rische, Helga Paris, Andrea Pichl, Katja Pudor, Franziska Reinbothe, Inken Reinert, Sabine Reinfeld, Sophie Reinhold, Ricarda Roggan, Jenny Rosemeyer, Christine Schlegel, Luise Schröder, Wenke Seemann, Gabriele Stötzer, Erika Stürmer-Alex, Anett Stuth, Ulrike Theusner, Manuela Warstat, Suse Weber, Saskia Wendland, Kristin Wenzel, Eva Wilde, Karla Woisnitza/Ingartan und Ruth Wolf-Rehfeldt
    Worin unsere Stärke besteht wird gefördert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa: dem Fonds für Kommunale Galerien (KOGA), dem Fonds für Ausstellungsvergütungen (FABIK) und dem Hauptstadtkulturfonds (HKF).
    Veranstaltungsort: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
    Mariannenplatz 2
    10997 Berlin
    www.kunstraumkreuzberg.de/programm/worin-unsere-staerke-besteht-fnfzig-knstlerinnen-aus-der-ddr/

  • 9. September – 6. November 2022
    FRAUEN IN BEWEGUNG – Osteuropa zwischen Tradition und Aktion
    Mit Arbeiten von: Maria Kapajeva, Natalia Kepesz, Justyna Mielnikiewicz, Oksana Parafeniuk, Alicja Rogalska & Kartal, Violetta Savchits, Elena Subach, Agata Szymanska-Medina, Tatsiana Tkachova

    Neun Fotografinnen werfen in "Frauen in Bewegung" einen differenzierten Blick auf die aktuelle Situation und das historische Erbe von Frauen in Osteuropa: Belarus hat eine der höchsten Abtreibungsraten der Welt, doch diese bleiben tabuisiert. Tatsiana Tkachova traf Frauen, die abgetrieben haben; Sie erzählen von Gewalt in der Ehe, von Missbrauch, Angst und finanziellen Schwierigkeiten. In Polen gehen Tausende gegen die Verschärfung des Abtreibungsgesetzes auf die Straße. Agata Szymanska untersucht die erodierende Situation von Rechtstaatlichkeit in Polen sowie die Repressionen gegenüber kritischen Richter:innen. Violetta Savchits dokumentierte den Widerstand der Frauen gegen die gefälschte Präsidentenwahl in Belarus im Jahr 2020, bevor dieser zum Schweigen gebracht wurde.
    Kritisiert, gefoltert und verfolgt, dies ist auch ein Teil der Geschichte der in Kiew gegründeten Gruppe Femen. Justyna Mielnikiewicz porträtierte die Frauenrechtlerinnen, die seit mehr als einem Jahrzehnt unbekleidet für die Rechte der Frau demonstrieren. Fotografien der ukrainischen Künstlerin Elena Subach setzen sich mit der Generation der Großmütter auseinander. Mit Handtaschen und traditionellen, bunten Kopftüchern regen ihre Fotografien eine Reflexion über die Kluft zwischen den Generationen an.
    In einer Kollaboration zwischen der Künstlerin Alicja Rogalska und dem ungarischen Frauenchor von Kartal entstand die ausgezeichnete Videoarbeit News Medley. Sie kombiniert traditionelle Volksweisen mit zeitgenössischen Texten. Natalia Kepesz beschäftigt sich mit kollektiven Erinnerungen und deren visueller Umsetzung: Ihre Großmutter lief von zu Hause weg, um im Zweiten Weltkrieg zu kämpfen. 1945 schickte sie ein Foto von der Front. Auf der Rückseite schrieb sie: Let this dead photograph reminds you of me alive. Maria Kapajeva´s Videoarbeit dekonstruiert den sowjetischen Propagandafilm "The Bright Way" (Alexandrov, 1940). Im aktuellen russischen Angriffskrieg richtet sich die internationale Aufmerksamkeit auf die Heimat von Oksana Parafeniuk, die Ukraine. Ihre Fotografien erzählen vom Leben zwischen Krieg und Alltag.
    Veranstaltungsort: f³ – freiraum für fotografie
    Waldemarstraße 17
    10179 Berlin
    fhochdrei.org
    www.facebook.com/fhochdrei

  • 15. September – 13. November 2022/18. September 2022 – 14. Mai 2023/14. September 2022 – 08. Januar 2023
    Mona Hatoum
    Mit der Ausstellung "Mona Hatoum" präsentieren drei Berliner Institutionen das facettenreiche Werk von Mona Hatoum (* 1952 in Beirut, lebt in London) erstmalig in Deutschland in einer groß angelegten Überblicksausstellung. Die dreiteilige Ausstellung findet ab September im Neuen Berliner Kunstverein (14.9.2022 – 13.11.2022), im KINDL – Zentrum für zeitgenössische Kunst (18.9.2022 – 14.5.2023) und im Georg Kolbe Museum (14.9.2022 – 8.1.2023) statt. Thematisiert wird der Einfluss von Hatoums Arbeiten auf aktuelle Diskurse um Körperpolitiken und Migration sowie die Herausbildung neuer skulpturaler Tendenzen in der Gegenwartskunst.
    Veranstaltungsort: Berlin

  • 15. September 2022 bis 27. November 2022
    Identity by repetition
    Marie Rief

    Marie Rief arbeitet mit analogem Fotopapier, Zeichnungen, Laserdruck und Kopie. Ihre Werke bebildern Existenz und Fehler von Objekten - durch fortwährende Kopie werden Gegenstände in Frage gestellt: Was ist Original, was Kopie, wie nehmen wir Transformationsprozesse wahr? Ihre bildstarken Werke, die durch ständige Wiederholung eine neue Identität, eine neue Wirklichkeit schaffen, sind in der Ausstellung "Identity by repetition" zu sehen.
    Marie Rief wurde 1987 in Berlin geboren und studierte Bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin. In dieser Zeit entwickelt sie ihre experimentelle und konzeptionelle Arbeit mit Fotomaterial, Zeichnung und Kopie.
    Veranstaltungsort: Willy-Brandt-Haus
    www.fkwbh.de/ausstellung/identity-repetition

  • 16. September bis 08. Oktober 2022
    Ruth Walz
    Die ganze Welt ist ein Theater

    Eine Ausstellung mit Fotografien von Ruth Walz und ausgewählten Gemälden von Alexander Camaro, kuratiert von Dr. Sarah Hadda.
    Ruth Walz vermochte die spektakuläre, leidenschaftliche Seele des deutschen Nachkriegstheaters wie keine andere Fotografin einzufangen und wird zur Chronistin der künstlerischen Zeitenwende. Ihre Arbeiten für die Berliner Schaubühne sowie als freiberufliche Fotografin, etwa für die Salzburger Festspiele, die Wiener Festwochen oder De Nationale Opera Amsterdam, tragen stets dieselbe Nähe und Liebe zum Theater und dessen Macher*innen weiter.
    Veranstaltungsort: Grisebach, Fasanenstraße 27, Berlin
    Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Samstag 11 bis 16 Uhr
    www.grisebach.com

  • 17. September 2022 – 21. Januar 2023
    Queerness in Photography - Under Cover . A Secret History of Cross Dressing, Cindy Sherman . Performance and Casa Susanna, Orlando
    C/O Berlin präsentiert in drei komplementären Ausstellungen die Darstellung von Identität, Gender und sexueller Orientierung und verortet diese innerhalb der Fotografie. Im Gegensatz zu anderen Medien stellt die Fotografie sexuelle Orientierung und Identität nicht nur dar, sondern trägt wesentlich zu ihrer gesellschaftspolitischen Determinierung bei. Denn seit seiner Erfindung im Jahr 1839 dient das Medium auch dazu, Menschen visuell zu kategorisieren. Dabei wollen die drei Ausstellungen ein vielschichtiges, visuelles Panorama von queerer Fotografie feiern. Under Cover . A Secret History of Cross Dressing zeigt die von dem französischen Regisseur und Drehbuchautor Sébastien Lifshitz über mehrere Jahrzehnte zusammengetragene Sammlung, die einen Einblick in die Tradition des Cross Dressings zwischen 1880 und dem Ende des 20. Jahrhunderts gibt. Die Ausstellung kontextualisiert das subversiv-visuelle Spiel mit Geschlechterrollen als historisches Phänomen. In Cindy Sherman . Performance and Casa Susanna interpretiert die wohl berühmteste Verkleidungskünstlerin der Welt auf spielerische Art Geschlechteridentitäten und deren Fluidität. Was passiert, wenn sich eine weibliche Künstlerin als homosexuelle Drag Queen inszeniert? Anhand von Archivmaterialien aus den 1960er- und 1970er-Jahren, die sich sowohl in ihrer eigenen als auch in der Sammlung Lifshitz befinden, nimmt sie Bezug auf kollektive Gender-Fragen.
    1992 spielte die Schauspielerin Tilda Swinton in dem preisgekrönten Film Orlando, der auf einem Roman von Virginia Woolf basiert, die Gender-nonkonforme Hauptrolle. Nun kuratiert sie anhand der Buch- und Filmvorlage für C/O Berlin eine Ausstellung mit elf zeitgenössischen fotografisch-künstlerischen Positionen. So hat sie Arbeiten von Zackary Drucker, Lynn Hershman Leeson, Paul Mpagi Sepuya, Jamal Nxedlana, Elle Pérez, Walter Pfeiffer, Sally Potter, Viviane Sassen, Collier Schorr, Mickalene Thomas und Carmen Winant zu einer aktuellen Lesart von Queerness und Genderfluidität zusammengestellt.
    Veranstaltungsort: C/O Berlin Foundation, Amerika Haus
    Hardenbergstraße 22–24
    10623 Berlin
    co-berlin.org/de/programm/ausstellungen/queerness-photography

  • 25. September - 4. November 2022
    Phoenix`s Last Song
    Dorine van Meel

    In der Videoinstallation "Phoenix´s Last Song" werden die Betrachter*innen mit der Legende des paradiesischen (hier weiblichen) Vogels konfrontiert, der auf die Erde herabkommt, um zu sterben. Während die Sonne den Scheiterhaufen aus Zweigen, auf dem sie liegt, in Brand setzt, singt die Phönix ein Lied für das Kind, das aus ihrer Asche geboren wird. Ihre Worte sind ein Aufruf, jenseits patriarchaler, kapitalistischer und kolonialer Machtstrukturen zu denken und zu leben, die die Welt, wie wir sie kennen, bestimmen. Der Text stützt sich auf die Arbeiten feministischer Denkerinnen wie Audre Lorde, Adrienne Rich, Simone de Beauvoir und Emma Goldman, die sich alle damit beschäftigen, auf welche Weise Institutionen – wie etwa die bürgerliche Familie, staatliche Bildungseinrichtungen und der Rechtsapparat – Kinder in diese Machtstrukturen einschreiben. Vor diesem Hintergrund eröffnet "Phoenix´s Last Song" einen visionären Raum, um sich vorzustellen, wie aus der Verbrennung des Alten eine neue Welt entstehen kann.
    Dorine van Meel lebt und arbeitet zwischen Brüssel und Amsterdam. Für ihre künstlerische Praxis nutzt sie Videoinstallationen, Performances und kollaborative Projekte. Ihr Interesse an diskursiven Praktiken, feministischen Methoden und selbstorganisierten Formen der Zusammenarbeit spiegelt sich in den kollektiven Projekten wider, die sie initiiert.
    Die Ausstellung "Phoenix´s Last Song" findet als Kooperationsprojekt und im Kontext der transnationalen Ausstellung "Empowerment" (10.9.22-8.1.23) des Kunstmuseum Wolfsburg statt.
    Veranstaltungsort: alpha nova-kulturwerkstatt & galerie futura
    Am Flutgraben 3
    12435 Berlin
    U1 Schlesisches Tor, S Treptower Park, Bus 265 Heckmannufer
    Email: mail@alpha-nova-kulturwerkstatt.de
    www.galeriefutura.de/phoenixs-last-song
    www.dorinevanmeel.com

  • From October 5, 2022, to February 27, 2023
    ESCRIBIR TODOS SUS NOMBRES. Spanish female artists from 1960 until today
    Female artists: Elena Asins, Vera Chaves Barcellos, Ángela de la Cruz, Esther Ferrer, Dora García, Sarah Grilo, Cristina Iglesias, Aurèlia Muñoz, Carmen Láffon, Eva Lootz, Erlea Maneros Zabala, Soledad Sevilla, Susana Solano, Montserrat Soto, Eulàlia Valldosera

    The exhibition showcases a Spanish female avant-garde from 1960 to the present day that is still little known in Germany. The works presented are at the interface between art, language, writing, and abstraction.
    At the same time, the show highlights the cultural connection between Germany and Spain. ESCRIBIR TODOS SUS NOMBRES honors a woman who has played an essential role in the field of art for this exchange in recent decades: Helga de Alvear, one of Spain´s most renowned gallery owners. All the works in the show come from her collection and will be presented afterwards in the new extension of the Museo de Arte Contemporáneo Helga de Alvear in Cáceres. Alvear was born in Germany and began collecting art in the 1960s. In 1995, she opened her own gallery in Madrid, focusing on photography, video, and installation art, which has had a significant impact on discourses on international contemporary art.
    She has also pioneered the collection of women artists represented in this exhibition.
    Since the 1960s, when the collection was launched, Spain´s political, social, and cultural reality has undergone fundamental changes. The end of the forty-year military dictatorship in 1975, the transition to democracy, and the country´s accession to the European Union were accompanied by a social upheaval in which young people, and women in particular, took the leading role in transforming Spain´s new society.
    ESCRIBIR TODOS SUS NOMBRES reflects this: the exhibition presents several generations of Spanish women artists who, from the postwar period to the present day, have explored abstraction, seriality, scores, language, writing, and performance in different ways.
    In the first part of the exhibition, Elena Asins and Esther Ferrer, whose artistic beginnings date back to the 1960s, show how they implement themes of linguistics, mathematics, philosophy, and music in their works. The intertwined knots in the textile sculptures of Aurèlia Muñoz and the playful surrealistic works of Eva Lootz can be viewed as unusual forms of "inscription." Artists such as Vera Chaves Barcellos, Sarah Grilo, and Soledad Sevilla take us to another place: the street. In their work, public space becomes a setting for urban and social critique or even literary narratives.
    In the second part of the show, Cristina Iglesias, Susana Solano, and Carmen Laffón poetically address people´s relationship with nature, with threatened and disappearing landscapes. Erlea Maneros Zabala and Ángela de la Cruz interrogate the history of art-in this case the history of the "heroes" of male-dominated painting. Eulàlia Valldosera and Dora García use cinematic sequences or direct texts and quotations to invite us to reflect on women and their historical roles in relation to love, sexuality, and family.
    The title of the exhibition, ESCRIBIR TODOS SUS NOMBRES. Write Down All Their
    Names, comes from the 2001 work 100 obras de arte imposibles (100 Impossible Works of Art) by Dora García. For the work, she lists a hundred sentences on a wall that could be abstract concepts, but also encourage women to become active, to make something possible, to describe the world from a female point of view, to name it, and to claim their own historiography in art as well.
    The exhibition ESCRIBIR TODOS SUS NOMBRES is one of approximately 200 cultural events that Spain is promoting in Germany as Guest of Honor at this year´s Frankfurt Book Fair. The show is a cooperative endeavor between the PalaisPopulaire, Berlin, the Museo de Arte Contemporáneo Helga de Alvear, Cáceres, and the Spanish Embassy in Berlin. Curated by Lola Hinojosa Martínez, Head of Performing Arts and Intermedia Collection at Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía in Madrid. The exhibition is accompanied by a publication with an introduction by Lola Hinojosa Martínez and an interview with the artists Esther Ferrer and Dora García.
    Veranstaltungsort: PalaisPopulaire
    Unter den Linden 5
    10117 Berlin
    Daily except Tuesday 11 am – 6 pm, Thursday until 9 pm
    www.db-palaispopulaire.de

  • 02. November 2022 – 05. Februar 2023
    Hannah-Höch-Preis 2022: Ruth Wolf-Rehfeldt
    Hannah-Höch-Förderpreis 2022: Farkhondeh Shahroudi
    Zwei Sonderausstellungen des Kupferstichkabinetts – Staatliche Museen zu Berlin

    Die Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt erhält den Hannah-Höch-Preis 2022. Der Hannah-Höch-Förderpreis 2022 geht an Farkhondeh Shahroudi. Das Kupferstichkabinett widmet beiden Künstlerinnen vom 2. November 2022 bis 5. Februar 2023 parallel eine Einzelausstellung.
    Die seit mehr als 70 Jahren in Berlin lebende Künstlerin Ruth Wolf-Rehfeldt (* 1932, Wurzen) wird mit dem Hannah-Höch-Preis 2022 für ihr umfangreiches Œuvre geehrt, das sowohl Gemälde, Zeichnungen und insbesondere von 1972 bis 1989 entstandene Schreibmaschinengrafiken und Collagen umfasst. Mit den Typewritings partizipierte Wolf-Rehfeldt aktiv am Mail Art-Programm der DDR. Weltweit verschickte sie ihre Grafiken und baute ein globales Kommunikationsnetz auf. Mitunter bat Wolf-Rehfeldt die Adressat*innen ihrer Typewritings, diese künstlerisch zu erweitern, sodass kollaborative Collagen entstanden, die neben ihren eigenen Collagen eine Spur zu Hannah Höch legen und beide Künstlerinnen über Jahrzehnte und Ländergrenzen hinweg miteinander verbinden.
    In der Wolf-Rehfeldt gewidmeten Sonderausstellung werden ihre Schreibmaschinenarbeiten und Collagen in einen Dialog mit dadaistischen Bildmontagen Hannah Höchs und mit Werken der Konzeptkunst und Minimal Art, mit zeitgenössischer Schreibmaschinenkunst und Mail Art aus der Sammlung des Kupferstichkabinetts gesetzt. Die rund 130 Exponate umfassende Ausstellung fungiert wie ein internationales Netzwerk, in das Wolf-Rehfeldts Arbeiten eingebettet werden. Den Fragen und Themenschwerpunkten der Ausstellung wird in einem, in der Dr. Cantz´schen Verlagsgesellschaft erscheinenden Katalog nachgegangen.
    Der Hannah-Höch-Preis wird seit 1996 von der Kulturverwaltung des Berliner Senats für ein herausragendes künstlerisches Lebenswerk verliehen. Der Preis ist zu Ehren der Künstlerin Hannah Höch (1889–1978) benannt, die mit ihrem Werk als Dadaistin internationale Berühmtheit erlangte. Ausgezeichnet werden Künstler*innen mit Lebens- und Arbeitsschwerpunkt in Berlin, die durch eine kontinuierliche künstlerische Leistung hervorstechen. Der Preis umfasst neben einem Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro eine Ausstellung sowie eine Publikation. Die Auswahl der Preisträger*innen erfolgt durch die Förderkommission Bildende Kunst der Kulturverwaltung des Berliner Senats, in der außer dem Kupferstichkabinett auch die Berlinische Galerie, das Georg Kolbe Museum, der Neue Berliner Kunstverein und die Stiftung Stadtmuseum vertreten sind.
    Die in Berlin lebende Künstlerin Farkhondeh Shahroudi (* 1962, Teheran) wird mit dem Hannah-Höch-Förderpreis 2022 ausgezeichnet. Ausgehend von Gedichten, die Sprachen Farsi und Deutsch miteinander verwebend, entwickelt Shahroudi Zeichnungen, Stoffbücher und dreidimensionale Objekte. Die Linie, aus der sich Zeichen und Worte fügen, springt dabei über in den Faden, der ihre aus Stofffragmenten genähten Skulpturen zusammenschließt. Dreidimensionale Collagen wie auch Arbeiten im Öffentlichen Raum und Performances ergänzen Shahroudis zeichnerisches und poetisches Werk, dessen Fülle und Vielschichtigkeit die für die Preisvergabe berufene Jury überzeugt hat.
    Organisch an die sprachbasierten Arbeiten Wolf-Rehfeldts anknüpfend, umfasst die Ausstellung Shahroudis Wort und Bild vereinende Papier- und Stoffbücher, Zeichnungen und Skulpturen. Es erscheint ein Katalog.
    Mit dem Hannah-Höch-Förderpreis würdigt das Land Berlin das bisherige Werk einer Berliner Künstlerin und unterstützt deren künstlerische Entwicklung in der Mitte ihrer Karriere. Der Preis wird von der Kulturverwaltung des Berliner Senats im Abstand von zwei Jahren gemeinsam mit dem Hannah-Höch-Preis verliehen. Der Förderpreis umfasst ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro sowie eine Ausstellung mit Publikation.
    Beide Ausstellungen werden kuratiert von Jenny Graser, Kuratorin für zeitgenössische Kunst am Kupferstichkabinett.
    Die gemeinsame Preisverleihung findet zusammen mit der Eröffnung beider Ausstellungen am Dienstag, 1. November 2022, 18 Uhr im Kupferstichkabinett statt.
    Veranstaltungsort: Kupferstichkabinett
    www.smb.museum/ausstellungen/detail/hannah-hoech-foerderpreis-2022

  • 25. November 2022 – 07. Mai 2023
    Monica Bonvicini. I do You
    Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin

    Die Neue Nationalgalerie präsentiert in der oberen Halle eine Einzelausstellung von Monica Bonvicini und würdigt sie damit als eine der wichtigsten und einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart. Die Ausstellung "I do You" zeigt in der oberen Halle neue, ortsbezogene architektonische Installationen, skulpturale Objekte, performative und klangliche Arbeiten sowie eine Auswahl bekannter Werke aus ihrem international renommierten Oeuvre. Die Schau bietet eine völlig neue Raumwahrnehmung, die im Zusammenspiel von Sehen, Hören und direkter körperlicher Interaktion mit einigen Werken erfahrbar wird.
    Bereits 1998 setzte sich Bonvicini mit der Skulptur "2 Tonnen Alte Nationalgalerie" mit dem städtebaulichen Umbauprozess auseinander, der zu dieser Zeit in Berlin stattfand. Viele der Umbauten dienten nicht nur der Reparatur und Erneuerung, sondern auch der Auseinandersetzung mit der politischen Geschichte der wachsenden Metropole. Mehr als zwanzig Jahre später beschäftigt sich die Künstlerin nun mit dem ikonischen Gebäude der Neuen Nationalgalerie. Bonvicini erforscht die verborgenen Mechanismen der westlichen "Moderne", ihre sexuellen Aufladungen sowie die damit einhergehenden Überhöhungen und Mythisierungen. Die der Architektur und dem Museum fest eingeschriebenen Geschlechterverhältnisse und Gesellschaftsordnungen werden von der Künstlerin auf ironische und spielerische Weise entlarvt, demaskiert und destabilisiert. Bonvicinis Skulpturen sind hier als Einladungen zu verstehen, in neue Erfahrungsräume einzutreten.
    In ihrer Ausstellung "I do You" verändert Monica Bonvicini Mies van der Rohes Architektur der Moderne durch einen radikalen feministischen Vandalismus, der für ihre Interventionen typisch ist. Das Zusammenspiel mit performativen Interventionen und skulpturalen Werken ergibt eine vielschichtige Erzählung, die dazu auffordert, überholte Kategorien zu hinterfragen und einige bislang übersehene Aspekte des Museums zu untersuchen.
    Veranstaltungsort: Kulturforum, Neue Nationalgalerie
    Potsdamer Straße 50
    10785 Berlin

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    Beitrag vom 06.10.2022

    AVIVA-Redaktion