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AVIVA-BERLIN.de im Oktober 2021 - Beitrag vom 10.10.2007


Das erste jüdische Elternmagazin Deutschlands – Familienmentsch
Annegret Oehme

Im Oktober 2007 erscheint die erste Ausgabe des jüdischen Elternmagazins "Familienmentsch". Die Redakteurinnen wollen dabei helfen, moderne Antworten auf Fragen der jüdischen Erziehung zu finden.




Ziel von "Familienmentsch" ist es, so die Initiatorinnen auf der Pressekonferenz am 8. Oktober 2007 im Jüdischen Museum Berlin, Eltern und Kindern jeden Alters zu ermöglichen, mit einer gefestigten jüdischen Identität und mit Freude jüdische Traditionen zu leben. Die religiöse Ausrichtung spielt dabei keine Rolle.

Titelthema der ersten Ausgabe ist die Brit Mila, die Beschneidung und "Vernetztes Judentum – Moderne Schule durch E-Learning".. Darüber hinaus gibt es die Rubriken "Powermentsch" und "Die feine Bibliothek", einen Blick rund um den Globus, Rezensionen und eine liebevoll gestaltete Kinderseite.

"Wenn ich Fragen zur jüdischen Erziehung habe, muss ich immer englischsprachige Websites besuchen", sagt eine der Herausgeberinnen Sandra Anusiewicz-Baer. "Diese Lücke zu füllen und Eltern einen gedruckten Ratgeber in die Hand zu geben, ist unsere Intention."
Der Begriff "Mentsch" stammt aus dem Jiddischen und umschreibt eine rundum anständige Person. "Sei a Mentsch" steht für die Philosophie der Redaktion, Kinder zu neugierigen und glücklichen – einfach zu guten Menschen zu erziehen.

Der "Familienmentsch" erscheint vierteljährlich und startet bundesweit mit einer Auflage von 1.500 Stück. Finanziert wird das Heft zurzeit ausschließlich durch private Spenden und das "American Jewish Joint Distribution Committee". Nach Ablauf des kostenlosen Probeabonnements der ersten beiden Ausgaben wird das Heft ab April 2008 zum Einzelpreis von 3,50 Euro beziehungsweise im Jahresabo zu 12,00 Euro erhältlich sein (im europäischen Ausland 16,00 Euro, jeweils inklusive Porto). Zielgruppe sind Eltern, aber auch PädagogInnen, die ihre SchülerInnen im Unterricht spielerisch mit dem Judentum vertraut machen möchten. Das Heft kann über den Internetauftritt der Redaktion www.familienmentsch.de bezogen werden.

Die Herausgeberinnen der Zeitung sind die Pädagogin Sandra Anusiewicz-Baer und die PR-Referentin Anja Spiller. Sandra Anusiewicz-Baer studierte Erziehungswissenschaften, Judaistik und Islamwissenschaften in Berlin und Haifa. Sie war mehrere Jahre als Bildungsreferentin im Jüdischem Museum Berlin tätig, arbeitete als Lehrerin und an der Konzeption verschiedener Unterrichtsmaterialien. Heute ist sie Referentin eines Demokratiebildungsprojektes einer NGO.
Anja Spiller studierte Osteuropastudien und Betriebswirtschaftslehre in Berlin und London und absolvierte ein PR-Volontariat in einem Wirtschaftsunternehmen. Anschließend arbeitete sie für eine Zeitschrift und ist nun Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei einer NGO.

Für die Entwicklung und Produktion der ersten Ausgabe haben die Herausgeberinnen die Journalistin Myriam Halberstam gewinnen können. Die studierte Fernsehregisseurin war jahrelang für die israelische Tageszeitung "Jerusalem Post" und den amerikanischen Fernsehsender ABC News tätig. Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland 1993 arbeitete Myriam Halberstam unter anderem als Redakteurin für Alfred Biolek und Sabine Christiansen, sowie als Redaktionsleiterin der 3Sat-Reihe "Die Zeit TV". Sie ist Autorin zahlreicher Print-, Hörfunk und Fernsehdokumentationen.
Alle drei Macherinnen sind jüdisch und haben selbst Kinder.
Die Autorinnen der ersten Ausgabe sind international anerkannte Ärztinnen, Journalistinnen, Professorinnen unterschiedlichster Couleur.

Und das ist das Schöne an der Philosophie der Blattmacherinnen:
Egal ob säkular, liberal, konservativ oder orthodox – hier finden die ganze Mischpoche ihren Platz!.

Weitere Informationen unter: www.familienmentsch.de



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Beitrag vom 10.10.2007

AVIVA-Redaktion