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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 13.08.2008


Der Sohn von Rambow
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Ein heißer englischer Sommer und zwei grundverschiedene Jungs, die zu Freunden werden. Der elfjährige Will streng gläubig erzogen, wächst in einer Welt auf, in der Filme und Musik verboten sind.




Der elfjährige Will Proudfoot ist der älteste Sohn einer Plymouth Brethren Familie. Die Brethren sehen sich als Auserwählte und leben nach strikten moralischen Regeln, fern jeglicher Zerstreuungen wie Film, Fernsehen, Musik und Literatur, fern also von allem, das von ihren demütigen Gedanken an Gott ablenken könnte. Die Verbote und Grenzen dieser kleinen, engen Welt sprengt Will jedoch spielend mit seiner funkelnden Phantasie: Jeden freien Zentimeter auf den Seiten seiner Bibel und an den Wänden der Schultoilettenkabinen überzieht er mit bunt wuchernden Zeichnungen, die ein kleiner Schatz von Comicgeschichten und Daumenkinovorführungen sind.

Als Will eines Tages mal wieder vor der Klassenzimmertür wartet, während seine Klasse einen Lehrfilm anschaut, kommt es zu einer folgenschweren Begegnung mit einem anderen Außenseiter der Schule, dem notorisch aufmüpfigen Schlingel Lee Carter, der seinerseits wegen wiederholter Störungen vor die Tür seines Klassenraums gesetzt wurde. Zwischen den beiden Jungs, die kaum unterschiedlicher sein könnten – der eine ist still, scheu und zurückhaltend, der andere laut, forsch und herausfordernd – kommt es zu einer heftigen Reaktion, der zunächst einmal das große Goldfischglas der Schule zum Opfer fällt.

Carter nimmt Will mit in die geräumige Garage seines Elternhauses, die mit ihren vielen Ecken und Winkeln, einer Fülle von Gerätschaften und einem unter der Decke schwebenden Holzboot wie ein verwunschener Abenteuerspielplatz wirkt. Als Carters großer ungehobelter Bruder mit seinen Kumpels auftaucht, versteckt er seinen neuen Freund flugs im Boot. Und weil nebenbei ein Videogerät läuft, auf dem er für seinen Bruder mit der VHS-Kamera im Kinosaal aufgezeichnete Raubkopien von Actionfilmen vervielfältigt, kommt Will unerwartet in den Genuss seines allerersten Kinoerlebnisses: Ungläubig und überwältigt saugt er Rambos erstes Abenteuer in sich auf wie ein Schwamm. Die Bilder explodieren förmlich in seinem Kopf und seinem Herzen, die ohnehin nur noch mühsam gehaltenen Dämme seiner sprudelnden Phantasie brechen.

In Rambo finden die beiden vaterlos aufwachsenden Jungs scheinbar einen Ersatzvater, den sie aus der Gefangenschaft retten. Mit einer Videokamera und Will in der Hauptrolle drehen sie ihre ganz eigene Fassung des Films. Mit wilden Stunts und grenzenloser Fantasie, bedacht darauf, dass ihnen LehrerInnen und Eltern nicht auf die Schliche kommen, geben sie alles für ihren großen Traum.

Der Sohn von Rambow
Originaltitel: Son Of Rambow

Regie: Garth Jennings
DarstellerInnen: Eric Sykes, Neil Dudgeon, Bill Milner, Jessica Hynes, Anna Wing, Will Poulter, Tallulah Evans, Finola McMahon
Frankreich/Großbritannien 2007
Kinostart: 21.08.2008
Filmlänge: 96 Min.
Komödie
Verleih: Senator Film
www.dersohnvonrambow.de


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Beitrag vom 13.08.2008

AVIVA-Redaktion