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AVIVA-BERLIN.de im August 2021 - Beitrag vom 11.10.2007


Das Geschichtslabor – Ausstellung im Jugendmuseum
AVIVA-Redaktion

Am 11.10.07 beginnt mit "Geschichtslabor" das dreijährige Projekt "Hands on History – neugierig machen auf Geschichte". Hier erhalten Kinder einen ungewöhnlichen Einblick in den Nationalsozialismus




Um jungen Menschen heute einen Zugang zu diesem Themenkomplex zu ermöglichen, wurden Bildgeschichten und Comiczeichnungen ausgewählt, die erzählerisch stark und visuell einprägsam sind. Die Zeichnungen bilden jeweils den Einstieg in eine thematische Einheit, z.B. Ausgrenzung von jüdischen SchülerInnen, Angriffskrieg, "Heimatfront", Überleben im Versteck, Hitlerjugend. Auf den Zeichnungen sieht man Dinge, die als reale Objekte und Dokumente in sieben "Schausammlungen" in der Ausstellung wiederzufinden sind. Im Geschichtslabor sollen Kinder historische Ermittlungen anstellen können. Ein kindgerecht aufbereitetes Archiv wird sie dabei unterstützen. "Das Geschichtslabor" ist besonders für Kinder ab 10 Jahren gedacht.

Schulklassen und Gruppen können das Geschichtslabor im Rahmen von Projekttagen besuchen, EinzelbesucherInnen am Nachmittag und am Wochenende.

Ein Modellprojekt für neue Formen historischen Lernens
In Zukunft werden immer weniger ZeitzeugenInnen zur Verfügung stehen, die über die Zeit des Nationalsozialismus aus eigener Erfahrungen berichten können. "Hands on History" will hier mit neuen Formen historischen Lernens experimentieren und dabei modellhafte Herangehensweisen für die demokratische Erziehung von jungen Menschen entwickeln. Auf diese Weise dient die Arbeit im "Geschichtslabor" auch als Beobachtungsfeld für die anleitenden PädagogInnen, KünstlerInnen, WissenschaftlerInnen, die mehr darüber erfahren sollen, was beim "Geschichte lernen" wirklich in den Köpfen und Herzen der Kinder geschieht und wie Geschichte auf die eigene Gegenwart zu übertragen ist. Die Zusammenarbeit mit Kindern aus sozialen Ballungsgebieten wird im Rahmen des Projektes eine besondere Rolle spielen.

Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms "Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" gefördert.

Ausstellungseröffnung: am 11. Oktober 2007 um 19 Uhr im Jugend Museum - mit Dieter Hapel, Stadtrat für Schule, Bildung und Kultur, Petra Zwaka, Museumsleiterin und Jugendlichen der Riesengebirgs-Oberschule.

Jugend Museum Schöneberg
Hauptstr. 40-42
10827 Berlin
Tel.: 030-7560 6163

Eintritt frei!
Mittwoch, Donnerstag 15-18 Uhr
Samstag, Sonntag 14-18 Uhr
Für Schulklassen und Gruppen nach Anmeldung:
Montag bis Donnerstag 9-13 Uhr und nachmittags ab 14 Uhr


Weitere Infos:

Die Ausstellung "Das Geschichtslabor": www.geschichtslabor.de

Jugend Museum Schöneberg: www.jugendmuseum.de

Initiativen gegen Rechtsextremismus:
www.bpb.de
www.jugendschutz.net
www.www.naiin.org
www.amadeu-antonio-stiftung.de
www.mut-gegen-rechte-gewalt.de


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Beitrag vom 11.10.2007

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