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AVIVA-BERLIN.de im Juli 2021 - Beitrag vom 09.03.2009


Experimentieren mit Bits und Pixeln - Lukas Forscherland
AVIVA-Redaktion

Das wissenschaftliche Werkstattlabor im Museum für Kommunikation. Kinder von 8 bis 13 Jahren können hier vom 8. März bis zum 17. Mai 2009 den Geheimnissen des Lichts auf den Grund gehen.




Ob Flachbildschirm oder DVD-Player – unsere modernen Kommunikationstechnologien funktionieren nicht ohne Licht.
Ohne Licht kein Internet – das weiß auch Luka, das neunmalkluge Glühwürmchen, das die Kinder durch die interaktive Ausstellung führt.
Und was es in der Larvenschule über Licht gelernt hat, das kann sich hören lassen: "Der Bildschirm besteht aus tausendhundert Lichterlein, alles, was auf dem Silberling gespeichert ist, hat ein Laserding mit einem starken Lichtstrahl hineingebritzelt, und im Interdings sausen die Daten in Licht-Sprache durch Kabel aus Glas."

Alles ist elementarisierbar
"Kinder sollen die Technologien, mit denen sie täglich konfrontiert werden, auch verstehen", wünscht sich Dr. Eckard Heybrock vom VDI Technologiezentrum in Düsseldorf. Er ist der geistige Vater des pfiffigen Glühwürmchens Luka und zeichnet verantwortlich für das Werkstattlabor, das auf Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von der VDI Technologiezentrum GmbH konzipiert wurde.
Die Experimentierwerkstatt gliedert sich in drei Themenbereiche: Die Übertragung, die Speicherung sowie die Wiedergabe von Daten. In speziell für Grundschulen entwickelten und didaktisch aufbereiteten Experimentierstationen können Kinder unter fachkundiger Anleitung ihre Qualitäten als kleine ForscherInnen an optischen Schlüsseltechnologien erproben.
Um die komplizierten physikalischen Vorgänge kindgerecht zu erklären und schon den Kleinsten Zugang zu der hochinteressanten Welt der Naturwissenschaften zu verschaffen, setzen die MacherInnen nicht nur auf ihr Maskottchen Luka, sondern vor allem auf die grundsätzliche Neugier der Kinder und deren Lust darauf, ihre Welt zu verstehen. Denn, so Heybrock, "alles ist elementarisierbar und bereits in der Grundschule vermittelbar."

Von Bits und Pixeln
Wie kommt zum Beispiel die Musik auf die CD? Luka weiß Rat und faltet mit seinen kleinen ForscherInnenn kurzerhand "Lukas Laser Player", einen CD-Spieler aus Pappe. Den echten Laser ersetzt ein roter Filzschreiber. Mit diesem beschreiben die Kinder nun durch einen Schlitz im Papplaufwerk einen CD-Rohling. Schnell verstehen sie, dass durch gleichzeitiges Drehen der Scheibe eine spiralförmige Spur entsteht, mal enger, mal weiter, je nachdem, wie schnell man den Stift von innen nach außen bewegt.

Dazu führt Luka die Kinder in die Licht-Sprache ein. Diese kommt mit nur zwei Zeichen aus: "Licht an" und "Licht aus". Dass man mit diesen so genannten Bits nicht nur CDs zum Singen bringen, sondern auch Buchstaben darstellen kann, probieren die Kinder gleich beim Ausmalen von Gitterkästchen aus. Sie begreifen ganz nebenbei, was es mit dem Begriff "Auflösung" auf sich hat.

Derart gerüstet ist der Bau eines LCD-Flachbildschirms mithilfe von Polarisationsfolien und Overheadprojektor dann fast schon ein Kinderspiel. Am Ende der Expedition durch Lukas Forscherland leuchtet nicht nur den kleinen ForscherInnen ein: Ohne Licht kein Internet.

So einfach ist das also, jedenfalls in "Lukas Forscherland", dem wissenschaftlichen Werkstattlabor, das vom 8. März bis zum 17. Mai 2009 im Museum für Kommunikation Station macht.

Dort können Kinder im Alter von acht bis dreizehn Jahren gemeinsam mit dem hellen Glühwürmchen den Geheimnissen des Lichts auf den Grund gehen. Ausgerüstet mit Wäscheklammern, Spiegel und Taschenlampe spüren sie den physikalischen Phänomenen ihres Alltags nach und hinterfragen die Funktionsweise unserer High-Tech-Produkte.

Veranstaltungsort:
Museum für Kommunikation
Leipziger Straße 16
10117 Berlin-Mitte
Telefon 030 - 202 94 0

Ausstellungsdauer: 8. März bis 17. Mai 2009
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9.30-13 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag 10.30- 17.30 Uhr

Eintritt
normal 3,00 Euro, ermäßigt 1,50 Euro, freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis einschl. 15 Jahre, betreute Schulklassen allgemein bildender und beruflicher Schulen, Freitag von 9-12 Uhr für Gruppen (ab 15 Personen)

Verkehrsverbindungen
U-Bahn: U2 Mohrenstraße, U6 Stadtmitte/ Bus: M48, 347

Weitere Infos unter:
Museum für Kommunikation
www.museumsstiftung.de



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Beitrag vom 09.03.2009

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