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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2021 - Beitrag vom 22.06.2009


mehr PomPoms - Berlins junges Kulturweekend vom 3. – 5. Juli 2009
AVIVA-Redaktion

Am ersten Juliwochenende werden Kinder und Jugendliche und alle, die neugierig sind, eingeladen, spannende Orte der kulturellen Bildung in Berlin kennen zu lernen und selbst kreativ zu werden.




Das Festival "mehr PomPoms!" bietet Gelegenheit, in allen Bezirken und zentral im Podewil Einblicke in die vielschichtigen Prozesse, Atmosphären und Ergebnisse künstlerischer Projekte zu gewinnen, die insbesondere durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung realisiert werden konnten.
Der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung unterstützt seit 2008 knapp 200 Projekte, in denen Berliner Kunst- und Kultureinrichtungen Kooperationen mit Kitas, Schulen, Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen etabliert und in gemeinsamer Inspiration und Arbeit Theater-, Ausstellungs-, Musik-, Tanz- Literatur- oder Filmproduktionen entwickelt haben.

Am Samstag, dem 4. Juli 2009, verwandelt sich das gesamte Stadtgebiet in einen Kreativschauplatz. In enger Zusammenarbeit mit den 12 Berliner Kunst- und Kulturämtern entstehen in jedem Bezirk Aktionsinseln, die eine Auswahl gelungener und inspirierender Projekte vorstellen und zum Hineinschnuppern und Mitmachen anregen. So findet zum Beispiel im Kreuzberger Ballhaus Naunynstraße eine Präsentation statt, die u.a. die "Kiez-Monatsschau" zeigt. Hier haben Jugendliche mit dem Regisseur Neco Celik, dem Radio- und Fernsehjournalisten Kemal Hür oder der Musikvideo- und Dokumentarfilmerin Liviana Daví Nachrichtensendungen produziert, die ihre Sicht auf die Dinge und ihren Kiez reflektieren. In Marzahn-Hellersdorf ist die "Interaktive Sensorperformance", in der Jugendliche Malerei, Videokunst, Musik und Performance miteinander vereinen, sowie die Straßentheaterperformance "Humor" zu erleben. Ein weiteres Highlight sind die gemeinsamen Arbeiten des bildenden Künstlers Kain Karawahn mit den Schülern der Neuköllner Fritz-Karsen-Schule, die sich der brandheißen Auseinandersetzung mit den Brennwerten unterschiedlichster Materialien, dem Spiel mit Kerzen für die Licht- und Schattengestaltung sowie den ästhetischen Qualitäten von Ruß und Rauch widmen.

In den Bezirken sind Pritschenwagen unterwegs, die an zentralen Orten parken und mit Materialien aus den Kunst- und Kulturprojekten gestaltet werden. In Neukölln verwandelt sich der Wagen zum Beispiel in eine rollende Camera Obscura. Unter der Leitung der Künstlerin Heike Hamann spielt die begehbare Box mit den Perspektiven des Betrachters und dem Objekt der Beobachtung.

Mit bunten Transparenten, Flaggen, Installationen und Figuren ziehen die Pritschenwagen am Sonntag, dem 5. Juli 2009, zum Festplatz am Podewil und formieren sich dort zu einer großen Wagenburg. Die Klosterstraße und der Innenhof des Podewil werden zum zentralen Präsentationsort für alle Projekte und zum Experimentierfeld für kleine und "große" Kinder. Hier treffen sich mutige Talente, spontane ArtistInnen, rockende SchülerInnenbands und KünstlerInnen aller Art. Die hier aufgestellte Bühne dient nicht nur zur Präsentation geplanter Darbietungen und Performances. Musiker wie P.R. Kantate, Poetry Slammer, TänzerInnen, AkrobatInnen und SchauspielerInnen laden das junge Publikum ein, die Bühne selbst zu erobern und eigene Potenziale zu erkunden. Im Kinozelt sind Filme zu sehen, die Projektentwicklungen und -ergebnisse dokumentieren. Jugendliche können in einem großen Werkstattzelt kreative Berufe selbst ausprobieren. Hier bietet sich zum Beispiel die Gelegenheit, unter der Anleitung der Berliner 1,2,3 Comicgruppe einen eigenen Comicfilm entstehen zu lassen. Unter unzähligen, bunt gestalteten Sonnenschirmen präsentieren sich die künstlerischen Patenschaften, die sich zwischen Berliner Kunstinstitutionen und Bildungseinrichtungen gebildet haben.

Auf die giftgrüne Picknickwiese können sich vor allem die Jüngsten freuen. Hier werden zusammen mit der Künstlerin Eva Randelzhöfer überdimensionale Steaks und Würstchen aus Pappe produziert, Picknickdecken mit witzigen Mustern gestaltet, bunte Salate gemischt und andere Grill-Utensilien nachgebaut. Vor Ort können natürlich auch echte würzige Häppchen genascht werden. Für die richtige Atmosphäre sorgen zudem kleine, interaktive Theaterstücke, Artisten und Feuerspucker.
Und was sind eigentlich PomPoms? Eine kleine Künstlerin aus einem der geförderten Projekte hatte sie mit verbundenen Augen gezeichnet – kleine puschelartige Gebilde, die zum Synonym für die wunderbare Gemeinschaftsarbeit von Kunstschaffenden mit Kindern und Jugendlichen wurden. Das Festival will "mehr PomPoms!".

Festival-Programm

Freitag, 03.07.09, 18 Uhr

Prächtiges PomPoms-Eröffnungs-TamTam
Ballhaus Naunynstraße

Samstag, 04.07.09, 11-17 Uhr
Mitmach- und Vorführprojekte in allen 12 Stadtbezirken

Sonntag, 05.07.09, 11-18 Uhr
Festival am und im Podewil, Klosterstraße 68
10179 Berlin

Eintritt frei
Weitere Informationen unter: www.kulturprojekte-berlin.de


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Beitrag vom 22.06.2009

AVIVA-Redaktion