Elke Amberg - Sch├Ân! Stark! Frei! Wie Lesben in der Presse (nicht) dargestellt werden - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Found
AVIVA-Berlin .
.
P
R
.
.

AVIVA-Berlin > Found AVIVA-Newsletter bestellen
AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter
   Aviva - Home
   Veranstaltungen in Berlin
   Women + Work
   Public Affairs
   Kultur
   J├╝disches Leben
   Interviews
   Literatur
   Music
   Sport
   E-cards
   Gewinnspiele
   Werben bei uns
   About us
   Frauennetze
 


Happy Birthday AVIVA




AVIVA wishes you a happy and peaceful New Year 2018




Aviva-Berlin.de

Versatel






 



AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 28.01.2012

Dieser Text wurde hinterlegt:



Elke Amberg - Sch├Ân! Stark! Frei! Wie Lesben in der Presse (nicht) dargestellt werden
Annika H├╝ttmann

Die Studie zur medialen Darstellung lesbischer Frauen belegt, dass die "Leerstelle Lesben" bei weitem nicht nur gef├╝hlt ist, denn in der Presse sind Lesben vor allem eines: unsichtbar.



Die Tatsache, dass Lesben in der Presse unterrepr├Ąsentiert sind, bildet den Ausgangspunkt f├╝r die Studie, die die Kommunikationswissenschaftlerin Elke Amberg im Auftrag der Lesbenberatungsstelle LeTRa anfertigte.
Wie h├Ąufig wird ├╝ber Lesben berichtet? Wie werden sie dargestellt? Mit welcher Wortwahl? Dies und mehr wird anhand von 81 Artikeln von 2009 aus vier M├╝nchener Tageszeitungen zu den Bereichen CSD und Gleichstellungspolitik untersucht. Dabei st├Â├čt die Autorin vor allem auf eines: schwule M├Ąnner.

Bei Themen, die sowohl Schwule als auch Lesben betreffen, werden durch ├ťberschriften wie "Ehegatten-Splitting f├╝r Schwule" lesbische Frauen von vornherein ausgeblendet und auch auf Abbildungen zu den jeweiligen Artikeln sind sie eine Seltenheit. Die Begriffe "Lesbe" und "lesbisch" werden durch Umschreibungen vermieden und Elke Amberg erl├Ąutert, warum auch der scheinbar geschlechtsneutrale Begriff "homosexuell" problematisch ist: Die meisten Menschen denken hierbei an schwule M├Ąnner.

Neben der H├Ąufigkeit, mit der Lesben thematisiert werden, die die Autorin in Zahlen belegt, liefert sie auch eine inhaltliche Analyse ausgew├Ąhlter Artikel. Hier zeigt sich eine weitere Dimension des verzerrten Bildes, das die Medien von Lesben geben. Wird ├╝ber sie berichtet, dann entweder, weil sie M├╝tter oder prominent sind. Zudem fehlen h├Ąufig sowohl Berufsbezeichnungen als auch Nachnamen - etwas, das sonst eher bei der Beschreibung von Kindern ├╝blich ist.

Elke Amberg selbst betont, dass ihr Buch nicht die endg├╝ltige Studie zur medialen Darstellung lesbischer Frauen ist, sondern vielmehr ein Anfang, eine gro├če Forschungsl├╝cke zu schlie├čen. Dies geschieht, indem sie zun├Ąchst einen historischen ├ťberblick ├╝ber die Darstellung von Frauen in der Presse gibt und hinzuf├╝gt, mit welchen speziellen Problemen lesbische Frauen hier konfrontiert werden. Sie pr├Ąsentiert (die wenigen) anderen Untersuchungen zu diesem Thema und liefert mit ihrer anschlie├čenden Analyse der Zeitungsartikel eine Grundlage f├╝r weitere Studien.

Da es sich bei dem Buch um eine wissenschaftliche Studie handelt, enth├Ąlt es viele Zahlen, Diagramme und methodische ├ťberlegungen. Diese sind jedoch in einen leicht lesbaren und unterhaltsamen Gesamttext eingebettet und daher f├╝r ein breites LeserInnenpublikum geeignet. Im ├╝brigen ist die Studie nicht nur f├╝r lesbische Frauen interessant, da viele der aufgezeigten Probleme Frauen allgemein betreffen. Am w├╝nschenswertesten w├Ąre es sowieso, wenn die f├╝r die "Nichtexistenz" der Lesben verantwortlichen JournalistInnen dieses Buch lesen w├╝rden!

AVIVA-Tipp: "Sch├Ân! Stark! Frei! Wie Lesben in der Presse (nicht) dargestellt werden" ist ein Buch, das keine gro├čen neuen Erkenntnisse liefert, daf├╝r aber mehrere kleine und ein Ansporn sein sollte, sich weiter mit diesem Thema zu befassen. Alle, die schon immer das Gef├╝hl hatten, dass Lesben in den Medien marginalisiert werden, bekommen hier die Fakten, mit denen sie dieses Gef├╝hl untermauern k├Ânnen.

Zur Autorin: Elke Ambergs Portfolio umfasst Pressearbeit und Marketing, Studien, Fachtexte, Redaktion und Dokumentation zu; Frauen, M├Ądchen, Lesben, Behinderung, Migration, Bildung. Sie leitet journalistische Workshops und war u.a. H├Ârfunkjournalistin f├╝r die ARD und redaktionelle Mitarbeiterin f├╝r ZDF, "Mona Lisa".
(Verlagsinformationen)
Weitere Infos und Kontakt unter: www.elke-amberg.de

Elke Amberg
Sch├Ân! Stark! Frei!
Wie Lesben in der Presse (nicht) dargestellt werden

Ulrike Helmer Verlag, erschienen im Oktober 2011
Taschenbuch, 245 Seiten
ISBN 978 3 89741 324 5
20 Euro

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

21. Juli 2010. Bundesverfassungsgericht erkl├Ąrt Benachteiligung Homosexueller im Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz f├╝r verfassungswidrig

Mehr Gleichstellung f├╝r eingetragene Lebenspartnerschaften

Literatur > Sachbuch Beitrag vom 28.01.2012 Annika H├╝ttmann 





  © AVIVA-Berlin 2018 
zum Seitenanfang suche sitemap impressum datenschutz home