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AVIVA-BERLIN.de im März 2021 - Beitrag vom 08.05.2009


Das war der Porsche Tennis Grand Prix 2009
Sylvia Rochow

Svetlana Kuznetsova bezwingt nacheinander die Olympiasiegerin und die Weltranglisten-Erste und gewinnt den Sportwagen in Stuttgart. Starke Leistungen der deutschen Spielerinnen.




Copyright alle Fotos: Sylvia Rochow


Wer die ersten beiden Matches von Svetlana Kuznetsova in Stuttgart verfolgte, hätte wahrscheinlich nicht damit gerechnet, hier die spätere Siegerin des ersten auf Sand ausgetragenen Hallenturniers der Welt zu sehen. Jeweils drei Sätze und mehr als zwei Stunden lang stand die 23-Jährige zunächst gegen die deutsche Qualifikantin Andrea Petkovic, und anschließend auch gegen die Chinesin Na Li auf dem Center Court in der Porsche-Arena. Nachdem sie sich durch diese harten Matches gekämpft hatte, war bei der Russin aber offenbar der Bann gebrochen.



Im Viertelfinale besiegte Kuznetsova glatt die Argentinierin Gisela Dulko mit 6:3, 6:2, die zuvor die favorisierte Victoria Azarenka (Weißrussland) bezwungen hatte. Das Halbfinale entschied sie mit 6:4, 6:2 gegen ihre Landsfrau und Olympiasiegerin Elena Dementieva ebenso überzeugend für sich wie das Endspiel mit 6:4, 6:3 gegen die aktuelle Weltranglisten-Erste Dinara Safina (ebenfalls Russland). Die Siegerin freute sich nach dem Endspieltriumph über ihre "Trophäe", einen weißen Porsche Boxter S: "Zuhause habe ich bereits einen 911 Targa und in wenigen Wochen erhalte ich noch einen Cayenne. Aber das Gefühl, eines dieser schönen Autos zu gewinnen, ist großartig."



So wechselhaft, wie sich das Turnier für Svetlana Kuznetsova gestaltete, verlief bisher ihre gesamte Saison. Im Herbst 2008 verließ sie nach fast zehn Jahren die Academia Sánchez-Casal in Barcelona, um in ihre Heimat zurückzukehren. Neue Trainerin wurde die zweimalige russische Grand Slam-Finalistin Olga Morozova. Das erste gemeinsame Turnier war der damals noch im Herbst ausgetragene Porsche Tennis Grand Prix. In den folgenden Wochen und Monaten musste Kuznetsova immer wieder frühe Niederlagen gegen deutlich hinter ihr platzierte Spielerinnen einstecken. Nach dem Turnier im US-amerikanischen Indian Wells und einer weiteren Auftaktpleite zog die gebürtige St. Petersburgerin die Konsequenzen und beendete die glücklose Zusammenarbeit. Seitdem geht es wieder aufwärts, bisher auch ohne neuen Coach: In Miami unterlag sie erst im Halbfinale der stark spielenden Azarenka, gewann jedoch in der Doppelkonkurrenz an der Seite der Französin Amélie Mauresmo den Titel, nun der Triumph in Stuttgart.

Aufsteigend ist auch die Tendenz der deutschen Spielerinnen. Nicht nur die Darmstädterin Petkovic, die sich vor ihrem engen Match gegen die spätere Turniersiegerin bereits durch die Qualifikation gekämpft hatte, hinterließ einen starken Eindruck. Auch Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn), die Dementieva erst in drei Sätzen unterlag, und Shootingstar Sabine Lisicki aus Berlin mit ihrem Sieg gegen die routinierte Schweizerin Patty Schnyder und der knappen Niederlage gegen Jankovic hinterließen einen guten Eindruck und begeisterten das Publikum.

Ohne Probleme war für alle Beteiligten die Umstellung auf den neuen Untergrund verlaufen. Die Spielerinnen zeigten sich zufrieden über den roten Sand, der dem Belag sehr ähnelt, auf dem beim nächsten Grand Slam-Turnier, den French Open in Paris, ab Ende Mai 2009 gespielt wird.



Weitere Infos unter: www.porsche-tennis.de

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Beitrag vom 08.05.2009

Sylvia Rochow