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AVIVA-BERLIN.de im März 2021 - Beitrag vom 03.09.2008


Frauen leben süßer aber gesünder – und länger. Eine Studie im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
AVIVA-Redaktion

Frauen essen nach einer repräsentativen infas-Umfrage von 2008 zwar bekömmlicher als Männer und trinken weniger Alkohol, dennoch sind sie den süßen Dingen des Lebens im Alltag nicht abgeneigt




Frauen führen einen gesünderen Lebensstil als Männer. Neun von zehn Frauen geben an, auf eine gesunde Ernährung zu achten. Sie essen mehr Obst und Gemüse, mehr Vollkorn - und Milchprodukte, aber weniger Fleisch und Fast Food als Männer. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative infas-Umfrage an 3.370 BundesbürgerInnen ab 16 Jahren im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) im August 2008

Allerdings: Ein Viertel der Frauen isst täglich Schokolade oder andere Süßigkeiten. Aber auch bei den Männern sind es immerhin noch 17 Prozent. Über die gesunde Ernährung hinaus tun Frauen einiges für die Krankheitsvermeidung: 86 Prozent achten darauf, wenig Alkohol zu trinken, 19 Prozent der Frauen besuchen Präventionskurse. Etwa gleich aktiv sind Frauen und Männer darin, was Bewegung, die Vermeidung von Stress und das Nichtrauchen angeht. In der Meinungsumfrage wurde nach den krankheitsvorbeugenden Maßnahmen der letzten vier Wochen gefragt. "Gesunde Ernährung kann vielen Krankheiten vorbeugen. Die Apotheker werden sich auch in Zukunft verstärkt in der Prävention engagieren", so Friedemann Schmidt, Vizepräsident der ABDA.

Gesündere Lebensweise muss belohnt werden - und zwar ohne Diät

Frauen leben nicht nur gesünder, sondern auch länger als Männer, was viele Ursachen hat. Einerseits lassen sich diese komplexen Zusammenspiele von biologischen und sozialen Faktoren nur durch gendersensible Erhebungen in der Medizin bestimmen.
Zum Anderen kann das biologische Geschlecht nicht zur Grundlage von Benachteiligungen werden, wie die Debatte um die höheren Krankenkassenbeiträge von Frauen zeigt. Auf Grund von Ausgaben im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt wurden Frauen trotz gesünderer Lebensweise höhere Sätze berechnet, während die männlichen Partner geringere Beiträge zahlen mussten. Diese Diskriminierungen auf Grund von Geschlecht wurden nach Einführung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) 2008 größtenteils beseitigt.

Angesichts eines zunehmenden Schlankheitswahns sollte die Studie zudem mit Vorsicht genossen werden – denn wo von den "Schwächen" der Frauen gegenüber Süßigkeiten die Rede ist, wird auf der anderen Seite der Verzicht auf Kalorien nahe gelegt.

Weitere Infos finden Sie unter:
www.abda.de

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"Unbekannte Patientin". Die Medizin entdeckt den weiblichen Körper neu aus 2006.

"Bund startet Kampagne gegen Schönheitswahn und Essstörungen" aus 2007.


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