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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 01.05.2017

HAYMATLOZ - EXIL IN DER T├ťRKEI. Ab 28.04.2017 auf DVD. Verlosung
AVIVA-Redaktion

In ihrem sensiblen und politischen Dokumentarfilm begleitet Eren ├ľns├Âz f├╝nf heute erwachsene Kinder deutsch-j├╝discher AkademikerInnen, die vor den Nazis in die T├╝rkei gefl├╝chtet waren, an Schaupl├Ątze ihrer Kindheit und Gegenwart in der Schweiz, Deutschland und in der T├╝rkei. AVIVA verlost 3 DVDs



Direkt nach der Machtergreifung durch die Nazis verloren rund ein Drittel der Professoren und Professorinnen, zumeist Juden, ihre Stellungen an deutschen Universit├Ąten. Anders als beispielweise Singapur ist die T├╝rkei als Exilland heute nur wenigen bekannt ist, ebenso wie die Tatsache, dass die von den Nazis Verfolgten von Atat├╝rk eingeladen wurden, an seiner ambitionierten Universit├Ątsreform mitzuwirken.

Etwa 300 Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen erhielten so Lehrauftr├Ąge in der T├╝rkei, was ihnen und ihren Familien das Leben rettete.

An der Europ├Ąisierung der T├╝rkei waren die renommierten Deutschen wesentlich beteiligt. Doch was ist von dem Kultur- und Wissenstransfer unter Premier Erdogan ├╝brig geblieben? Wo doch heute in der T├╝rkei die Atat├╝rkschen Reformen r├╝ckg├Ąngig gemacht und laizistische Strukturen aufgel├Âst werden. Gilt das auch f├╝r die Bem├╝hungen der Exilantinnen und Exilanten? Geblieben ist neben dem wissenschaftlichen Wirken auch die Aufnahme des Lehnworts "haymatloz" in die t├╝rkische Sprache.

Die Filmemacherin Eren ├ľns├Âz begleitet die letzten Nachkommen dieser Professoren an Schaupl├Ątze in der Schweiz, Deutschland und in der T├╝rkei. Mithilfe von f├╝nf ProtagonistInnen, die in der T├╝rkei geboren und aufgewachsen sind, untersucht sie dieses vergessene und wenig bekannte Kapitel deutsch-t├╝rkischer Geschichte, dessen Bedeutung bis in unsere Gegenwart reicht. Denn auch in der Gegenwart der heute noch lebenden Nachkommen ist das Gef├╝hl der Heimatlosigkeit und der Schwierigkeit eines Lebens zwischen zwei Welten bis heute pr├Ąsent. Sie leben vor allem mit dem Gef├╝hl, in keine der beiden Welten zu geh├Âren.

Die Protagonistinnen und Protagonisten:

Susan Ferenz-Schwartz
- ihr Vater, der Pathologieprofessor Philipp Schwartz wurde 1933 von der Frankfurter Goethe-Universit├Ąt vertrieben. Er gr├╝ndete wenig sp├Ąter in Z├╝rich die "Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland". 1953 und 1957 lehnte die Hochschule das R├╝ckkehrgesuch von Philipp Schwartz ab. Die zum Zeitpunkt des Drehs 83-J├Ąhrige Susan Ferenz-Schwartz studierte sp├Ąter in der Schweiz Medizin und arbeitete als Psychiaterin.

Kurt Heilbronn - ist der Sohn von Alfred Heilbronn, der 1935 mit der Hilfe von Philipp Schwartz an die Universit├Ąt Istanbul berufen wurde und dort das Institut f├╝r Pharmakobotanik aufbaute. Der Sohn, Kurt Heilbronn, wurde Psychologe.

Engin Bagda - wurde 1946 als Sohn des Chemikers Otto Gerngro├č, der an der Universit├Ąt Ankara lehrte, in Ankara geboren. Engin Bagda studierte Chemie an der Universit├Ąt Heidelberg und promovierte an der Technischen Universit├Ąt Stuttgart.

Enver Hirsch - ist der Rechtsprofessors Ernst Eduard Hirsch, der w├Ąhrend seiner 19 Jahre andauernden Lehr- und Forschungst├Ątigkeit in der T├╝rkei als Berater f├╝r die die Fachhochschule f├╝r Recht in Ankara wirkte, an Entw├╝rfen f├╝r das t├╝rkische Warenzeichen-, Patent- und Mustergesetz mitwirkte. Er wird als Haupturheber des t├╝rkischen Handelsgesetzbuchs von 1956 anerkannt und zeichnet f├╝r den Entwurf eines neuen Universit├Ątsgesetzes verantwortlich sowie war Mitherausgeber des t├╝rkischen Rechtsw├Ârterbuch. Vor allem aber war er aktiver Wegbereiter des von Atat├╝rk eingeleiteten Reform des Rechtssystems, weg von der Scharia und hin zum europ├Ąischen Recht. Dem 1951 geborenen Sohn gab er aus Dankbarkeit ├╝ber die Rettung vor den Nazis zwei t├╝rkische Vornamen: Enver Tando─čan Hirsch.

Elisabeth Weber-Belling ist die 1943 in Istanbul geborene Tochter des Bildhauers Rudolf Belling, der in Istanbul eine Professur an der Akademie der Sch├Ânen K├╝nste erhalten hatte. Die Tochter verwaltet heute den Nachlass ihres Vaters und arbeitet an seiner Biographie. An ihre Kindheit in der T├╝rkei erinnert sie sich gern, es sei fr├Âhlich und sonnig gewesen und der Ruf der Muezzin habe sie jeden Morgen geweckt.


AVIVA-Tipp: Der Initiative der Filmemacherin Eren ├ľns├Âz ist es zu verdanken, dass die Schicksale dieser von den Nazis verfolgten Menschen nicht in Vergessenheit geraten. In ihrem sensiblen Dokumentarfilm "Haymatloz - Exil in der T├╝rkei" schl├Ągt sie neben diesem wenig bekannten Thema aber auch den wichtigen Bogen zum gesellschaftspolitischen Leben in der T├╝rkei heute.

Zur Regisseurin: Eren ├ľns├Âz, 1972 in der T├╝rkei geboren, studierte Germanistik und Medienwissenschaften in D├╝sseldorf und Rom. Seit 1997 arbeite sie als freie Autorin, vor allem f├╝r den WDR. Ihr Abschlussfilm "Import-Export" an der Kunsthochschule f├╝r Medien in K├Âln wurde mehrfach ausgezeichnet.
Mehr Infos unter: www.erenonsoz.de


Haymatloz - Exil in der T├╝rkei
Buch und Regie: Eren ├ľns├Âz
Land/Jahr: Schweiz, Deutschland, T├╝rkei 2016
Sprachen: Deutsch, T├╝rkisch. Untertitel: Deutsch, T├╝rkisch, Englisch
Bildformat: 16:9
Laufzeit: 90 min.
Extras: Trailershow
Set-Inhalt: 1 DVD. Verpackung: Softbox
FSK: ohne Altersbeschr├Ąnkung
Vertrieb: AL!VE
Label: mindjazz pictures
V├ľ: 28.04.2017
Best.Nr./EAN: 6417169 / 4042564171693

Mehr Informationen zum Film (auf deutsch und t├╝rkisch) unter: www.haymatloz.com und www.facebook.com/HaymatlozFilm



AVIVA-Berlin verlost 3 DVDs. Bitte senden Sie uns dazu die Namen der im Film "Haymatloz - Exil in der T├╝rkei" portraitierten Menschen, mit Angabe Ihrer Postadresse bis zum 31.07.2017 per Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de




Quelle/Copyright: mindjazz pictures

Gewinnspiele Beitrag vom 01.05.2017 AVIVA-Redaktion 





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