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AVIVA-BERLIN.de im September 2021 - Beitrag vom 30.10.2018


Touch me not. Ein Film von Adina Pintilie. Kinostart: 01.11.2018. Verlosung
AVIVA-Redaktion

Selten hat ein mit dem Goldenen Bären auf der Berlinale ausgezeichnetes Werk derart emotionale und kontroverse Reaktionen hervorgerufen. Radikal entblößt die rumänische Regisseurin Adina Pintilie die seelischen und körperlichen Tabus unserer vermeintlich sexuell befreiten Zeit und scheut sich auch nicht, Menschen mit Angststörungen und körperlicher Behinderung auf dem Weg zu …AVIVA verlost in Kooperation mit Alamode Film 3x2 Freikarten




... einer erfüllten Intimität zu begleiten. TOUCH ME NOT zeigt, wie man die/denanderen liebt, ohne sich selbst zu verlieren.

Laura, eine Frau in den Fünfzigern, hat Angst vor körperlicher Berührung. Ihrer Sehnsucht nach Intimität versucht sie sich als Voyeurin zu nähern, engagiert einen Callboy, dem sie beim Duschen und Onanieren zusieht. Sie konsultiert die Transfrau Hanna, die mit fünfzig Jahren ihr Coming-Out zuließ, die Brahms liebt und ihre Brüste Gusti und Lilo nennt. Mit einem Rollenspiel-Therapeuten lotet sie zwischen Plaudern und Anfassen die Grenze ihrer Abwehr aus und kommt dem Ort ihrer verborgenen Wut näher.

Und sie stalkt den jungen Tómas, der als Teilnehmer eines Touch-Workshops, in dem Nicht-Behinderte und Behinderte lernen, einander zu berühren, dem an spinaler Muskelatrophie erkrankten Christian begegnet. Während es Tómas schwer fällt, seine zwischen Ekel und Sympathie changierenden Gefühle zuzulassen, ist Christian mit sich im Reinen und lebt mit seiner nichtbehinderten Freundin Grit lustvoll seine Sexualität aus.

Und da ist Regisseurin Adina Pintilie selbst, die immer wieder ihre Beobachterposition hinter der Kamera verlässt und sich mit ihren eigenen Emotionen und Fragen über Intimität einbringt.
Alle begegnen sich in einem surrealen Garten der Lüste, dessen TeilnehmerInnen sich in Fesselspielen fallen lassen, wo Körper nur noch Körper sind und nur das Begehren zählt.

TOUCH ME NOT ist ein philosophischer Film-Essay, der mit seiner behutsamen und doch radikalen Entblößung seelischer und körperlicher Hemmungen ein Plädoyer für eine befreite Intimität darstellt, für die Überwindung jener gesellschaftlich vorgegebenen Konventionen und Vorurteile, die uns in der Bewusstwerdung unserer Körperlichkeit zurückhalten.

ADINA PINTILIE: "Als Filmemacherin habe ich mich schon immer mit meiner eigenen persönlichen Beziehung zur Realität auseinandergesetzt. Ich arbeite sehr viel mit Realität und ich finde nicht, dass es zwischen Realität und Fiktion eine Grenze gibt, es gibt nur das Kino als subjektive Erfahrung von Realität.

Die Hauptebene, auf der die Realität vs. Fiktion-Dialektik ins Spiel kommt, ist der Prozess des Filmemachens: nicht nur hinsichtlich der Nutzung des kreativen Potential echter Schauplätze und Ereignisse, sondern auch - und ganz besonders - bei der Arbeit mit den Charakteren. Das Ensemble besteht aus einer Mischung von professionellen und nicht-professionellen Schauspielern. In ausführlichen Improvisationsworkshops wird mit Themen wie Familienkonstellation, Re-Enactment, "gespielte" Realität, intime Tagebücher, die Darstellung der Träume und Fantasien der Charaktere etc. experimentiert – mit dem Ziel, basierend auf den authentischen emotionalen Hintergrundgeschichten der Darsteller, die Charaktere zu entwickeln, um Schicht um Schicht die tiefer liegende Wahrheit der Charaktere zu enthüllen. Die Fiktion liefert den Rahmen für die Arbeit mit der Realität, und bietet zugleich einen sicheren Schutzraum für jene Menschen, die das Risiko auf sich nehmen, sich uns zu öffnen, uns in diesem Prozess ihr Innerstes zu offenbaren."


Zur Regisseurin: Adina Pintilie ist eine rumänische Filmemacherin und eine bildende Künstlerin, die mehrfach auf renommierten internationalen Filmfestivals ausgezeichnet wurde. Sie machte ihr Examen 2008 an der Nationaluniversität für Theater und Film in Bukarest. Ihr Werk, das sich stets an der Grenze zwischen Fiktion, Dokumentarfilm und Bildender Kunst bewegt, steht für eine neue rumänische Filmszene und sticht durch ihren sehr persönlichen visuellen Stil, den Mut zur experimentellen Filmsprache und zur kompromisslosen Erforschung der menschlichen Psyche hervor. Ihr mittellanger Film DON´T GET ME WRONG (produziert von Aristoteles Workshop, unterstützt von ARTE France, dem Rumänischen Cinema Center und dem Rumänischen Nationalfernsehen) feierte seine Premiere 2007 in Locarno in der Sektion Filmmakers of the Present Competition, wurde 2007 bei IDFA in der Sektion Best of Fests gezeigt, auf der DOK Leipzig 2007 mit der Goldenen Taube für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet und bei über 50 internationalen Filmfestivals ausgewählt/preisgekrönt: darunter Thessaloniki, Montpellier, Triest, Namur, Documenta Madrid, München, Moskau, Sarajevo, Warschau, Krakau, Docupolis Barcelona.
Ihr letzter mittellanger Film OXYGEN feierte seine Premiere 2010 bei der Rotterdam Tiger Awards Short Film Competition und wurde für zahlreiche internationale Festivals ausgewählt, darunter Buenos Aires BAFICI, Montpellier, Thessaloniki, Tampere und Bilbao. OXYGEN wurde bei den rumänischen Filmpreisen GOPO 2011 in den Kategorien Best Short Film Award und Young Hope Award nominiert. Ihr letzter Kurzfilm DIARY#2, eine rumänisch-niederländische Koproduktion, gewann 2013 den ZONTA-Preis der Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen, wurde 2014 auf dem Sofia Film Festival in der Sektion Best Balkan Shorts gezeigt und lief unter anderem auch auf dem Belo Horizonte International Short Film Festival 2013. Ihr Kurzfilm SANDPIT#186 (mit Co-Regisseur George Chiper) wurde 2008 in Locarno in der Sektion Author´s Short Section uraufgeführt, 2009 mit dem Runner Up Award auf dem Miami International Film Festival ausgezeichnet und im gleichen Jahr in der Kategorie Special Mention auf dem Trieste Film Festival preisgekrönt.

Touch me not
Ein Film von ADINA PINTILIE
Produktionsland / Jahr: Rumänien, Deutschland, Tschechische Republik, Bulgarien, Frankreich 2018
Mit Laura Benson, Tómas Lemarquis, Christian Bayerlein, Grit Uhlemann, Adina Pintilie, Hanna Hofmann, Seani Love, Irmena Chichikova u.a.
Länge: 125 Minuten Kinostart: 1. November 2018
Verleih: Alamode Film
Drehbuch, Regie, Schnitt: ADINA PINTILIE
Produktion: BIANCA OANA, PHILIPPE AVRIL, ADINA PINTILIE
Co-ProduzentInnen: BENNY DRECHSEL, RADOVAN SÍBRT, ALŽBĚTA KARÁSKOVÁ MARTICHKA BOZHILOVA
Kamera: GEORGE CHIPER-LILLEMARK
Musik: IVO PAUNOV
Musikalische Unterstützung: EINSTÜRZENDE NEUBAUTEN
Sound Design: DOMINIK DOLEJŠÍ
Sound Recording: VESELIN ZOGRAFOV
Casting: FLORENTINA BRATFANOV, TANJA SCHUH, MAYA SERRULLA MAGDALENA ILIEVA, IVAN KOTSEV
Script Supervisor: ANDRA BĂRBUICĂ
Produktionsdesign: ADRIAN CRISTEA
Kostümdesign: MARIA PITEA
Ausführende Produzentin: MONICA LĂZUREAN-GORGAN
Herstellungsleitung: BIANCA OANA
Produktionsleitung: CĂTĂLIN NEAGOE, NICOLE ZSCHERNY
Aufnahmeleitung: KARSTEN FRANK, NEDA MILANOVA, ANNE GRANGE, ANAMARIA ANTOCI LAURA GEORGESCU-BARON, ANCA VLĂSCEANU, ANA ALEXIEVA

Mehr zum Film und der Trailer unter: www.alamodefilm.de


AVIVA-Berlin verlost in Kooperation mit Alamode Film 3x2 Freikarten. Bitte senden Sie uns dazu eine prägnante Beschreibung der letzten Szene aus dem Trailer bis zum 05.11.2018 per Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de


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Beitrag vom 30.10.2018

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