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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 13.03.2009

Rupa And The April Fishes - extraordinary rendition. Verlosung
Tatjana Zilg

Die Combo aus San Francisco f├╝hrt kein Hippie-Leben, wie die lebensfrohe, mal feurig hitzige, mal erdig sinnliche Musik, vermuten l├Ąsst. AVIVA-Berlin verlost 3 CDs



Die Entscheidung, ob sie ihrer musikalische Ader folgen oder ob sie sich der Medizin verschreiben soll, fiel S├Ąngerin Rupa Marya schon als Kind nicht leicht. Auf die Frage nach dem Berufswunsch hatte sie gleich zwei Antworten parat: "Chirurgin und Ballerina". Eine Profi-T├Ąnzerin wurde nicht aus ihr, aber sie entschloss sich, neben dem Medizin-Studium an der University of California ihrer Liebe zur Musik treu zu bleiben. W├Ąhrend das anspruchsvolle Studium gedieh, machte sie sich gleichzeitig mit viel Elan und Zeitaufwand einen Namen als S├Ąngerin. Den gab sie auch nach der Er├Âffnung ihrer Arztpraxis nicht wieder auf. Die beiden Arbeitsfelder beeinflussen sich gegenseitig: "Eine Menge meiner Musik leitet sich aus den verletzlichen Begegnungen mit den Menschen ab. Sich um Patienten zu k├╝mmern ist die Quelle der Inspiration f├╝r so viele Dinge, speziell f├╝r die Musik."

Sich mit verschiedenen Einfl├╝ssen auseinandersetzen, Gegens├Ątze vereinen und sich in wechselnden Umfeldern orientieren sind Dinge, die sie schon fr├╝h im Leben lernte. Sie geh├Ârte zu den Kindern, die mehr Orte auf der Welt kennengelernt haben als so manche/r Erwachsene. Und zwar mit allen sch├Ânen und weniger sch├Ânen Seiten: In der N├Ąhe von San Francisco Bay geboren, flog sie schon als Vierj├Ąhrige zu den Gro├čeltern nach Nordindien, wo sie die ersten Schuljahre verbrachte. Kaum war sie ein Teenager, holten die Eltern sie zu sich nach Aix-en-Provence in S├╝dfrankreich, wohin sie mittlerweile umgezogen waren. Das M├Ądchen wurde so fr├╝h mit der Erfahrung konfrontiert, im ersten Moment als Fremde angesehen zu werden: War sie in Indien f├╝r eine Amerikanerin gehalten worden, stufte man sie in Europa und in den USA als Araberin oder Roma ein. Sie reagierte mit der Flucht nach vorne und entwickelte rasch eine gro├če Portion Selbstbewusstsein.

In ihrer Musik setzte sich bald das polyglotte Lebensgef├╝hl durch. Anfangs schrieb und sang sie ihre Songs noch in Englisch, aber bald schwenkte sie um auf einen Stil, den sie selbst als "mosaikhaft" bezeichnet. Sie besann sich auf die Sprachen, die sie in ihrer Kindheit erlernte und insbesondere die franz├Âsische Sprachmelodie erschloss ihr neue Dimensionen im Songwriting. Aber auch auf die anderen Sprachen greift sie hin und wieder zur├╝ck.

"Dadurch habe ich eine viel direktere Verbindung zur emotionalen Intensit├Ąt gefunden. So konnte ich meine Erfahrungen umsetzen, zeigen, was es hie├č, von meiner Familie quer ├╝ber den Planeten gezogen zu werden und an all diesen Orten so unglaubliche Geschichten zu erleben! Ich gebe so den wundervollen Facetten meines Erbes eine Stimme."

W├Ąhrend sie zu ihrem eigenen Stil fand, begegnete sie nach und nach Gleichgesinnten, mit denen sie sich als Band zusammenschloss. Zuerst war der Cellist Ed Baskerville an ihrer Seite, dann kamen der Jazz-Trompeter Marcus Cohen, die Akkordeonistin Isabel Douglas, der Drummer Aaron Kierbel und der Bassist Safa Shokrai hinzu. Bald stand die Combo auf den gro├čen B├╝hnen und selbst Auftritte wie im bekannten Venue The Independent waren ausverkauft. Fast wie in einem Musiktheater zeigen sie sich sehr temperamentvoll und ausgelassen in ihrer Show.

Franz├Âsischer Chanson a la Edith Piaf und Jaques Brel begegnet Gypsy Punk und Weird Folk, auch jazzige L├Ąssigkeit swingt durch die turbulenten Songs. Dabei greifen die Texte aktuelle sozialkritische Themen ("Poder", "Une Americaine A Paris") genauso auf wie ungl├╝ckliche und gl├╝ckliche Liebesgeschichten ("C┬┤est Pas D┬┤L┬┤Amour"), kleine und gro├če Alltagsabenteuer und fabelhafte Parabeln ("La Pecheuse").

Weiterh├Âren und -lesen auf AVIVA-Berlin:
Room Eleven, Zulya And The Children Of The Underground

Rupa And The April Fishes im Netz: www.rupamarya.com, www.theaprilfishes.com und auf www.myspace.com/aprilfishes

AVIVA-Tipp: Rupas Stimme besticht mit einem wohltuend aufregenden Timbre, das den Raum mit hoher Emotionalit├Ąt und ansteckender Lebensfreude erf├╝llt. Zusammen mit ihrer Band kreiert sie dazu eine Umgebung, die jazzige Verruchtheit, s├╝dl├Ąndisches Temperament, geheimnisvolle Ferne, erdverbundene Hooklines, bezauberndes Esprit und einnehmenden Charme in einem karnevalesken und Lebensfunken spr├╝henden Melting Pot vereint.


AVIVA-Berlin verlost 3 CDs. Bitte nennen Sie uns Rupas Nachnamen und senden bis zum 10.04.2009 eine Email an folgende Adresse: gewinnspiele@aviva-berlin.de



Rupa And The April Fishes
extraordinary rendition

Label: Indigo, V├ľ Mai 2008

Gewinnspiele Beitrag vom 13.03.2009 AVIVA-Redaktion 





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