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AVIVA-BERLIN.de im Juni 2018 - Beitrag vom 07.05.2010

Ulrike Schramm-de Robertis - Ihr kriegt mich nicht klein. Verlosung
Britta Leudolph

Regelm├Ą├čig unbezahlte ├ťberstunden, hoher Arbeitsdruck und Willk├╝r der Vorgesetzten, das ist die sch├Âne neue Arbeitswelt der ...AVIVA verlost 5 B├╝cher



... Lebensmitteldiscounter. Doch dagegen k├Ąmpfen lohnt sich. Die Verk├Ąuferin und Filialleiterin Ulrike Schramm-de Robertis berichtet, wie sie es zusammen mit ihren KollegInnen schafft, die Arbeitsbedingungen mithilfe eines Betriebsrates wesentlich zu verbessern.

Ulrikes Traumberuf ist Verk├Ąuferin. Schon als Kind spielt sie am liebsten mit ihrem Kaufladen. Gleich nach dem Schulabschluss beginnt sie ihre Ausbildung in einem alteingesessenen Kaufhaus. Hier kennt sie die Chefs noch pers├Ânlich und kann sich auch in pers├Ânlichen Belangen an diese wenden. Hier bekommt sie auch den ersten Kontakt zur Gewerkschaft, der sie beitritt, weil alle es so machen. Nach der Ausbildung bekommt sie ihr erstes Kind, vier weitere folgen. W├Ąhrend dieser Zeit arbeitet sie halbtags.

Ihre ersten Erfahrungen mit einem gro├čen Discounter macht Ulrike mit Anfang 30 bei dem Textilunternehmen KiK, sie ├╝bernimmt die Leitung einer Filiale. F├╝r die junge Frau beginnt eine stressige Zeit: sie ist mittlerweile alleinerziehende Mutter von f├╝nf Kindern, hat einen Vollzeitjob, der ihr viele ├ťberstunden abverlangt. Dies ├Ąndert sich auch nicht bei ihrem n├Ąchsten Arbeitgeber, dem Lebensmitteldiscounter Plus und auch nicht bei Lidl, das Unternehmen, in dem sie heute noch arbeitet.

Vieles haben die Arbeitsstellen gemeinsam: die Filialen sind chronisch unterbesetzt, der Druck auf die MitarbeiterInnen wird systematisch von oben nach unten weitergereicht, h├Ąufig steht die K├╝ndigung als unausgesprochene Drohung im Raum. "[...] st├Ąndig muss man bis zu 20 Kilogramm schwere Kisten und Kartons heben. Pro Tag addiert sich das auf mehrere Tonnen Gewicht. Wegen des Zeitdrucks ├╝berfordert man sich permanent selbst. Oft nehme ich zwei Kisten auf einmal, obwohl sie eigentlich zu schwer daf├╝r sind. Die Folgen bekomme ich bald zu sp├╝ren: Immer ├Âfter habe ich R├╝ckenschmerzen. Es wird so schlimm, dass ich ohne Schmerzen nichts mehr heben, mich nicht b├╝cken oder strecken kann."

Ulrike Schramm-de Robertis berichtet sehr authentisch aus ihrem Arbeitsleben bei dem Lebensmitteldiscounter Lidl. Und sie zeigt auf, dass es sich ÔÇô trotz aller R├╝ckschl├Ąge - lohnt, f├╝r die Rechte als Arbeitnehmerin einzutreten. Sie vernetzt sich mit ihren KollegInnen und gr├╝ndet mithilfe eines Gewerkschaftsvertreters einen der wenigen Betriebsr├Ąte innerhalb des Unternehmens Lidl.

Zur Autorin: Ulrike Schramm-de Robertis, geboren 1964, ist Verk├Ąuferin und Filialleiterin. Seit einigen Jahren ist sie Betriebsr├Ątin in einer s├╝ddeutschen Lidl-Filiale. Sie unterst├╝tzt als aktive Gewerkschafterin KollegInnen bei deren Widerstand gegen schlechte Arbeitsbedingungen und Willk├╝r.
AVIVA-Tipp: Das Wort Betriebsrat ist in den vergangenen Jahren in vielen Unternehmen zum Schimpfwort geworden. Gerade in den gro├čen Lebensmitteldiscountern ist der Umgang mit den MitarbeiterInnen h├Ąufig untragbar, was sich immer wieder in Presseskandalen niederschl├Ągt. Doch was n├╝tzt dies den MitarbeiterInnen? Sie sind auf ihren Job angewiesen. Ulrike Schramm-de Robertis beweist mit ihrer Geschichte, dass es sich lohnt, f├╝r die eigenen Rechte einzutreten. Ihr Buch liest sich spannend und macht all denjenigen Mut, die sich in einer vergleichbaren Situation befinden.


AVIVA-Berlin verlost 5 B├╝cher. Bitte beantworten Sie folgende Frage: In welchem Discounter hat Ulrike Schramm-de Robertis ihre ersten Erfahrungen gesammelt und senden bis zum 25.05.2010 eine Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de



Ulrike Schramm-de Robertis und Daniel Behruzi
Ihr kriegt mich nicht klein! Eine Discounter-Angestellte k├Ąmpft um ihre Rechte

Kiepenheuer und Witsch Verlag, erschienen Februar 2010
Taschenbuch, 205 Seiten
7,95 Euro
ISBN 978-3-462-04185-9

Gewinnspiele Beitrag vom 07.05.2010 Britta Leudolph 





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