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AVIVA-BERLIN.de im Mai 2018 - Beitrag vom 18.03.2011

Jorinde Reznikoff und KP Fl├╝gel - Bomb it, Miss.Tic. Verlosung
Kristina Auer

Das spannende Portrait der Pariser Stra├čenk├╝nstlerin Miss.Tic, die es mit ihren Schablonen-Graffitis weltweit zu gro├čem Ansehen gebracht hat,... AVIVA verlost 3 B├╝cher



... entstand aus einem Interview mit den Hamburger JournalistInnen Jorinde Reznikoff und KP Fl├╝gel in ihrem Pariser Atelier. Das Buch, in dem Miss.Tic. gr├Â├čtenteils selbst zu Wort kommt, liefert Einblicke sowohl in das Leben der kontroversen K├╝nstlerin als auch in ihr faszinierendes Werk.

"Kreieren hei├čt Widerstand leisten" lautet einer der vielen Slogans der 1956 geborenen Miss.Tic. Durch einen von Schicksalsschl├Ągen und H├Ąrte gepr├Ągten Lebenslauf ist die Kunst f├╝r sie zu einer existenziellen Notwendigkeit geworden.
Als Tochter eines Tunesiers und einer Normannin wuchs Miss.Tic in einer Pariser Banlieue auf. Durch einen Autounfall verlor sie im Alter von zehn Jahren ihren Bruder, ihre Mutter und ihre Gro├čmutter. Ihr Vater starb ├╝berraschend an einem Herzinfarkt, als sie 16 Jahre alt war.
Fortan auf sich allein gestellt, schlug sie sich mit Gelegenheitsjobs durch, wurde Mitglied einer Stra├čentheater-Gruppe, verbrachte dann zwei Jahre in den USA und entschloss schlie├člich bei ihrer R├╝ckkehr nach Paris, sich in der Bildenden Kunst zu verwirklichen.

Im Jahr 1985 bespr├╝hte Miss.Tic in Paris zum ersten Mal eine Mauer. Schon damals war ihr einzigartiger Stil erkennbar: Miss.Tics Werke bestehen stets aus vieldeutigen Wortspielen, die sie mit Frauendarstellungen erg├Ąnzt, um "der Sprache einen K├Ârper zur├╝ckzugeben", wie sie selbst sagt.
Zu Beginn waren es Selbstportraits, welche die K├╝nstlerin an die W├Ąnde malte, schon bald entschloss sie sich daf├╝r, Frauendarstellungen aus Zeitschriften abzuzeichnen und zu verfremden. Dabei reproduziert sie das stereotype Frauenbild nach eigener Aussage "nicht, um es zu bewerben, sondern um es zu befragen."

Miss.Tic provoziert und polarisiert. F├╝r ihr Schaffen wurde sie von vielen Feministinnen angegriffen, zeigen ihre Werke neben vielen pornographischen Szenen doch das von den Medien propagierte Bild der d├╝nnen, sexuell attraktiven und stets willigen Frau. Andere werten ihre Darstellungen dagegen als Statement f├╝r die Wahrnehmung von Frauen als freien, begehrenden, sexuellen Wesen und gegen unterdr├╝ckende Strukturen und die vermeintlich "verklemmten" Feministinnen. Wieder andere sehen in Ihr eine feministische K├Ąmpferin, die mit ihrer Arbeit weibliche Subjektivit├Ąten ehrt und zelebriert.

Miss.Tic bezeichnet sich selbst nicht als Feministin, denn ihrer Meinung nach sind Weiblichkeit und M├Ąnnlichkeit sowie viele Unterschiede zwischen M├Ąnnern und Frauen oft etwas Sch├Ânes. Au├čerdem h├Ąlt die K├╝nstlerin teilweise auch die Frauen selbst verantwortlich f├╝r geschlechtliche Diskriminierung. Eine Frau, die sich beruflich verwirklichen will, soll eben keine Kinder kriegen, meint sie.

Die Frage, ob Miss.Tic mit ihrer Kunst zu den Errungenschaften des Feminismus beitr├Ągt oder dessen Ziele gar unterminiert, ist nicht eindeutig zu beantworten. Auch weil Miss.Tic das Interpretieren ihrer Werke lieber anderen ├╝berl├Ąsst. Beim Betrachten ihrer Bilder wird jedenfalls klar, dass diese unvermeidlich zum Nachdenken und der kontroversen, polarisierenden Disskussion, anregen. Und letztlich sieht Miss.Tic, wie viele andere K├╝nstlerInnen und Kunstliebende, in diesem Nachdenken den ├╝bergeordneten Sinn von Kunst im Allgemeinen: "Ich m├Âchte die Seelen der Leute ber├╝hren, sie treffen und betroffen machen."

AVIVA-Tipp: "Bomb it, Miss.Tic!" stellt die Pers├Ânlichkeit einer ebenso kontroversen wie faszinierenden K├╝nstlerin in den Mittelpunkt. Da sich das Buch gr├Â├čtenteils aus O-T├Ânen der Malerin zusammensetzt, ist Reznikoff und Fl├╝gel ein besonders pers├Ânliches Portrait gelungen. Miss.Tics Kommentare haben die AutorInnen zudem um einige Zitate anderer K├╝nstlerInnen erg├Ąnzt, welche die Aussagen der Malerin teils konterkarieren und teils unterstreichen und somit einen pointierteren Blick erlauben. Die 30 abgebildeten Werke geben desweiteren einen spannenden ├ťberblick ├╝ber das Schaffen der K├╝nstlerin.

Zu den AutorInnen: Jorinde Reznikoff und KP Fl├╝gel leben und arbeiten in Hamburg, wenn sie nicht gerade in Paris sind. Journalistisch aktiv f├╝r die "neopostdadasurrealpunkshow" auf Radio FSK, Hamburg, und als KorrespondentInnen f├╝r "Chroniques Rebelles", Radio Libertaire, Paris. Mit ihren Klang-Lyrik-Performances traten sie im Rahmen von Festivals u. a. in Berlin und Toulouse auf. (Quelle: Edition Nautilus)


AVIVA-Berlin verlost 3 B├╝cher. Bitte nennen Sie uns drei Slogans der K├╝nstlerin und senden bis zum 20.04.2011 eine Email an folgende Adresse: info@aviva-berlin.de


Jorinde Reznikoff, HP Fl├╝gel (Hg.)
Bomb it, Miss.Tic!

Edition Nautilus, erschienen M├Ąrz 2011
Klappenbroschur, 96 Seiten
ISBN: 978-3-89401-738-5
12,00 Euro
www.edition-nautilus.de

Weitere Infos zu Miss.Tic finden Sie unter:

www.missticinparis.com

Gewinnspiele Beitrag vom 18.03.2011 Kristina Auer 





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