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AVIVA-BERLIN.de 11/19/5778 - Beitrag vom 22.01.2008

Jom HaShoah - Gedenktag zum Holocaust 2008
AVIVA-Redaktion

Wie jedes Jahr gedenken am 27. Januar die Menschen nicht nur in Berlin der Millionen Juden und anderen Opfer des Holocausts. Wir informieren Sie ├╝ber erinnernde wie mahnende Veranstaltungen.



Der Bundespr├Ąsident hat 1996 in Erinnerung an den Tag der Befreiung von Auschwitz am 27.1.1945 den 27. Januar als nationalen Holocaust-Gedenktag ausgerufen. Das Gedenken gilt den verfolgten, deportierten und ermordeten J├╝dinnen und Juden und in diesem Jahr besonders den von den NationalsozialistInnen verfolgten Euthanasie- und Zwangssterilisationsopfern.

Der Jom haShoah wird in Israel am 27. Nisan begangen, um 10 Uhr rufen alle Sirenen des Landes die Menschen zwei Minuten lang zum Innehalten auf. Der Verkehr ruht, es wird nicht gearbeitet, schweigend verharren die Menschen stehend an den Stellen, an denen sie sich gerade befinden. In der Gedenkst├Ątte Yad Vashem findet in Anwesenheit der Regierungs- und Staatsspitzen eine Kranzniederlegungszeremonie statt. Um die Mittagszeit wird eine Namensliste von Schoa-Opfern verlesen, am Nachmittag gibt es eine Zeremonie f├╝r j├╝dische Jugendorganisationen. Der 27. Nisan des j├╝dischen Kalenders f├Ąllt in 2008 auf den 2. Mai.

Hier finden Sie eine ├ťbersicht zu den Berliner Veranstaltungen in 2008:


Er├Âffnung der Ausstellung "Sonderz├╝ge in den Tod - Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn"
├ťber die Deportation von mehr als 11.000 deutsch- und franz├Âsisch-j├╝discher Kinder und Erwachsener nach Auschwitz berichtete die Ausstellung bereits auf franz├Âsischen Bahnh├Âfen unter dem Titel "Fils et Filles des D├ęport├ęs Juifs de France" (S├Âhne und T├Âchter der j├╝dischen Deportierten Frankreichs). Nun wird der Opfer auch auf deutschen Bahnh├Âfen gedacht. Zur Er├Âffnung l├Ądt der Vorstand der Deutschen Bahn AG zum Gespr├Ąch mit
Margret Suckale (Vorstand Personal und Recht DB AG), Wolfgang Tiefensee (Bundesminister f├╝r Verkehr, Bau und Stadtentwicklung), Charlotte Knobloch (Pr├Ąsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland), Romani Rose (Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma), Beate Klarsfeld (Les Fils et Filles des D├ęport├ęs Juifs de France), Hermann Simon (Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum).
Wo: Passerelle des Bahnhofs Potsdamer Platz
Wann: 23. Januar 2008, 14:00 Uhr


Lesung: J├╝disches im Gr├╝nen
Judith Kessler und Lara D├Ąmmig stellen ihr gleichnamiges Buch erstmals vor. Darin werden Ausflugsziele zu Orten mit j├╝discher Geschichte im Berliner Umland bekannt gemacht. Beeskow, Eberswalde, Gr├╝nau, Lehnitz, Oranienburg und viele andere k├Ânnen Sie so f├╝r sich neu oder anders entdecken.
Wo: Natur & Kultur (LabSaal-L├╝bars) e.V.
Alt L├╝bars 8
13469 Berlin
www.labsaal.de
Wann: 25. Januar 2008, 19:30 Uhr
Eintritt: 8, erm. 5 Euro


Filmvorf├╝hrung: "Stealing Klimt" - ├╝ber Raub- und Beutekunst
Die Verbrechen der Nationalsozialisten bilden noch kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte - daran erinnert der britische Film "Stealing Klimt" (2006) der RegisseurInnen Martin Smith und Jane Chablani: Er dokumentiert den juristisch und politisch ausgefochtenen Streit, den die 1916 in Wien geborene Maria Altmann mit der Republik ├ľsterreich gef├╝hrt hat: Bis zum Anschluss ├ľsterreichs an Nazi-Deutschland im Jahr 1938 befanden sich im Besitz ihrer Familie f├╝nf Bilder des ber├╝hmten Jugendstil-Malers Gustav Klimt, die nach dem Zweiten Weltkrieg in der ├ľsterreichischen Galerie zu Wien verblieben sind. Erst 2006 befindet ein Schiedsgericht, dass die auf 300 Millionen Dollar Wert gesch├Ątzten Kunstwerke an die in den USA lebenden Nachfahren zur├╝ckzugeben seien. Was f├╝r die streitbare j├╝dische Dame die R├╝ckgabe von erinnerungstr├Ąchtiger Beutekunst bedeutet, wird von VertreterInnen ├ľsterreichs als schn├Âder Ausverkauf von Nationalkultur betrachtet.
Anmerkungen zur internationalen Raubkunst-Debatte gibt Dr. des. Anna-Dorothea Ludewig (Moses-Mendelssohn-Zentrum f├╝r europ├Ąisch-j├╝dische Studien, Potsdam)
Wo: Wily-Brandt-Haus
Stresemannstr. 28
10963 Berlin
Wann: 25. Januar 2008, 19:30 Uhr
Eintritt frei. Ausweis erforderlich.


"Sprechen ist unm├Âglich -Schweigen ist verboten"
Die Evangelische Weinbergkirchengemeinde l├Ądt zu einem gemeinsamen Gottesdienst zum Gedenken an die Opfer der Schoa. Mit Kantorin Mimi Sheffer, an der Orgel: Bettina Br├╝mann und Prediger Dr. Thomas Day.
Wo: Gnadenkirche der Evangelischen Weinbergkirchengemeinde
Jaczostr. 52-54
13595 Berlin
Wann: 27.Januar 2008, 10:00 Uhr


"InneHalten" am Holocaust-Gedenktag
Das Charlottenburg-Wilmersdorfer B├╝ndnis "Demokratie jetzt!" mit seinem Forum "Erinnern und VerANTWORTung" l├Ądt ein zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Breitscheidplatz an der Ged├Ąchtniskirche unter dem Motto "InneHalten". Karin Weimann vom Forum "Erinnern und VerANTWORTung" wird in einer kurzen Begr├╝├čung auf die Bedeutung dieses Tages im kollektiven Ged├Ąchtnis der Deutschen und auf die Leidensgeschichte der Euthanasieopfer unterm Hakenkreuz von 1933 bis 1945 aufmerksam machen. Danach wird Bezirksb├╝rgermeisterin Monika Thiemen sprechen. Stellvertretend f├╝r alle Verfolgten erinnern Mitglieder des Kinder- und Jugendparlaments Charlottenburg-Wilmersdorf mit einer Namenslesung an die Ermordeten und ├ťberlebenden. ├ťberlebende und Angeh├Ârige der von Euthanasie im Nationalsozialismus Betroffenen werden mit Lesungen auf ihr Schicksal aufmerksam machen. Der S├Ąnger Karsten Troyke begleitet die Gedenkfeier musikalisch.
Im Rahmen dieses Programms soll um 12:00 Uhr gemeinsam eine Schweigeminute begangen werden um inne zu halten. Alle interessierten B├╝rgerInnen werden gebeten, sich in Erinnerung und Gedenken an die Opfer des Naziterrors um 12 Uhr an der Schweigeminute zu beteiligen.
Wo: Kaiser-Wilhelm- Ged├Ąchtsniskirche
Breitscheidplatz
10789 Berlin
Wann: 27. Januar 2008, von 11.30 bis 12.30 Uhr


Die Gedenkst├Ątte Sachsenhausen erinnert am 27. Januar an Kinder und Jugendliche im KZ Sachsenhausen
Nach der Begr├╝├čung durch Stiftungsdirektor Prof. Dr. G├╝nter Morsch wird der 1929 geborene Emil Farkas ├╝ber sein Schicksal berichten. Der heute in Israel lebende tschechische Jude gelangte als Zw├Âlfj├Ąhriger in das KZ Auschwitz und wurde 1944 in das KZ Sachenhausen deportiert. Anschlie├čend wird die Berliner Soziologin Verena Walter ├╝ber die Geschichte von Kindern und Jugendlichen im KZ Sachenhausen, ├╝ber ihre Herkunft und die besonderen Bedingungen ihrer KZ-Haft sprechen. Die Erinnerungen von ├ťberlebenden, die als Minderj├Ąhrige im KZ Sachenhausen inhaftiert waren, stehen im Mittelpunkt einer Lesung von Sch├╝lerInnen des Oranienburger F.F. Runge Gymnasiums. Bei der abschlie├čenden Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung am zentralen Gedenkort "Station Z" wird der Pr├Ąsident des Landtages Brandenburg Gunter Fritsch eine Ansprache halten.
Wo: Gedenkst├Ątte und Museum Sachsenhausen - Stiftung Brandenburgische Gedenkst├Ątten
Stra├če der Nationen 22
16515 Oranienburg
Fon: 03301-200-0
http://www.stiftung-bg.de
Wann: 27. Januar 2008, 14:00 Uhr

SchauspielerInnen lesen Texte zur Judenverfolgung in Deutschland
Mit "Die Verfolgung und Ermordung der europ├Ąischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945" wird erstmals eine umfassende, auf 16 B├Ąnde angelegte Auswahl von Quellen vorgelegt. Der erste Band "Deutsches Reich 1933-1937", aus dem gelesen wird, dokumentiert die Judenverfolgung zwischen 1933 und 1937 in Deutschland. Die chronologisch angeordneten Schriftzeugnisse lassen sichtbar werden, wie die Entrechtung und soziale Isolation der Juden in Deutschland vorangetrieben wurde.
Mit der Lesung von Dokumenten, die aus dieser Zeit hinterlassen wurden, erinnert das J├╝dische Museum Berlin an die Befreiung von Auschwitz vor 63 Jahren.
Mit den SchauspielerInnen Angela Winkler, T├╝rkis Talay, Tomma Winkler, Jutta Lampe, Wolfgang H├Ąntsch, Anna Kerezovic, Tamara Stern und Steffie K├╝hnert.
Einlass ist jeweils zur vollen Stunde.
Anmeldung erbeten: reservierung@jmberlin.de oder unter: 030 - 25993 442
Wo: J├╝disches Museum Berlin
Glashof EG
Lindenstra├če 9-14, 10969 Berlin
www.jmberlin.de
Wann: 27. Januar 2008, 14:00-18:00 Uhr, (je 1 Stunde)
Eintritt frei.


BerlinerInnen und Zugereiste begehen den Tag des Gedenkens f├╝r die Opfer des Nationalsozialismus:
Die BesucherInnen werden im Bayerischen Viertel einige Denkmale und Denk-Male aufsuchen und Ermordeter an den Stolpersteinen gedenken.
Lars Rauchfu├č stellt die aus der Arbeit der SPD Tempelhof-Sch├Âneberg und ihrer Projektgruppe Rechtsextremismus.entstandene "Initiative Stolpersteine an der B 96 - Gedenken in Berlin Tempelhof-Sch├Âneberg" vor, deren Vereingr├╝ndung in K├╝rze amtlich ist. Der Verein verfolgt den Zweck, das Andenken an Menschen, die durch den Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden, zu f├Ârdern. Dazu ist bereits die Verlegung von dreizehn Stolpersteinen entlang der Bundesstra├če 96 in Mariendorf und Tempelhof in Planung.
Wo: Synagogendenkmal
M├╝nchener Str. 34-38
10779 Berlin
Wann: 27. Januar 2008, 15.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr


Er├Âffnung der Ausstellung: "Wir waren Nachbarn"
Die Intervallausstellung zeigt vom 28.01. bis 27.4.2008. im Foyer des Rathaus Sch├Âneberg 120 Biografien j├╝discher ZeitzeugInnen und wird am 27.01. um 18:00 Uhr mit einer Gedenkveranstaltung im Foyer des Rathauses er├Âffnet. Schwerpunkt des Rahmenprogramms ist "Exil aus subjektiver Sicht".
Wo: Rathaus Sch├Âneberg
John-F.-Kennedy-Platz
10825 Berlin
Wann: 27. Januar 2008, 18:00 Uhr, Mo-Do, 10-18 Uhr, Sa-So, 10-17 Uhr


"Wir Kinder blieben uns selbst ├╝berlassen..."
Podiumsgespr├Ąch mit Dr. Eva B├Ąckerov├í und Stella Nikiforow├í, die als Kinder im KZ Ravensbr├╝ck inhaftiert waren.
Beide Frauen waren an den Vorbereitungen zur Ausstellung "J├╝dische Frauen im Konzentrationslager Ravensbr├╝ck" in der Mahn- und Gedenkst├Ątte Ravensbr├╝ck beteiligt, die am 27. Januar 2008, um 15 Uhr, er├Âffnet wird, und stellten Exponate zur Verf├╝gung. Stella Nikiforow├í lebt heute in Russland, Dr. Eva B├Ąckerov├í in der Slowakei. Beide sind in ihren L├Ąndern aktiv, um die ehemaligen Kinderh├Ąftlinge zu vernetzen und ihre Geschichten bekannt zu machen.
Eine Veranstaltung der Stiftung Denkmal f├╝r die ermordeten Juden Europas und die Mahn- und Gedenkst├Ątte Ravensbr├╝ck / Stiftung Brandenburgische Gedenkst├Ątten, Berlin.
Wo: Denkmal der ermordeten Juden Europas/Ort der Information
Cora-Berliner-Str. 1
10117 Berlin
Wann: 28. Januar 2008, 18:00 Uhr


"Erinnerungen an Hans Rosenthal (1925-1987)"
Zu Gast: Christian Bienert, Redakteur/Musik Deutschlandradio Kultur.
Veranstaltung anl├Ąsslich des 27. Januar, dem Gedenktag f├╝r die Opfer des Nationalsozialismus.
Wo: studio im hochhaus
Zingster Stra├če 25
13051 Berlin
Fon: 030 - 9 29 38 21
Wann: 28. Januar 2008, 19:30 Uhr


Lesung "Im Schatten der Sterne" (Regina Scheer) und Film "Hella Hirsch und ihre Freunde" (B. Kasper & L. Schuster)
J├╝discher Widerstand im 3. Reich: Die Berliner Schriftstellerin Regina Scheer liest aus ihrem ergreifenden Buch ├╝ber junge Leute um den NS-Widerst├Ąndler Herbert Baum. Die FilmemacherInnen Barbara Kasper und Lothar Schuster haben zu dieser Jugendlichengruppe einen sehr eindrucksvollen Dokumentarfilm gestaltet: "Hella Hirsch und ihre Freunde".
Wo: Lichtburgforum
Behmstra├če 13
13357 Berlin
www.lichtburgforum.de
Wann: 07. Februar 2008, 19:30 Uhr
Eintritt: 5 Euro


Dar├╝berhinaus engagiert sich die Kampagne "Learn from history" daf├╝r, dass die Woche vor dem 27. Januar auch f├╝r die Kirchen in Europa zu einer Woche des Gedenkens wird und engagierte Aktionen gegen Antisemitismus durchgef├╝hrt werden.
Weitere Informationen unter: www.learnfromhistory.eu

Liskhor veLo lishkoah! Gedenken und nicht vergessen! Auf haGalil onLine unter: www.hagalil.com/shoah

Jüdisches Leben Beitrag vom 22.01.2008 AVIVA-Redaktion 





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