Prof. Dr. Gertrud Pickhan und Doktorandin Alina Bothe von der FU Berlin erhalten den Lehrpreis der USC Shoah Foundation - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 2/27/5782 - Beitrag vom 11.07.2015


Prof. Dr. Gertrud Pickhan und Doktorandin Alina Bothe von der FU Berlin erhalten den Lehrpreis der USC Shoah Foundation
AVIVA-Redaktion

Ein Forschungsseminar der Freien Universität über die Deportation polnischer Juden und Jüdinnen in Berlin wurde durch die USC Shoah Foundation ausgezeichnet. Entstehen soll auch eine Ausstellung.




Am 7. Juli 2015 verkündete die Freie Universität die Auszeichnung ihrer Mitarbeiterinnen Prof. Dr. Gertrud Pickhan und Alina Bothe durch den diesjährigen Lehrpreis der Shoah Foundation der University of Southern California (USC). Die Historikerin und die Doktorandin erhalten den Preis für die Weiterentwicklung eines Forschungsseminars zum Thema "Die Ausweisung polnischer Juden aus Berlin 1938". Das Seminar untersuchte die Familiengeschichten von Betroffenen der damals sogenannten "Polenaktion" vom 27. bis 30. Oktober 1938. In diesen Tagen wurden zwischen 1.500 und 6.000 Menschen polnischer Herkunft von Berlin an die polnische Grenze deportiert. Der Kurs arbeitet zusammen mit dem Visual History Archive, in dem Videointerviews mit ZeitzeugInnenberichte gesammelt und der Forschung zugänglich gemacht werden. Während des Seminars konnten die Studierenden Kontakt zu Überlebenden und Verwandten von sechs Familien herstellen, mit denen sie immer noch in Verbindung stehen.

Der Preis besteht aus einem Stipendium in Höhe von 2000 US-Dollar und 500 US-Dollar für Kursmaterialien. Das Seminar wurde bereits einmal gelehrt und soll mit dem Lehrpreis noch drei weitere Male angeboten werden. "Bisher wurde die Ausweisung polnischer Juden aus Berlin noch nicht hinreichend umfassend wissenschaftlich aufgearbeitet", erklärt Gertrud Pickhan. Gemeinsam mit Studierenden arbeiten die Preisträgerinnen derzeit auch an einer Ausstellung zum Thema, deren Eröffnung für Oktober 2017 geplant ist. Hier soll das Leben von Opfern und Überlebenden nachgezeichnet werden. Die Ausstellung wird in Zusammenarbeit mit dem Aktiven Museum Berlin und der polnischen Stiftung Fundacja Tres entwickelt. Die Studierenden bemühen sich außerdem um Stolpersteine für die Ermordeten und wollen weitere von der Deportation im Oktober 1938 Betroffene ausfindig machen.

Alina Bothe ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Sie beendet derzeit ihre Doktorarbeit an der Freien Universität über das Visual History Archiv und die Frage, wie Digitalisierung die Erforschung der Geschichte der Shoah beeinflusst.
Gertrud Pickhan war eine der ersten WissenschaftlerInnen der Freien Universität, die ZeitzeugInnenberichte in das Visual History Archive einfügte. Sie ist Mitherausgeberin des Editionsprojekts "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945", das eine umfassende wissenschaftliche Edition zentraler Quellen zur Geschichte der Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden zum Ziel hat. Bisher sind acht der geplanten sechzehn Bände der Edition fertig gestellt.

Weiterführende Links:

Begründung der USC Shoah Foundation zur Preisvergabe (englisch)

Das Visual History Archive European Holocaust (englisch)

Informationen und Zugang zum Visual History Archiv über die FU Berlin

Homepage Aktives Museum - Faschismus und Widerstand in Berlin e.V.

Homepage der Stiftung Fundacja Tres (polnisch)

Zentrum für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg

Editionsprojekt "Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933-1945"

Weiterlesen auf AVIVA-Berlin:

Survivors of the Shoah Visual History


Jüdisches Leben

Beitrag vom 11.07.2015

AVIVA-Redaktion 






AVIVA-News bestellen
  AVIVA-Berlin auf Facebook AVIVA-Berlin auf twitter



Das Glück zu leben - The euphoria of being. Ab 30.09.2021 im Kino

. . . . PR . . . .

Das Glück zu leben - The euphoria of being
Dokumentarfilm von Réka Szabó über die Entstehung einer Tanzperformance, in der die 90-jährige Éva Fahidi im getanzten Dialog mit einer jungen Tänzerin über ihr Leben und Schicksal erzählt, als einzige ihrer Familie das KZ Auschwitz überlebt zu haben.
Mehr zum Film und der Trailer unter: www.filmkinotext.de/das-glueck-zu-leben

Esther Dischereit - Mama, darf ich das Deutschlandlied singen. Politische Texte

. . . . PR . . . .

Esther Dischereit - Mama, darf ich das Deutschlandlied singen. Politische Texte
Jüdisch. Solidarisch. Antirassistisch. Der Essayband mit einem Vorwort von Aleida Assmann knüpft an die beiden Aufsatzbände "Übungen jüdisch zu sein" und "Mit Eichmann an der Börse" an.
Mehr zur Autorin, zum Buch, sowie Bestellung unter: www.mandelbaum.at

Ich bin noch nie einem Juden begegnet …

. . . . PR . . . .

Ich bin noch nie einem Juden begegnet
»Das Geschichtenerzählen ist Teil der jüdischen DNA«, meint Peninnah Schram, Literaturprofessorin und eine der Protagonistinnen in Haase-Hindenbergs neuem Buch. In einem außergewöhnlichen literarischen Stil erzählt er von den Lebensgeschichten jüdischer Menschen in Deutschland.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellungen unter: www.edition-koerber.de

Walter Kaufmann – Welch ein Leben! Bundesweiter Kinostart am 30.9.21

. . . . PR . . . .

Walter Kaufmann. Welch ein LebenDie Lebensgeschichte des jüdischen Schriftstellers und Korrespondenten Walter Kaufmann vom Kindertransport nach Großbritannien über die DDR und um die ganze Welt erzählt dieser berührende Film.
Alle Infos, der Trailer und Termine unter: www.walterkaufmannfilm.de

Hila Amit - Hebräisch für Alle. Von der Sprache zur Vielfalt.

. . . . PR . . . .

Hila Amit - Hebräisch für Alle
Das erste queere und feministische Hebräisch-Lehrbuch in Deutschland. Das Arbeitsbuch enthält zahlreiche lebensnahe Beispiele und Übungen, um den Wortschatz direkt anzuwenden und zu verinnerlichen.
Mehr Informationen zum Buch und Bestellung unter: www.edition-assemblage.de

Rosh HaShana 5782 - Shana tova u-metuka!

AVIVA wishes you a sweet, healthy and happy Rosh HaShana!
AVIVA wünscht ein süßes, glückliches, friedliches und gesundes Neues Jahr 5782!

Online: Die Videoaufzeichnung der Panel-Diskussion "Fragmented Narratives"

Erinnerungspolitiken im Spiegel von Rassismus und Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart.
Mit Dr. Lea Wohl von Haselberg, Veronika Kracher, Dr. Ingrid Strobl, Dr. Michal B Ron. Moderiert von Sharon Adler. Im Rahmen der Ausstellung mit Werken von Elianna Renner und Sharon Paz bei alpha nova & galerie futura

Es war einmal ein Töpfchen

. . . . PR . . . .

Es war einmal ein Töpfchen
Alona Frankels "Sir haSirim" (Hebr., der Topf der Töpfe) gilt als erstes Kleinkinderbuch zum Thema "Töpfchentraining". Der israelische Kinderbuchklassiker aus dem Jahr 1975 ist jetzt auf Deutsch erschienen!
Mehr Infos zu den Büchern und zum Ariella Verlag unter:
www.ariella-verlag.de

Wir leben in Wohnungen mit Vergangenheit


Kooperationen

HentrichHentrich
Jewish Womens Archive
Jüdisches Museum Berlin
Bet Debora
Hagalil
JVHS
Ohel Hachidusch