Shul mit Shwung - ein Online-Wörterbuch dokumentiert Germanismen im Hebräischen Wortschatz auf der Online-Plattform Lehnwortportal Deutsch - Aviva - Berlin Online Magazin und Informationsportal für Frauen aviva-berlin.de Juedisches Leben



AVIVA-BERLIN.de 2/2/5782 - Beitrag vom 10.10.2015


Shul mit Shwung - ein Online-Wörterbuch dokumentiert Germanismen im Hebräischen Wortschatz auf der Online-Plattform Lehnwortportal Deutsch
Sharon Adler

In acht Jahren Recherche hat der Übersetzer und Dolmetscher Dr. Uriel Adiv an die 1600 Wörter gesammelt, darunter Eksemplare wie Binenshtish, Shlafshtunde, Luftgesheft oder Zitsflaish.




Das Hebräische und seine deutschen Lehnwörter

Zusammengefasst hat der Wort-Sammler die Begriffe und Namen in drei Lexika, die nun online zugänglich sind. Der Auftakt und Internetlaunch für das Online-Wörterbuch war anlässlich des Jubiläumsjahres der diplomatischen Beziehungen Deutschland-Israel am 30. September 2015 im Großen Saal des Jüdischen Museums, wo der seit vielen Jahren in Berlin lebende Israeli Adiv sein Projekt persönlich vorgestellt hat. Die Moderation übernahm gewohnt charmant und kenntnisreich Shelly Kupferberg, zu der Uriel Adiv während einer ihrer Sendungen Kontakt aufnahm. Seitdem sind die beiden befreundet. Adiv, der erst im Kindergarten Hebräisch gelernt hat, kam durch eine Ausschreibung des Goethe-Instituts und des Deutschen Sprachrats darauf, an dem Recherche-Projekt zu arbeiten. Gesucht wurde im Jahr 2008 das schönste Wort mit "Migrationshintergrund".

Ihm zur Seite stand der Linguist und Journalist Ruvik Rosenthal, der auch als Sprachkolumnist für die israelische Tageszeitung Maariv schreibt. Dieser hatte schon 2007 das seines Slangwörterbuch "Milon Ha-Slang Ha-Hekefi" herausgegeben und dafür 10.000 Einträge gesammelt, die größtenteils auf Interviews, Chats und Einträgen aus Internetforen stammen.
Dr. Uriel Adiv, der nach eigenen Angaben nicht systematisch vorgegangen ist, recherchierte in der Bibliothek im "Haus des Volkes" (Beit Ha´am) in Jerusalem, in der Eichmann von April bis Dezember 1961 der Prozess gemacht wurde.

Für den Bewahrer der Worte Uriel Adiv ist das Wörterbuch ein Herzensprojekt. In die verschiedenen Kategorien wurden nicht nur Wörter, sondern auch Namen aufgenommen. Angezeigt werden "Wörter und Formen", die Bedeutungen" "Herkunftswörter" und "Zugehörige Herkunftswörter". Auch kann eine interaktive graphische Darstellung des Netzwerkes der zu diesem Herkunftswort gehörenden Wortformen und ihrer Relationen zueinander erstellt werden lassen.

Das Online-Wörterbuch "Deutsche Lehnwörter im Hebräischen" ist online unter:

lwp.ids-mannheim.de

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Jüdisches Leben

Beitrag vom 10.10.2015

Sharon Adler 






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