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AVIVA-BERLIN.de 10/16/5781 - Beitrag vom 29.04.2019


Ringvorlesung zur jüdischen Geschichte Berlins
AVIVA-Redaktion

In Kooperation mit dem Centrum Judaicum widmet die Humboldt Universität zu Berlin im Sommersemester 2019 vom 9. April bis 2. Juli ihrem ehemaligen Studenten und Promovenden Hermann Simon eine Ringvorlesung. Historiker*innen aus England, Israel und Deutschland tragen mit vielfältigen Beiträgen dazu bei.




Unter den Linden hat Hermann Simon seinen wissenschaftlichen Weg begonnen und dort wird nun, anlässlich seines 70. Geburtstags, seine Lebensleistung auf dem Gebiet der Erforschung und Präsentation jüdischer Lebenswelten mit dieser Vorlesungsreihe gewürdigt.

Nachdem Simon an der Humboldt-Universität promoviert hat, war er seit ihrer Gründung 1988 bis zum Jahr 2015 Direktor der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum. In diesen Jahrzehnten initiierte, kuratierte und leitete er eine Vielzahl von Ausstellungen zu verschiedensten Themen jüdischer Geschichte in Berlin, er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Forschungen und formte die Neue Synagoge Berlin zu einem der bedeutendsten Orte jüdischen Gedächtnisses.

Bei der Eröffnungsveranstaltung am 9. April 2019, moderiert von Michael Wildt und mit einem Grußwort von Sabine Kunst, hat Hermann Simon selbst einen Vortrag gehalten: "Annemarie Schierz (1918-43?) – eine sorbisch-katholische Jüdin" bildete den Auftakt der von nun an dienstags stattfindenden Vorlesung. Diese soll auch Menschen erreichen, die sonst nicht mit deutsch-jüdischer Geschichte in Kontakt kommen. Die zahlreichen Referent*innen bieten durch ihre jeweiligen Themenschwerpunkte verschiedene Zugänge zur jüdischen Geschichte Berlins.

Die Ringvorlesung versammelt moderierte Beiträge von. Annette Leo, Hannah Lotte Lund, Johanna Langenbrinck, Sarah Wobick-Segev, Anne-Christin Saß, Christoph Kreutzmüller, Alina Bothe, Akim Jah, Joachim Schlör, Daving Jünger und Andreas Nachama, die verschiedene Aspekte der jüdischen Geschichte Berlins vom 19. bis 20. Jahrhundert beleuchten.

Die wöchentlichen Vorträge weisen ein breites Themenspektrum auf: Hannah Lotte Lund aus Frankfurt referiert beispielsweise über die Berliner "Jüdischen Salons" um 1800, Sarah Wobick-Segev aus Jerusalem spricht von "Tales of Love and Marriage in late 19th and 20th-century Berlin" und Joachim Schlör aus Southampton untersucht jüdische Berlin-Gefühle aus den Korrespondenzen von Emigrant*innen mit ihrer Heimatstadt.

"Woran anknüpfen, was neu definieren? Die Berliner jüdische Geschichte wird weitergeschrieben." lautet das Motto der Abschlussveranstaltung am 2. Juli.
Die Podiumsdiskussion mit Hörfunkjournalistin und Schriftstellerin Marion Brasch, Sozialwissenschaftlerin Dr. Irit Dekel und Historikerin Atina Grossmann wird von Journalist und Publizist Jacques Schuster moderiert und eingeführt von Anja Siegemund, Historikerin und Direktorin der Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum.
Zuletzt zieht Hermann Simon selbst ein Resümee und beendet die Ringvorlesung zur jüdischen Geschichte Berlins.

Veranstalter: Institut für Geschichtswissenschaften
(Prof. Dr. Michael Wildt), Humboldt-Universität zu Berlin

Veranstaltungsort: Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10099 Berlin

Abschlussveranstaltung: 2. Juli 2019, 18.00 Uhr
Woran anknüpfen, was neu definieren? Die Berliner jüdische Geschichte wird weitergeschrieben.

Grußwort: Gerry Woop, Staatssekretär für Europa
Podiumsgespräch mit Marion Brasch, Irit Dekel und Atina Grossmann, moderiert von Jacques Schuster.
Einführung: Anja Siegemund
Resümee: Hermann Simon
Veranstaltungsort: Neue Synagoge Berlin - Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28-30
10117 Berlin

Mehr Infos unter:

www.centrumjudaicum.de und www.geschichte.hu-berlin.de sowie auf www.facebook.com

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Jüdisches Leben

Beitrag vom 29.04.2019

AVIVA-Redaktion 






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