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AVIVA-BERLIN.de 11/22/5778 - Beitrag vom 22.03.2011

Holocaust Era Asset Restitution Taskforce - Project HEART
AVIVA-Redaktion

Ein neues Projekt bietet Opfern der antij├╝dischen Enteignungspolitik, welche bisher keine Abfindung erhielten, bis zum 02. Dezember 2011 die M├Âglichkeit einer Entsch├Ądigung f├╝r ihren...



... w├Ąhrend des Holocaust beschlagnahmten Besitz.

Seit dem 23. Februar 2011 ermittelt Projekt HEART, eine Initiative der "J├╝dischen Agentur f├╝r Israel" (Jewish Agency for Israel - JAFI), Opfer, deren Verm├Âgenswerte w├Ąhrend des Holocaust unrechtm├Ą├čig entwendet wurden. Mit Unterst├╝tzung der israelischen Regierung werden Hilfsmittel, Strategien und Informationen bereitgestellt, um anspruchsberechtigten ErbInnen j├╝discher Opfer, den Opfern selbst und dem j├╝dischen Volk ein kleines Ma├č an Gerechtigkeit zu kommen zu lassen.

"Viele Holocaust-Opfer kehrten nach Hause zur├╝ck und stellten fest, dass sie keine M├Âglichkeiten hatten, ihr Eigentum zur├╝ckzubekommen", sagt Natan Sharansky, Vorsitzender der J├╝dischen Agentur f├╝r Israel. "Dies ist das erste Mal nach der Holocaust-Zeit, dass ein allgemeines, umfassendes Programm ins Leben gerufen wurde, mit dem letztendlichen Ziel, Informationen f├╝r Privateigentum zusammenzutragen, um eine Entsch├Ądigung f├╝r w├Ąhrend des Holocaust gepl├╝nderten, gestohlenen oder zwangsverkauften Eigentums zu erhalten. Hier bietet sich vielen Menschen eine Gelegenheit, endlich eine Entsch├Ądigung f├╝r ihr Eigentum zu erhalten, das ihnen und ihren Familien w├Ąhrend der Holocaust-Zeit weggenommen wurde", so Sharansky. J├╝dische Holocaust-Opfer und deren ErbInnen auf der ganzen Welt, die oder deren Familien bewegliches, unbewegliches oder immaterielles Privateigentum besa├čen, das w├Ąhrend der Holocaust-Zeit von den NS-Streitkr├Ąften oder den Achsenm├Ąchten regierten oder besetzten L├Ąndern beschlagnahmt, gepl├╝ndert oder zwangsverkauft wurde, sind anspruchsberechtigt, am Projekt teilzunehmen.

In der Anfangsphase konzentriert sich das Projekt HEART auf die Identifizierung der Personen und deren Anspr├╝chen bez├╝glich der nachfolgenden Arten von Privateigentum:

  • Privateigentum, das sich in L├Ąndern befand, die w├Ąhrend des Holocausts von den NS-Streitkr├Ąften oder den Achsenm├Ąchten beschlagnahmt, gepl├╝ndert, zwangsverkauft oder kontrolliert waren
  • Privateigentum, das sich im Besitz j├╝discher Personen befand, wie sie nach den Rassengesetzen der NS/Achsenm├Ąchten definiert wurden.

    Die einzige Einschr├Ąnkung f├╝r die Bewerbung liegt dann vor, wenn f├╝r das entsprechende Eigentum nach der Holocaust-Zeit bereits eine Entsch├Ądigung an ein Opfer oder an die ErbInnen eines Opfers geleistet worden ist. Diese Personen haben keinen Anspruch auf weitere Entsch├Ądigungszahlungen. "Es ist nicht notwendig, einen Eigentumsbeweis bereit zu stellen, um anspruchsberechtigt zu sein. Wenn Personen vermuten, dass sie solches Eigentum besa├čen oder Beg├╝nstigte solches Eigentums waren, sollten Sie den Fragebogen ausf├╝llen", so die Projekt Direktorin Anya Verkhovskaya.

    Anspruchsberechtigtes Eigentum f├╝r Projekt HEART umfasst Privateigentum unterschiedlicher Art:

  • unbewegliches Eigentum ÔÇô ein Eigentumsgegenstand, der nicht bewegt werden kann, ohne dass er zerst├Ârt oder ver├Ąndert wird. Hierzu z├Ąhlen Immobilien wie Land (mit und ohne Geb├Ąude).
  • bewegliches Eigentum ÔÇô jegliches Eigentum, das von einem Ort zu einen anderen Ort transportiert werden kann. Hierzu z├Ąhlen unter anderem Kunstwerke, Judaica, Nutztiere, professionelle Hilfsmittel, Edelmetalle, Edelsteine, Schmuck und sonstiges bewegliches Eigentum.
  • immaterielles Privateigentum ÔÇô pers├Ânliches Eigentum, das weder bewegt, ber├╝hrt noch gef├╝hlt werden kann, aber einen Wert darstellt. Hierzu z├Ąhlen verhandelbare Instrumente wie zum Beispiel Aktien, Anleihen, Versicherungen, Sparkonten, angemeldete Patente, Aussteuer Policen und sonstiges immaterielles Privateigentum. Auch negative Verm├Âgenswerte ÔÇôSchulden und Verbindlichkeiten, die der Person geschuldet werden ÔÇô wie ausstehende Kredite und Hypotheken geh├Âren hierzu.

    "Aufgrund des unermesslich gro├čen Schadens, der dem j├╝dischen Volk und Gemeinschaften seit der Beschlagnahmung ihres Eigentums angetan wurde, rief man mit Projekt HEART eine Initiative ins Leben, die sich den Personen zuwendet, deren Leid f├╝r uns unvorstellbar ist, die wir jedoch dabei unterst├╝tzen k├Ânnen, Daten zu sammeln, um ihnen hoffentlich und schlussendlich dabei helfen zu k├Ânnen, das wiederzuerlangen, das ihnen rechtm├Ą├čig zusteht", sagte Bobby Brown von der JAFI. Und weiter: "Projekt HEART, mit Bezug auf die Entsch├Ądigung von Verm├Âgenswerten, hofft, dass es mit nachtr├Ąglichen, aber entscheidenden Schritten zu einer teilweisen Wiedergutmachung dieses entsetzlichen Unrechtes kommt, dass w├Ąhrend der Holocaust-├ära begonnen wurde."

    Weitere Informationen finden Sie unter:

    www.heartwebsite.org

    Kontakt:

    Bitte wenden Sie sich an die Projekt HEART Direktorin, Anya Verkhovskaya, per E-Mail unter press@heartwebsite.org oder telefonisch an +1-414-961-7417.

    Es wurde ein einfach durchf├╝hrbarer Prozess zur F├Ârderf├Ąhigkeit eingef├╝hrt. Um teilzunehmen, f├╝llen Sie bis zum 02. Dezember 2011 den Fragebogen aus, der auf der Website www.heartwebsite.org zur Verf├╝gung steht.
    Oder rufen Sie an unter der geb├╝hrenfreien Telefonnummer 0-800-182-9196 oder unter +1-414-967-2584 zwischen 10:00 und 15:00 Uhr von Sonntag bis Donnerstag mit der Ausnahme der j├╝dischen Feiertage, und der Fragebogen wird Ihnen zugeschickt.
    Die Frageb├Âgen werden mit den Vereinbarungen entsprechender Regierungen oder Beh├Ârden bearbeitet, die sich um Entsch├Ądigung bem├╝hen.

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  • Jüdisches Leben Beitrag vom 22.03.2011 AVIVA-Redaktion 





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